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Klasse 7 › Erdkunde › Trockenräume und Kältewüsten

Warum breitet sich die Wüste im Sahel aus?

Erdkunde Klasse 7 Trockenräume und Kältewüsten

Neu: Dieses Video läuft schon hier, bevor es auf YouTube erscheint.

Kurz gesagt

Im Sahel, dem Streifen südlich der Sahara, fallen nur etwa 200 bis 600 mm Regen im Jahr, und Dürrejahre sind häufig. Dazu kommt der Mensch: Überweidung, Brennholz und neue Felder zerstören die Pflanzendecke, Wind und Starkregen tragen den Boden ab. Dürre und Übernutzung zusammen lassen das Land veröden – das heißt Desertifikation. Steinwälle, Pflanzlöcher und Baumgürtel helfen dagegen.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Mensch und Klima wirken zusammen

Die Sahelzone ist der Streifen südlich der Sahara, zwischen Wüste und Savanne. Hier fallen etwa 200 bis 600 mm Regen im Jahr, fast nur in einer kurzen Regenzeit, und die Menge schwankt stark – Dürrejahre sind häufig. Wächst die Bevölkerung, werden die Herden größer, mehr Land wird beackert und mehr Holz zum Kochen geschlagen. Die Pflanzendecke schwindet, Wind und Starkregen tragen den Boden ab. So breiten sich wüstenähnliche Verhältnisse aus: Desertifikation. Dürren verschärfen das, sind aber nicht die einzige Ursache.

Was hilft

MaßnahmeWirkung
Steinwälle am Hanghalten Regenwasser und Boden fest
Pflanzlöcher mit Mistsammeln Wasser und Dünger
Baumgürtel, Heckenbremsen Wind, halten Boden
sparsame Kochherdeweniger Brennholz

Typische Falle

  • Falsch: Die Wüste wächst nur, weil es weniger regnet – der Mensch hat damit nichts zu tun.
  • Richtig: Überweidung, Holzeinschlag und Ackerbau zerstören die Pflanzendecke, Dürren verstärken den Schaden.
  • Die Große Grüne Mauer: Seit 2007 plant die Afrikanische Union einen fast 8 000 km langen Grüngürtel von Senegal bis Dschibuti.

Klimadiagramm aus dem Sahel

Regen fällt fast nur von Juni bis September, die anderen Monate sind arid (schraffiert). Mittel 1991–2020 (WMO).

Üben

3 Aufgaben
  1. Wie wirkt die Maßnahme? Verbinde.

    • Steinwälle entlang des Hangs
    • Baumgürtel und Hecken
    • Pflanzlöcher mit Mist
    • sparsame Kochherde
    • Weiden abwechselnd schonen
    • sammeln Wasser und Dünger an der Pflanze
    • lassen die Pflanzen nachwachsen
    • halten Regenwasser und Boden fest
    • sparen Brennholz
    • bremsen den Wind
  2. Lies die Niederschläge ab.

    1. Im Norden der Sahelzone fallen etwa mm im Jahr.
    2. Im Süden der Sahelzone fallen etwa mm.
    3. Im Süden fällt -mal so viel wie im Norden.
    4. Von Nord nach Süd wird es .
  3. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Desertifikation bedeutet, dass sich wüstenähnliche Verhältnisse ausbreiten.
    2. Im Sahel regnet es gleichmäßig das ganze Jahr.
    3. Überweidung kann die Pflanzendecke zerstören.
    4. Ohne Pflanzen ist der Boden vor Wind gut geschützt.
    5. Die Sahelzone liegt nördlich der Sahara.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Die Wüste wächst nur, weil weniger Regen fällt? Falsch!

Erklärung

Südlich der Sahara liegt der Sahel: ein Streifen zwischen Wüste und Savanne. Hier fallen nur etwa 200 bis 600 Millimeter Regen im Jahr. Fast nur in einer kurzen Regenzeit. Manchmal bleibt sie fast aus. Dürrejahre gab es immer wieder, besonders schlimm in den 1970er-Jahren.

Aber auch der Mensch spielt mit. Mehr Menschen halten mehr Vieh. Zu viele Tiere fressen die Pflanzen ab. Das heißt Überweidung. Dazu werden Bäume für Brennholz gefällt und neue Felder angelegt. Ohne Pflanzen liegt der Boden frei. Wind und Starkregen tragen ihn ab.

Ein Teufelskreis: mehr Vieh, weniger Pflanzen, Erosion, weniger Futter. Das nennt man Desertifikation. Fruchtbares Land wird nach und nach wüstenähnlich. Die Sahara rückt nicht wie eine Wand vor. Das Land verödet stellenweise. Gegenprobe: Auch in guten Regenjahren verödet Land, wenn zu viele Tiere weiden.

Dürre und Mensch wirken also zusammen.

Beispiele

Ein Beispiel: ein Dorf im Sahel. Die Felder trocknen, der Boden verweht. Erste Hilfe: Steinwälle am Hang. Sie bremsen das Regenwasser, es versickert. Dazu Pflanzlöcher mit Mist: Sie sammeln Wasser und Dünger an der Pflanze. Baumgürtel und Hecken bremsen den Wind und halten den Boden fest.

Sparsame Kochherde brauchen weniger Brennholz. So bleiben mehr Bäume stehen. Und Weiden abwechselnd schonen, damit Pflanzen nachwachsen. Im Großen plant die Afrikanische Union seit 2007 die Große Grüne Mauer. Ein Grüngürtel von fast 8000 Kilometern, von Senegal bis Dschibuti.

Wo Bauern junge Bäume schützen, wird es an manchen Orten wieder grüner.

Dein Zug

Dein Zug: Es regnet normal, aber zu viele Tiere weiden. Kann der Boden veröden? Ja.

Zum Schluss

Die Natur bringt Dürren. Der Mensch bringt Überweidung, Brennholz und Felder. Merk dir: Die Wüste wächst durch Dürren und durch Übernutzung des Menschen. Zum Üben: Zeichne den Wirkungskreis und setz eine Gegenmaßnahme ein. Nächste Frage: Warum ist es in London im Winter wärmer als in Moskau?

Danach

Erdkunde · Klasse 7 Warum ist es in London im Winter wärmer als in Moskau?

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