Zum Inhalt springen
Schulpuls App öffnenAppKl. 1 · 2 · 3 · 4 · 5 · 6 · 7

Klasse 6 › Deutsch › Wortarten und Formen

Was ist der Unterschied zwischen weil und denn?

Deutsch Klasse 6 Wortarten und Formen

Beim Abspielen lädt der Player von YouTube (youtube-nocookie.com). Details in der Datenschutzerklärung.

Kurz gesagt

weil und denn nennen beide einen Grund, bauen den Satz aber verschieden: denn ist nebenordnend, danach folgt ein normaler Hauptsatz mit dem Verb an zweiter Stelle, wie in Ich bleibe hier, denn ich bin müde. weil ist unterordnend und leitet einen Nebensatz ein, in dem das Verb ans Ende wandert: Ich bleibe hier, weil ich müde bin. Ein Satz mit weil darf auch vorn stehen, einer mit denn nicht.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Gleicher Grund, anderer Bau

Weil und denn nennen beide einen Grund. Trotzdem bauen sie den Satz verschieden. Denn ist nebenordnend: Danach folgt ein ganz normaler Hauptsatz, das gebeugte Verb steht an zweiter Stelle. Weil ist unterordnend: Es leitet einen Nebensatz ein, und das gebeugte Verb wandert ans Ende.

Wo steht das Verb?

  • Ich bleibe hier, denn ich bin müde.
  • Ich bleibe hier, weil ich müde bin.

So prüfst du

  1. Such das gebeugte Verb nach weil oder denn.
  2. Steht es am Ende, ist es ein Nebensatz: weil.
  3. Steht es an zweiter Stelle, ist es ein Hauptsatz: denn.

Zwischen den beiden Teilen steht immer ein Komma.

Nebenordnend oder unterordnend

  • Nebenordnend, danach ein Hauptsatz: und, oder, aber, denn, sondern.
  • Unterordnend, danach ein Nebensatz mit dem Verb am Ende: weil, dass, obwohl, wenn, als.
  • Auch eine Präposition kann einen Grund nennen, dann ganz ohne Verb: wegen des Regens.

Typische Falle

  • „Beides bedeutet dasselbe, also ist es egal“ – die Bedeutung ist gleich, der Satzbau nicht. „…, weil ich bin müde“ ist falsch, richtig ist „…, weil ich müde bin“.
  • Im Gespräch hört man oft „weil ich hab keine Zeit“. Das ist Umgangssprache – im Aufsatz gehört das Verb nach weil ans Ende.
  • Ein Satz mit weil darf vorn stehen: „Weil ich müde bin, bleibe ich hier.“ Mit denn geht das nicht, der Grund kommt immer danach.

Tipp

Schreib denselben Grund zweimal: einmal mit weil, einmal mit denn. Markier dann das gebeugte Verb – so siehst du, wie es wandert.

Üben

6 Aufgaben
  1. Weil oder denn? Schau, wo das gebeugte Verb steht, und setz ein.

    1. Ich nehme einen Schirm mit, es regnet gleich.
    2. Tim ist froh, er das Spiel gewonnen hat.
    3. Lea lacht, der Film ist lustig.
    4. Wir bleiben drinnen, es draußen kalt ist.
    5. ich Hunger habe, esse ich einen Apfel.
    6. Mia übt jeden Tag, sie will gewinnen.
  2. Derselbe Grund, einmal mit weil, einmal mit denn. Setz die beiden Wörter in der richtigen Reihenfolge ein.

    1. weil ich krank bin → denn ich
    2. weil sie Ferien hat → denn sie
    3. weil der Bus gleich kommt → denn der Bus
    4. denn er hat Hunger → weil er
    5. denn es ist spät → weil es
  3. Nach welchen Wörtern folgt ein Nebensatz mit dem Verb am Ende? Kreise sie ein.

    • weil
    • denn
    • dass
    • aber
    • obwohl
    • und
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Weil und denn bedeuten fast dasselbe, deshalb ist auch der Satzbau gleich.
    2. Nach weil steht das gebeugte Verb am Ende.
    3. „…, denn ich habe keine Zeit“ ist richtig.
    4. „…, weil ich habe keine Zeit“ ist im Aufsatz richtig.
    5. „Denn es regnet, bleibe ich drinnen“ ist ein richtiger Satz.
    6. Denn ist eine nebenordnende Konjunktion.
  5. Schreib hinter das Wort: nebenordnend, unterordnend (beides Konjunktionen) oder Präposition.

    1. denn →
    2. weil →
    3. wegen →
    4. obwohl →
    5. aber →
    6. trotz →
  6. Sag den Grund ohne Verb: mit wegen und dem Genitiv.

    1. Wir bleiben drinnen, weil es regnet. → Wir bleiben wegen drinnen.
    2. Das Spiel fällt aus, weil es stürmt. → Das Spiel fällt wegen aus.
    3. Tim friert, weil es kalt ist. → Tim friert wegen .
    4. Lea schläft schlecht, weil es laut ist. → Lea schläft wegen schlecht.

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Weil und denn bedeuten dasselbe. Also ist es egal? Nein!

Erklärung

Beide nennen einen Grund. Das stimmt. Aber sie bauen den Satz anders. Mit denn: Ich bleibe hier, denn ich bin müde. Danach kommt ein ganz normaler Satz: bin steht an zweiter Stelle. Mit weil: Ich bleibe hier, weil ich müde bin.

Jetzt wandert bin ans Ende. Weil schickt das Verb nach hinten. Denn ist nebenordnend: danach ein Hauptsatz. Weil ist unterordnend: ein Nebensatz. Nebenordnend sind auch und, oder, aber und sondern. Unterordnend sind auch dass, obwohl, wenn und als. Verb ans Ende!

Oft hört man: weil ich bin müde. Im Aufsatz ist das falsch. Weil darf auch vorn stehen: Weil ich müde bin, bleibe ich hier. Mit denn geht das nicht. Der Grund kommt immer danach. Und in beiden Fällen steht davor ein Komma.

Auch wegen nennt einen Grund, ganz ohne Verb: wegen des Regens.

Beispiele

Zweites Beispiel: Lea trägt eine Jacke. Der Grund: Es ist kalt. Mit denn bleibt alles, wie es war: denn es ist kalt. Probe: ist steht an zweiter Stelle. Ein Hauptsatz. Mit weil wandert ist ans Ende: weil es kalt ist.

Probe: Das Verb steht ganz hinten. Also ein Nebensatz. Und umgedreht: Weil es kalt ist, trägt Lea eine Jacke. Ganz ohne Verb geht es mit wegen: wegen der Kälte. Drei Wege, ein Grund: denn, weil und wegen. Nur das Verb wandert.

Dein Zug

Dein Zug: Tim lacht, … er froh ist. Weil oder denn? Das Verb steht am Ende: weil.

Zum Schluss

Gleicher Grund, anderer Bau: denn ich bin müde, weil ich müde bin. Merk dir: Weil schickt das Verb ans Ende. Denn lässt es stehen. Zum Üben: Schreib denselben Grund zweimal, einmal mit weil, einmal mit denn. Nächste Frage: Wie zerlegt man einen Satz in Satzglieder?

Danach

Deutsch · Klasse 6 Wie zerlegt man einen Satz in Satzglieder?

Mehr aus „Wortarten und Formen“