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Klasse 5 › Physik › Schall und Hören

Ab wie viel Dezibel wird es gefährlich?

Physik Klasse 5 Schall und Hören

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Kurz gesagt

Gefährlich wird Lärm schon ab etwa 85 Dezibel, wenn er lange dauert – lange bevor es wehtut. Die Schmerzgrenze liegt bei etwa 120 Dezibel, dort kann schon ein einzelner Knall schaden. Lärm zerstört feine Sinneszellen im Innenohr, und die wachsen nicht nach. Zehn Dezibel mehr klingen etwa doppelt so laut.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Lautstärke in Dezibel

Die Lautstärke misst man mit einem Schallpegelmesser in Dezibel (dB). 0 dB ist die Hörschwelle: So leise ist ein Geräusch, das man gerade noch hört. Die Skala steigt nicht gleichmäßig: 10 dB mehr empfinden wir etwa als doppelt so laut. Hörst du lange Zeit Geräusche ab etwa 85 dB, können die feinen Sinneszellen im Innenohr kaputtgehen. Sie wachsen nicht nach – ein Hörschaden bleibt.

Wie laut ist das?

Ungefähre Werte, je nach Abstand zur Schallquelle.

Wann wird es gefährlich?

Ab etwa 85 dB schadet es, wenn es lange dauert. Ab etwa 120 dB (Schmerzgrenze) kann schon ein einziger Knall das Gehör schädigen.

Typische Falle

  • Falsch: „Laut ist erst gefährlich, wenn es wehtut.“
  • Schon Stunden mit 85 dB schaden, ohne dass es wehtut.
  • Warnzeichen: Pfeifen oder Rauschen im Ohr danach, dumpfes Hören.

So schützt du dein Gehör

  • Kopfhörer: höchstens 60 % Lautstärke, höchstens 60 Minuten am Stück (60/60-Regel).
  • Bei Konzerten und Feuerwerk Gehörschutz tragen, Abstand zu Boxen und Böllern.
  • Nach lautem Lärm dem Ohr Ruhe gönnen.

Schutz für die Ohren

  • Gehörschutz bei Konzert und Feuerwerk
  • Kopfhörer: 60/60-Regel

Tipp

Musst du dich anschreien, um dich auf einen Meter Abstand zu verstehen, ist es zu laut – dann ist Gehörschutz dran.

Üben

4 Aufgaben
  1. Mia misst mit einer Handy-App an drei Orten. Schreib in die letzte Spalte „ja“ oder „nein“: Braucht man bei langem Aufenthalt Gehörschutz?

    OrtMesswertGehörschutz nötig?
    Klassenzimmer in der Pause70 dB
    Schwimmhalle beim Wettkampf88 dB
    Werkstatt mit Kreissäge100 dB
    Bibliothek35 dB
  2. Ergänze.

    1. Lautstärke misst man in .
    2. Auf Dauer schädlich ist Lärm ab etwa dB.
    3. Die Schmerzgrenze liegt bei etwa dB.
    4. 100 dB klingen etwa doppelt so laut wie dB.
  3. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Solange es nicht wehtut, schadet Lärm nicht.
    2. Kopfhörer höchstens auf 60 % und höchstens 60 Minuten am Stück.
    3. Ein Hörschaden heilt nach ein paar Wochen von selbst.
    4. Ein Böller direkt neben dem Ohr kann sofort einen Hörschaden machen.
    5. Pfeift es nach dem Konzert im Ohr, war es zu laut.
  4. Wie laut ist das ungefähr? Verbinde.

    • Flüstern
    • Gespräch
    • Presslufthammer
    • Düsenflugzeug beim Start, nah
    • 100 dB
    • 30 dB
    • 130 dB
    • 60 dB

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Erst gefährlich, wenn es wehtut? Nein, der Schaden kommt vorher.

Erklärung

Lautstärke misst man mit einem Schallpegelmesser, und zwar in Dezibel. Null Dezibel ist die Hörschwelle: gerade eben noch hörbar. Flüstern hat etwa dreißig Dezibel, ein Gespräch etwa sechzig. Straßenverkehr etwa achtzig, Presslufthammer hundert, Rockkonzert hundertzehn.

Vorsicht, die Skala täuscht: Zehn Dezibel mehr klingen etwa doppelt so laut. Siebzig Dezibel klingen also etwa doppelt so laut wie sechzig. Im Innenohr sitzen feine Sinneszellen. Sie melden jeden Ton ans Gehirn. Zu viel Lärm macht sie kaputt. Sie wachsen nie nach.

Entscheidend sind zwei Dinge: wie laut und wie lange. Ab etwa fünfundachtzig Dezibel schadet Lärm, wenn er lange dauert. Ab etwa hundertzwanzig Dezibel tut es weh. Das ist die Schmerzgrenze. Gegenprobe: Fünfundachtzig Dezibel tun nicht weh und schaden trotzdem.

Warnzeichen danach: Es pfeift oder rauscht im Ohr.

Beispiele

Probe: Mia misst mit einer Handy-App an drei Orten. Im Kinderzimmer: fünfzig Dezibel. Das ist ganz harmlos. In der Turnhalle beim Ballspiel: achtzig. Laut, aber noch unter der Grenze. Vor der Bühne beim Stadtfest: fünfundneunzig. Für Stunden dort braucht sie Gehörschutz.

Ihre Auswertung: Gehörschutz nur vor der Bühne. Der Rest liegt unter fünfundachtzig. Ein Böller aus der Nähe: rund hundertfünfzig Dezibel. Ein Knall kann reichen. Und Kopfhörer? Die Sechzig-sechzig-Regel: höchstens sechzig Prozent, höchstens sechzig Minuten. Bei Konzert und Feuerwerk: Gehörschutz tragen und Abstand halten.

Faustregel: Musst du auf einen Meter schreien, ist es zu laut.

Dein Zug

Dein Zug: Zwei Stunden Konzert mit fünfundneunzig Dezibel, tut nicht weh. Gefährlich? Ja, über fünfundachtzig schadet es.

Zum Schluss

Unter fünfundachtzig harmlos, darüber schädlich auf Dauer, ab hundertzwanzig sofort. Merk dir: Lärm schadet ab etwa fünfundachtzig Dezibel, lange bevor es wehtut. Zum Üben: Miss an drei Orten die Lautstärke und notier, wo du Gehörschutz brauchst. Nächste Frage: Warum zieht ein Magnet nicht alle Metalle an?

Danach

Physik · Klasse 5 Warum zieht ein Magnet nicht alle Metalle an?

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