Klasse 7 › Biologie › Ökosystem Gewässer
Warum kann ein See umkippen?
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Weil zu viele Nährstoffe wie Phosphat und Nitrat die Algen massenhaft wachsen lassen (Eutrophierung). Die toten Algen sinken zum Grund, Bakterien bauen sie ab und verbrauchen dabei den Sauerstoff. Am Grund fehlt er dann, Fische ersticken und Faulschlamm entsteht – der See ist umgekippt.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Zu viel Futter für die Algen
Gelangt zu viel Dünger in einen See, wachsen die Algen explosionsartig. Das nennt man Eutrophierung (Überdüngung). Das Problem kommt erst danach: Die vielen Algen sterben ab und sinken zu Boden. Bakterien bauen sie ab und verbrauchen dabei den Sauerstoff im Tiefenwasser. Dann ersticken Fische und andere Tiere – der See ist umgekippt.
Die Kette in vier Schritten
- Dünger: Phosphat und Nitrat kommen von Feldern und aus Abwasser in den See.
- Algenblüte: Die Algen vermehren sich massenhaft, das Wasser wird grün und trüb.
- Abbau: Tote Algen sinken ab, Bakterien zersetzen sie und verbrauchen Sauerstoff.
- Fischsterben: Am Grund fehlt Sauerstoff, Tiere ersticken, Faulschlamm entsteht.
Nicht die Algen selbst, sondern ihr Abbau raubt den Sauerstoff.
Woran man es merkt
- grünes, trübes Wasser, oft mit Algenteppich
- tote Fische an der Oberfläche
- Faulgas am Grund, das nach faulen Eiern riecht
- Wasserpflanzen am Grund sterben, weil der Algenteppich das Licht abhält
Typische Falle
- Falsch: Mehr Nährstoffe bedeuten mehr Leben, also ist Dünger gut für den See.
- Richtig: Zu viele Nährstoffe bringen das Gleichgewicht durcheinander.
- Mehr Algen heißt am Ende weniger Sauerstoff.
Was hilft
- Kläranlagen holen Phosphat aus dem Abwasser.
- Grünstreifen am Ufer halten Dünger von den Feldern zurück.
- Weniger und gezielter düngen.
Tipp
Merk dir die Kette mit vier Wörtern: Dünger – Algen – Abbau – Fischsterben. Jeder Schritt ist die Ursache für den nächsten.
Üben
3 Aufgaben
Ergänze mit einem Wort.
- Das Fachwort für die Überdüngung eines Gewässers:
- Die toten Algen werden von abgebaut, die dabei Sauerstoff verbrauchen.
- Ein Nährstoff aus Dünger und Abwasser, der mit P beginnt:
- Am Ende fehlt am Seegrund das Gas .
Stimmt das? Kreuz an.
- Dünger ist gut für einen See, weil er mehr Leben bringt.
- Ein Grünstreifen am Ufer kann einen See schützen.
- Die lebenden Algen verbrauchen den ganzen Sauerstoff.
- Kläranlagen, die Phosphat entfernen, helfen gegen Eutrophierung.
- Ein dichter Algenteppich lässt den Wasserpflanzen am Grund mehr Licht.
Welche Maßnahme bremst welche Quelle? Verbinde.
- Abwasser aus Haushalten
- Dünger, der vom Feld abfließt
- zu viel Gülle auf dem Acker
- Brot, das Leute den Enten zuwerfen
- weniger und gezielter düngen
- Kläranlage mit Phosphatfällung
- Enten nicht füttern
- Grünstreifen am Ufer
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Mehr Dünger, mehr Leben, also gut für den See? Falsch.
Erklärung
Ein gesunder See: klares Wasser, Pflanzen am Grund, genug Sauerstoff. Nach starkem Regen spült es Dünger vom Feld in den See. Dünger enthält Nährstoffe wie Phosphat und Nitrat. Algen lieben sie. Die Algen vermehren sich explosionsartig. Das Wasser wird grün und trüb.
Das heißt Eutrophierung, auf Deutsch: Überdüngung. Bis hier klingt das nach mehr Leben. Das Problem kommt erst danach. Der Algenteppich nimmt den Pflanzen am Grund das Licht. Sie sterben. Auch Algen leben nur kurz. Tote Algen sinken in Massen zum Grund.
Dort bauen Bakterien sie ab. Und dabei verbrauchen sie Sauerstoff. Je mehr tote Algen, desto mehr Sauerstoff wird verbraucht. Am Grund fehlt jetzt Sauerstoff. Fische und andere Tiere ersticken. Faulschlamm entsteht, und es stinkt nach faulen Eiern. Der See ist umgekippt.
Die ganze Kette: Dünger, Algen, Abbau, und am Ende sterben die Fische.
Beispiele
Zweites Beispiel: An einem kleinen Teich füttern viele Leute Enten mit Brot. Was die Enten nicht fressen, sinkt ab und wirkt wie Dünger. Im Sommer ist der Teich warm. Warmes Wasser löst weniger Sauerstoff. Nachts atmen auch die Algen. Am Morgen ist am wenigsten Sauerstoff da.
Eines Morgens treiben tote Fische an der Oberfläche. Was hilft? Kläranlagen holen das Phosphat aus dem Abwasser. Grünstreifen am Ufer halten Dünger zurück. Und Enten füttert man besser nicht. Manche Seen werden sogar belüftet: Pumpen bringen Sauerstoff in die Tiefe.
Dein Zug
Dein Zug: Wer verbraucht am Grund den Sauerstoff? Bakterien, beim Abbau der toten Algen.
Zum Schluss
Gesunder See: wenig Nährstoffe, klar. Umgekippter See: Algen, Faulschlamm, kein Sauerstoff. Merk dir: Zu viel Dünger macht Algen. Ihr Abbau raubt den Sauerstoff. Zum Üben: Zeichne die Kette in vier Schritten: Dünger, Algen, Abbau, Fischsterben. Nächste Frage: Kann ein Lebewesen aus nur einer Zelle bestehen?
Danach

