Klasse 5 › Physik › Magnetismus und Strom
Was passiert, wenn man einen Magneten zerbricht?
Beim Abspielen lädt der Player von YouTube (youtube-nocookie.com). Details in der Datenschutzerklärung.
Zerbricht ein Magnet, entstehen zwei kleinere, vollständige Magnete – jeder wieder mit Nordpol und Südpol. Einen Magneten mit nur einem Pol gibt es nicht. Das erklärt das Modell der Elementarmagnete: Im Magneten zeigen winzige Magnete alle in dieselbe Richtung, und diese Ordnung bleibt in jedem Bruchstück erhalten.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Zwei Pole – immer
Jeder Magnet hat einen Nordpol (N) und einen Südpol (S). Gleiche Pole stoßen sich ab, ungleiche ziehen sich an. Zerbricht ein Stabmagnet, bekommst du keinen einzelnen Nordpol und keinen einzelnen Südpol, sondern zwei kleinere, vollständige Magnete – jeder wieder mit N und S. Das erklärt das Modell der Elementarmagnete.
Aus einem Magneten werden zwei
Oben der ganze Magnet, unten die zwei Bruchstücke: Beide haben N und S.
Modell der Elementarmagnete
Jeder Pfeil ist ein winziger Magnet. Im Eisen zeigen sie wild durcheinander, im Magneten in dieselbe Richtung.
Eine Nadel magnetisieren
- Vorsicht: Die Nadel ist spitz. Magnete nie selbst zerbrechen, kleine Magnete nie in den Mund nehmen.
- Mit einem Pol des Magneten etwa 20-mal über die Nadel streichen – immer in dieselbe Richtung.
- Den Magneten am Ende jedes Strichs weit abheben.
- Prüfen: Die Nadel zieht jetzt eine Büroklammer an; ein Ende zieht den Nordpol eines Kompasses an, das andere stößt ihn ab.
Magnetisieren heißt: die Elementarmagnete ordnen.
Typische Falle
- Falsch: „Ein halber Magnet hat nur noch einen Pol.“
- Richtig: Jedes Stück hat N und S, weil die geordneten Elementarmagnete in jedem Stück weiter in dieselbe Richtung zeigen.
- Entmagnetisieren: Erhitzen, kräftige Schläge oder Streichen hin und her bringen die Ordnung durcheinander.
Tipp
Denk an eine Reihe gleich ausgerichteter Pfeile: Schneidest du sie in der Mitte durch, zeigen beide Hälften immer noch in dieselbe Richtung.
Üben
4 Aufgaben
Ein Stabmagnet S–N zerbricht in zwei Stücke. Welcher Pol entsteht an der Bruchstelle? Schreib N oder S.
- Stelle 1:
- Stelle 2:
Ergänze.
- Zwei Südpole sich ab.
- In unmagnetisiertem Eisen liegen die Elementarmagnete .
- Beim Magnetisieren werden die Elementarmagnete .
- Man streicht immer in Richtung.
Stimmt das? Kreuz an.
- Stark erhitzt verliert ein Magnet seine Kraft.
- Schlägt man oft mit dem Hammer auf einen Magneten, wird er schwächer.
- Streicht man hin und her, wird die Nadel besonders stark magnetisch.
- Ein Nordpol und ein Südpol stoßen sich ab.
- Zerbricht ein Magnet, hat ein Stück nur den Nordpol.
Was passiert mit den Elementarmagneten? Verbinde.
- in eine Richtung streichen
- stark erhitzen
- Magnet zerbrechen
- geraten durcheinander
- bleiben geordnet
- werden geordnet
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Zerbrochen: ein Stück nur Nordpol, eins nur Südpol? Nein!
Erklärung
Jeder Magnet hat zwei Pole: einen Nordpol und einen Südpol. Der Nordpol zeigt nach Norden, wenn sich der Magnet frei drehen kann. Gleiche Pole stoßen sich ab, ungleiche ziehen sich an. Jetzt bricht der Magnet durch. Was ist an der Bruchstelle?
Überraschung: Dort entstehen neue Pole. Du hast zwei ganze Magnete. Bricht er noch einmal, hat wieder jedes Stück Nord- und Südpol. Warum? Im Eisen stecken winzige Magnete, die Elementarmagnete. In normalem Eisen zeigen sie wild durcheinander. Ihre Wirkung hebt sich auf.
Im Magneten zeigen alle in dieselbe Richtung. So entstehen die Pole. Beim Zerbrechen bleibt diese Ordnung. Jedes Stück ist wieder ein Magnet. Gegenprobe: Einen Magneten mit nur einem Pol fand noch niemand.
Beispiele
Probe zum Selbermachen: Nähnadel, Stabmagnet und Kompass. Die Nadel ist aus Stahl. Eine Büroklammer hebt sie noch nicht hoch. Streich mit einem Pol zwanzigmal darüber, immer in dieselbe Richtung. Am Ende jedes Strichs hebst du den Magneten weit ab.
Dabei drehen sich die Elementarmagnete der Nadel in eine Richtung. Test: Jetzt hebt die Nadel eine Büroklammer hoch. Ein Nadelende zieht den Kompass-Nordpol an, das andere stößt ihn ab. Die Nadel hat Nord- und Südpol. Sie ist ein Magnet.
Streichst du hin und her, gerät alles durcheinander. Dann klappt es nicht. Auch Hitze und harte Schläge zerstören die Ordnung. Der Magnet wird schwach.
Dein Zug
Dein Zug: Ein Stabmagnet zerbricht in drei Stücke. Wie viele Pole gibt es? Sechs, jedes Stück hat zwei.
Zum Schluss
Eisen: ungeordnet. Magnet: geordnet. Streichen ordnet, Hitze bringt durcheinander. Merk dir: Ein zerbrochener Magnet ergibt zwei Magnete mit je zwei Polen. Zum Üben: Streich eine Nadel zwanzigmal über einen Magneten und prüf beide Enden. Nächste Frage: Warum bekommen Vögel auf der Stromleitung keinen Schlag?
Danach


