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Klasse 6 › Biologie › Lebewesen, Pflanze, Mensch

Warum frieren Pinguine nicht?

Biologie Klasse 6 Lebewesen, Pflanze, Mensch

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Kurz gesagt

Ein Pinguin friert nicht, weil er seine selbst erzeugte Körperwärme besonders gut festhält, nicht weil er unempfindlich gegen Kälte wäre. Drei Angepasstheiten helfen ihm dabei: dicht liegende, eingefettete Federn mit isolierender Luftschicht, eine dicke Fettschicht wie eine Decke und eine runde, kompakte Körperform mit wenig Oberfläche.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Warm innen, kalt außen

Ein Pinguin ist innen rund 38 Grad warm. Die Wärme macht sein Körper selbst, aus der Nahrung.

Woher die Wärme kommt

Merkmale, die ein Lebewesen für seinen Lebensraum tauglich machen, heißen Angepasstheiten.

Drei Angepasstheiten

  • Federn: Viele kleine Federn liegen dicht wie Dachziegel übereinander. Darunter hält flaumiges Gefieder eine Luftschicht, die isoliert. Die Federn sind eingefettet, so bleibt Wasser draußen.
  • Fett: Eine dicke Fettschicht unter der Haut hält die Wärme im Körper wie eine Decke.
  • Körperform: rund und kompakt, mit kurzen Flügeln und Beinen. So hat der Körper wenig Oberfläche, über die Wärme entweichen kann.

Noch mehr Tricks

  • In den Beinen wärmt das warme Blut das kalte, das zurückfließt. Die Füße bleiben kühl, der Körper verliert wenig Wärme.
  • Kaiserpinguine stehen im Sturm eng zusammen und wechseln sich am kalten Rand ab.

Typische Falle

  • Falsch: Pinguine sind gegen Kälte einfach unempfindlich.
  • Richtig: Auch ein Pinguin würde auskühlen. Seine Angepasstheiten sorgen dafür, dass er seine Wärme behält.
  • Dem Galápagospinguin am Äquator wird eher zu warm.

Tipp

Denk an deine Winterjacke: Sie macht keine Wärme, sie hält deine eigene Wärme fest. Genau so arbeiten Federn und Fett.

Üben

3 Aufgaben
  1. Erklär die Angepasstheiten. Setz das passende Wort ein.

    1. Die dichten halten eine Luftschicht fest.
    2. Eine dicke unter der Haut isoliert.
    3. Ein runder Körper hat wenig .
    4. Eingefettete Federn lassen kein an die Haut.
    5. Kaiserpinguine stehen im Sturm eng .
  2. Wie hilft das dem Pinguin? Verbinde.

    • Federn
    • Fett
    • Körper
    • Gruppe
    • rund, wenig Oberfläche
    • halten eine Luftschicht fest
    • Tiere wärmen sich gegenseitig
    • isoliert unter der Haut
  3. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Pinguine spüren keine Kälte, sie sind einfach unempfindlich.
    2. Ein Pinguin ist innen ungefähr so warm wie ein Mensch.
    3. Federn und Fett erzeugen Wärme.
    4. Die Wärme des Pinguins entsteht aus seiner Nahrung.
    5. Ein kleiner, dünner Körper hält Wärme besser als ein runder.
    6. Ohne Federn und Fett würde ein Pinguin im Eis auskühlen.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Pinguine sind gegen Kälte einfach unempfindlich? Falsch gedacht.

Erklärung

Innen hat ein Pinguin rund 38 Grad. Draußen bis minus 40 Grad. Wärme fließt immer vom Warmen ins Kalte. Also auch aus dem Pinguin. Er friert nicht, weil er seine Wärme besonders gut festhält. Die Wärme macht sein Körper selbst, aus der Nahrung.

Dafür hat er drei Angepasstheiten: Federn, Fett und Körperform. Erstens Federn: klein, dicht an dicht, wie Dachziegel übereinander. Unter den Federn hält flaumiges Gefieder eine Schicht Luft an der Haut. Ruhende Luft leitet Wärme schlecht. Sie isoliert, wie deine Winterjacke.

Die Federn sind eingefettet. Wasser perlt ab, die Haut bleibt trocken. Zweitens: eine dicke Fettschicht unter der Haut. Wie eine warme Decke. Drittens die Körperform: rund und kompakt, mit kurzen Beinen und kleinen Flügeln. Kompakt heißt wenig Oberfläche. Und über die Oberfläche geht Wärme verloren.

Federn, Fett und Form: Der Pinguin trägt seine Winterjacke immer.

Beispiele

Beispiel: Kaiserpinguine brüten im Winter der Antarktis. Mitten im Sturm. Das Männchen hält das Ei auf den Füßen, unter einer warmen Hautfalte. Tausende stehen eng zusammen. So hat jeder weniger Fläche an der Kälte. Mitten im Pulk: über 20 Grad. Draußen tobt der eisige Sturm.

Wer außen friert, schiebt sich langsam nach innen. Alle wechseln sich ab. Und die Füße? Warmes Blut wärmt das kalte Blut, das zurückfließt. Die Füße bleiben kühl, knapp über null Grad. So spart er Wärme. Gegenprobe: Der Galápagospinguin lebt am Äquator. Dort ist es warm.

Ihm wird eher zu warm. Er hechelt, streckt die Flügel ab.

Dein Zug

Dein Zug: Macht deine Winterjacke Wärme? Nein. Sie hält deine eigene Wärme fest.

Zum Schluss

Federn halten Luft, Fett isoliert, die runde Form spart Oberfläche. Merk dir: Pinguine frieren nicht, weil sie ihre Wärme gut festhalten. Zum Üben: Erklär drei Angepasstheiten des Pinguins: Federn, Fett und Körperform. Nächste Frage: Warum können Vögel fliegen und wir nicht?

Danach

Biologie · Klasse 6 Warum können Vögel fliegen und wir nicht?

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