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Klasse 7 › Erdkunde › Die Erde und ihre Zonen

Wie entsteht ein Hurrikan?

Erdkunde Klasse 7 Die Erde und ihre Zonen

Neu: Dieses Video läuft schon hier, bevor es auf YouTube erscheint.

Kurz gesagt

Ein Hurrikan entsteht über tropischen Meeren, die wärmer als etwa 26 °C sind: Warme, feuchte Luft steigt auf, bildet Gewitterwolken und gibt dabei Wärme frei, am Boden strömt Luft nach und beginnt durch die Erddrehung zu kreisen. In der Mitte liegt das fast windstille Auge. Am stärksten tobt der Wind in der Wolkenwand direkt darum herum.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Ein Motor aus warmem Wasser

Tropische Wirbelstürme entstehen über Meeren, die wärmer als etwa 26 °C sind. Dort verdunstet viel Wasser, warme, feuchte Luft steigt auf und bildet riesige Gewitterwolken. Dabei wird Wärme frei, die Luft steigt noch schneller, und am Boden strömt Luft nach. Die Erddrehung lenkt diese Luft ab, sie beginnt zu kreisen – auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn. In der Mitte entsteht das Auge: fast windstill und wolkenarm. Die stärksten Winde toben in der Wolkenwand direkt um das Auge. Über Land oder kaltem Wasser fehlt der Nachschub, der Sturm wird schwächer.

Querschnitt durch einen Hurrikan

Warme, feuchte Luft strömt am Boden ein, steigt in der Wolkenwand auf und strömt oben aus. Im Auge sinkt Luft ab – dort ist es ruhig.

Wind quer durch einen Hurrikan (Schema)

Im Auge ist es fast windstill – direkt daneben am stürmischsten.

Saffir-Simpson-Skala

KategorieWind in km/h
1119–153
2154–177
3178–208
4209–251
5über 251

Typische Falle

  • Falsch: Im Auge des Hurrikans ist der Sturm am stärksten.
  • Richtig: Das Auge ist ruhig. Am stärksten ist der Wind in der Wolkenwand darum herum.
  • Namen: Hurrikan (Atlantik, Nordostpazifik), Taifun (Nordwestpazifik), Zyklon (Indischer Ozean, Südwestpazifik).

Gefahren und Schutz

  • An der Küste ist die Sturmflut meist die größte Gefahr, dazu Starkregen und Überschwemmungen.
  • Warnungen der Behörden ernst nehmen, bei Evakuierung sofort ins Landesinnere.
  • Drinnen weg von Fenstern bleiben – auch wenn es im Auge still wird.
  • Nach dem Sturm nicht durch Hochwasser laufen, Stromleitungen meiden.

Üben

4 Aufgaben
  1. Lies im Windprofil (Schema) ab.

    1. Im Auge (0 km) weht der Wind nur mit etwa km/h.
    2. Am stärksten ist der Wind etwa km vom Zentrum entfernt.
    3. Dort erreicht er etwa km/h.
    4. 150 km vom Zentrum weht er noch mit etwa km/h.
  2. Ordne mit der Saffir-Simpson-Skala ein: Welche Kategorie?

    1. Wind 130 km/h: Kategorie
    2. Wind 160 km/h: Kategorie
    3. Wind 190 km/h: Kategorie
    4. Wind 260 km/h: Kategorie
  3. Wie heißt der Wirbelsturm dort? Schreib Hurrikan, Taifun oder Zyklon.

    1. Karibik und Golf von Mexiko:
    2. Vor Japan und den Philippinen:
    3. Golf von Bengalen, vor Indien:
    4. Vor der Pazifikküste Mexikos:
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Hurrikane entstehen über warmen Meeren.
    2. Die Sturmflut ist an der Küste eine der größten Gefahren.
    3. Wird es mitten im Sturm still, ist er vorbei und man kann rausgehen.
    4. Im Nordatlantik gibt es Hurrikane vor allem im Winter.
    5. Bei einer Evakuierung sollte man sofort die Küste verlassen.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Im Auge des Hurrikans tobt der Sturm am stärksten? Falsch!

Erklärung

Ein Hurrikan beginnt über warmem Meer: wärmer als etwa 26 Grad. Dort verdunstet viel Wasser. Warme, feuchte Luft steigt auf. Riesige Gewitterwolken wachsen in die Höhe. Dabei wird Wärme frei. Ein Kreislauf: Je mehr Wärme frei wird, desto stärker der Sog.

Am Boden strömt immer neue Luft nach, von allen Seiten. Die Erddrehung lenkt diese Luft ab. Sie beginnt zu kreisen. Auf der Nordhalbkugel dreht sich der Wirbel gegen den Uhrzeigersinn. Direkt am Äquator lenkt die Erddrehung kaum ab. Dort entsteht keiner.

In der Mitte entsteht das Auge. Dort sinkt die Luft ab. Im Auge ist es fast windstill. Oft sieht man sogar blauen Himmel. Am stärksten tobt der Wind in der Wolkenwand direkt ums Auge. Gegenprobe im Windprofil: im Auge kaum Wind, daneben über 200 Stundenkilometer.

Über Land fehlt das warme Wasser. Der Hurrikan wird schwächer. Im Atlantik heißt er Hurrikan, im Westpazifik Taifun, im Indischen Ozean Zyklon.

Beispiele

Wie stark ist ein Hurrikan? Das zeigt die Saffir-Simpson-Skala. Ab 119 Kilometern pro Stunde ist es ein Hurrikan, Kategorie 1. Ein Sturm mit 190 Kilometern pro Stunde liegt zwischen 178 und 208. Also Kategorie 3: ein schwerer Hurrikan.

An der Küste ist oft die Sturmflut die größte Gefahr. Darum: Warnungen ernst nehmen. Heißt es Evakuierung, sofort ins Landesinnere. Im sicheren Haus bleibst du drinnen, weg von den Fenstern. Wird es plötzlich still, ist das oft nur das Auge. Drinnen bleiben!

Im Nordatlantik ist Hurrikansaison von Juni bis November.

Dein Zug

Dein Zug: Wo weht der Wind am stärksten, im Auge oder in der Wolkenwand? In der Wolkenwand.

Zum Schluss

Auge: ruhig, die Luft sinkt. Wolkenwand: stärkster Wind, die Luft steigt. Merk dir: Über warmem Meer steigt feuchte Luft auf und kreist. Zum Üben: Zeichne einen Hurrikan im Querschnitt. Mit Auge, Wolkenwand und aufsteigender Luft. Nächste Frage: Warum regnet es im Regenwald fast jeden Nachmittag?

Danach

Erdkunde · Klasse 7 Warum regnet es im Regenwald fast jeden Nachmittag?

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