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Klasse 7 › Deutsch › Verben, Modi und Rede

Wie gibt man indirekte Rede wieder?

Deutsch Klasse 7 Verben, Modi und Rede

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Kurz gesagt

Indirekte Rede gibst du mit drei Schritten wieder: Begleitsatz („Mia sagt, …“), Pronomen anpassen (ich → sie) und Verb in den Konjunktiv I (bin → sei). Aus „Ich bin krank“ wird „Mia sagt, sie sei krank“ – ohne Anführungszeichen. Klingt der Konjunktiv I wie der Indikativ, nimmst du den Konjunktiv II: sie hätten.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Weitersagen, was andere gesagt haben

In der wörtlichen Rede steht genau, was jemand gesagt hat, in Anführungszeichen. In der indirekten Rede gibst du es wieder, ohne Anführungszeichen, mit einem Begleitsatz und im Konjunktiv I. Der Konjunktiv zeigt: Das hat jemand anderes gesagt, nicht ich. Die Pronomen passt du an: Aus Mias „ich“ wird „sie“.

So formst du um

  1. Begleitsatz: Mia sagt, …
  2. Pronomen wechseln: ich → sie, mein → ihr.
  3. Verb in den Konjunktiv I: ist → sei, hat → habe.
  4. Sieht der Konjunktiv I aus wie der Indikativ, nimm den Konjunktiv II: sie haben → sie hätten.

Mia: „Ich bin krank.“ → Mia sagt, sie sei krank.

Konjunktiv I (er, sie, es)

  • sein → er sei
  • haben → sie habe
  • kommen → er komme
  • können → sie könne
  • werden → es werde

Fragen und Bitten

  • Ja-Nein-Frage mit ob: Tim fragt, ob ich mitkomme.
  • W-Frage mit dem Fragewort: Lea fragt, wann der Film beginne.
  • Aufforderung mit sollen: Er sagt, ich solle warten.

Typische Falle

  • Nicht: Mia sagt, ich bin krank. – Das ist wörtliche Rede ohne Zeichen.
  • Sondern: Mia sagt, sie sei krank.
  • Nicht: Sie sagen, sie haben Zeit. Sondern: sie hätten Zeit.

Tipp

Stell dir vor, du erzählst es einer dritten Person, die nicht dabei war. Dann merkst du sofort, welches Pronomen passt.

Üben

5 Aufgaben
  1. Setz das Verb in Klammern im Konjunktiv I ein.

    1. Er sagt, er müde. (sein)
    2. Sie sagt, sie keine Zeit. (haben)
    3. Tom sagt, er später. (kommen)
    4. Mia meint, sie gut schwimmen. (können)
    5. Der Trainer sagt, das Spiel um drei. (beginnen)
  2. Setz die passenden Wörter ein.

    1. Mia: „Ich habe mein Heft vergessen.“ → Mia sagt, habe Heft vergessen.
    2. Tom: „Ich komme mit meinem Bruder.“ → Tom sagt, komme mit Bruder.
    3. Ben: „Mein Hund ist krank.“ → Ben sagt, Hund sei krank.
    4. Lea: „Ich war gestern im Kino.“ → Lea sagt, gestern im Kino gewesen.
  3. Gib die Frage indirekt wieder. Setz ein: ob, wann oder wo.

    1. Tim fragt: „Kommst du mit?“ → Tim fragt, ich mitkomme.
    2. Lea fragt: „Wann beginnt der Film?“ → Lea fragt, der Film beginne.
    3. Oma fragt: „Hast du Hunger?“ → Oma fragt, ich Hunger habe.
    4. Paul fragt: „Wo ist mein Schlüssel?“ → Paul fragt, sein Schlüssel sei.
  4. Stimmt das für die indirekte Rede? Kreuze an.

    1. Die indirekte Rede hat einen Begleitsatz.
    2. Die indirekte Rede steht in Anführungszeichen.
    3. Das Verb steht im Konjunktiv.
    4. Die Pronomen werden angepasst.
    5. Die indirekte Rede steht immer im Präteritum.
  5. Konjunktiv I sieht hier aus wie der Indikativ. Setz die Ersatzform im Konjunktiv II ein.

    1. Sie sagen, sie keine Zeit. (haben)
    2. Die Kinder sagen, sie morgen. (kommen)
    3. Die Schüler meinen, sie das schon. (können)
    4. Die Nachbarn sagen, sie oft Besuch. (bekommen)

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Anführungszeichen weg, fertig ist die indirekte Rede? Falsch!

Erklärung

Wörtliche Rede: Mia sagt: Ich bin krank. Genau ihre Worte, in Anführungszeichen. Zeichen weg? Mia sagt, ich bin krank. Wer ist jetzt krank? Jetzt klingt es, als wäre ich krank. Aber das ich war Mia. Indirekte Rede braucht drei Dinge: Begleitsatz, neues Pronomen, Konjunktiv eins.

Erstens der Begleitsatz: Mia sagt. Er verrät, wer spricht. Zweitens das Pronomen: Aus Mias ich wird sie. Drittens das Verb: Aus bin wird sei. Das ist Konjunktiv eins. Zusammen: Mia sagt, sie sei krank. Keine Zeichen, kein Missverständnis.

Warum Konjunktiv? Er zeigt: Das sagt Mia, ich gebe es nur weiter. Konjunktiv eins bildest du vom Stamm plus e: er komme, sie habe. Klingt er wie der Indikativ, sie haben, nimm Konjunktiv zwei: sie hätten. Gegenprobe: Ohne Konjunktiv und neues Pronomen wüsste niemand, wer was gesagt hat.

Beispiele

Neues Interview: Ben, Torwart der Schulmannschaft. Kommt bei dir vielleicht später. Ben sagt: Ich bin seit drei Jahren im Team. Indirekt: Ben sagt, er sei seit drei Jahren im Team. Zweiter Satz: Mein Trainer hat immer gute Ideen.

Mein wird sein, hat wird habe: Sein Trainer habe immer gute Ideen. Dritter Satz: Wir haben am Samstag ein Spiel. Sie haben klingt wie Indikativ. Darum: Sie hätten am Samstag ein Spiel. Und die Reporterin fragt: Bist du aufgeregt? Indirekt mit ob.

Sie fragt, ob er aufgeregt sei. Das ob ersetzt die Frage. So klingt dein Bericht sachlich, und jeder weiß, wer was gesagt hat.

Dein Zug

Dein Zug: Jonas sagt: Ich habe Hunger. Indirekt? Jonas sagt, er habe Hunger.

Zum Schluss

Wörtliche Rede zeigt die Worte, indirekte Rede gibt sie weiter. Merk dir: Indirekte Rede braucht Begleitsatz, neues Pronomen und Konjunktiv eins. Zum Üben: Schreib drei Sätze aus einem Interview um. Er sagt, er sei … Nächste Frage: Was ist ein Attribut?

Danach

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