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Klasse 5 › Erdkunde › Deutschland: Naturräume und Gewässer

Warum liegen in Norddeutschland riesige Steine auf den Feldern?

Erdkunde Klasse 5 Deutschland: Naturräume und Gewässer

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Kurz gesagt

Die riesigen Steine, die Findlinge, hat das Inlandeis der Eiszeiten mitgebracht. Von Skandinavien schob sich ein bis zu drei Kilometer dicker Eispanzer bis nach Norddeutschland, riss Gestein los und schleppte es mit. Als das Eis taute, blieben die Steine liegen – oft Granit, der hier sonst nicht vorkommt. Dazu hinterließ das Eis die glaziale Serie.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Das Eis hat sie mitgebracht

In den Eiszeiten war es viel kälter als heute. Von Skandinavien schob sich ein riesiger, bis zu mehrere Kilometer dicker Eispanzer, das Inlandeis, bis nach Norddeutschland. Das Eis riss Gestein vom Untergrund los und schleppte es Hunderte Kilometer weit mit. Als es taute, blieben die Steine liegen – diese Findlinge bestehen oft aus Granit, einem Gestein, das im Norddeutschen Tiefland sonst gar nicht vorkommt. Das Eis hinterließ eine typische Folge von Landschaften: die glaziale Serie.

Die glaziale Serie (Schnitt, stark vereinfacht)

Das Eis kam von links, aus dem Norden. Vor seinem Rand floss das Schmelzwasser ab.

Was das Eis hinterlassen hat

FormEntstehungheute
GrundmoräneSchutt unter dem Eisflach-wellige Äcker, viele Findlinge
EndmoräneSchutt am Rand des Eises aufgeschobenHügelketten
SanderSchmelzwasser spült Sand vor dem Eis aussandige Flächen, Heide, Kiefernwald
Urstromtalbreites Tal, in dem das Schmelzwasser abflossNiederungen, oft mit Flüssen

Typische Falle

  • Falsch: Menschen haben die großen Steine auf die Felder gebracht.
  • Richtig: Das Inlandeis hat sie aus Skandinavien mitgeschleppt.
  • Menschen haben Findlinge später genutzt, etwa für Kirchen, Mauern und Großsteingräber.

Tipp

Merk dir die glaziale Serie von Nord nach Süd mit den Anfangsbuchstaben G – E – S – U: „Große Eisberge schmelzen unten.“

Üben

4 Aufgaben
  1. Beschrifte die glaziale Serie: Grundmoräne, Endmoräne, Sander, Urstromtal.

    1. Ziffer 1:
    2. Ziffer 2:
    3. Ziffer 3:
    4. Ziffer 4:
  2. Wie ist die Form entstanden? Verbinde.

    • Grundmoräne
    • Endmoräne
    • Sander
    • Urstromtal
    • Schmelzwasser fließt ab
    • Schutt unter dem Eis
    • Schmelzwasser spült Sand aus
    • am Eisrand aufgeschoben
  3. Welche Form passt? Schreib Grundmoräne, Endmoräne, Sander oder Urstromtal.

    1. Heide mit Kiefern auf trockenem Sand:
    2. Fruchtbare, wellige Äcker mit vielen Steinen:
    3. Breite, feuchte Niederung, in der heute ein Fluss fließt:
    4. Bewaldete Hügelkette quer durch das flache Land:
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Das Inlandeis kam aus Skandinavien.
    2. Der Sander lag unter dem Eis.
    3. Die Endmoräne zeigt, wie weit das Eis reichte.
    4. Aus Findlingen haben Menschen früher Kirchen gebaut.
    5. Im Urstromtal lag das dickste Eis.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Diese riesigen Steine haben Menschen auf die Felder gebracht? Falsch!

Erklärung

Solche Steine heißen Findlinge. Manche sind größer als ein Auto. Viele sind aus Granit. Den gibt es in Norddeutschland sonst gar nicht. Woher kommen sie also? Aus Skandinavien! In den Eiszeiten war es viel kälter als heute.

Über Skandinavien wuchs ein riesiger Eispanzer: das Inlandeis. Es war bis zu drei Kilometer dick, höher als die Zugspitze. Das Eis schob sich nach Süden, bis nach Norddeutschland. Dabei riss es Felsen vom Untergrund los und schleppte sie mit.

Vor rund 12 000 Jahren wurde es wärmer. Das Eis taute weg. Die Steine blieben einfach liegen, mitten auf den Feldern. Gegenprobe: Menschen hätten sie Hunderte Kilometer weit schleppen müssen. Später haben Menschen Findlinge genutzt: für Kirchen, Mauern und Großsteingräber.

Beispiele

Das Eis hat noch mehr hinterlassen: eine ganze Landschaft. Links liegt das Eis. Es kam aus dem Norden. Unter dem Eis blieb Schutt mit vielen Steinen: die Grundmoräne. Am Rand schob das Eis Schutt zu Hügeln auf: die Endmoräne.

Davor spülte Schmelzwasser Sand aus. Diese Fläche heißt Sander. Ganz außen floss das Wasser in einem breiten Tal ab: dem Urstromtal. Die Merkhilfe: Große Eisberge schmelzen unten. Heute: Äcker auf der Grundmoräne, Heide und Kiefern auf dem Sand.

Denn Sand hält kaum Wasser. Dort wächst nur, was wenig braucht. Und Bauern sammeln bis heute jedes Jahr Steine von ihren Äckern.

Dein Zug

Dein Zug: Woher stammen die Findlinge auf norddeutschen Feldern? Aus Skandinavien, mit dem Eis.

Zum Schluss

Nicht Menschen, sondern das Eis hat die Steine gebracht. Merk dir: Findlinge hat das Inlandeis der Eiszeit aus Skandinavien mitgebracht. Zum Üben: Such einen großen Stein in deiner Nähe. Woher kommt er? Nächste Frage: Warum gibt es an der Nordsee Ebbe und Flut?

Danach

Erdkunde · Klasse 5 Warum gibt es an der Nordsee Ebbe und Flut?

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