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Klasse 5 › Biologie › Nutz- und Haustiere

Stammt jeder Hund vom Wolf ab?

Biologie Klasse 5 Nutz- und Haustiere

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Kurz gesagt

Ja, jeder Hund stammt vom Wolf ab – der winzige Chihuahua genauso wie die riesige Dogge. Vor mindestens 15 000 Jahren kamen Wölfe an die Lager der Menschen, die zahmsten blieben, und über viele Generationen wurde aus dem Wildtier ein Haustier (Domestikation). Später wählten Menschen gezielt aus, welche Tiere Junge bekommen: Durch diese Zucht entstanden die Rassen.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Vom Wildtier zum Haustier

Alle Hunde stammen vom Wolf ab – der Chihuahua genauso wie die Dogge. Vor mindestens 15 000 Jahren lebten Wölfe in der Nähe von Menschen und fraßen deren Abfälle. Die Menschen duldeten die zahmsten Tiere, die halfen beim Jagen und Bewachen. Aus diesen Wölfen wurden über viele Generationen Hunde. Diesen Weg vom Wildtier zum Haustier nennt man Domestikation.

So entstehen durch Zucht Rassen

  1. Menschen wählen Tiere mit einem gewünschten Merkmal aus (klein, schnell, gutes Wachtier).
  2. Nur diese Tiere bekommen miteinander Junge.
  3. Unter den Jungen wählen sie wieder die passendsten aus.
  4. Nach vielen Generationen ist das Merkmal fest: eine neue Rasse.

Zucht heißt: Der Mensch wählt aus, wer Nachwuchs bekommt.

Wolf und Hund im Vergleich

WolfHund
Ohrenstehen immerstehen oder hängen
Rutehängt meist gerade heraboft hoch oder geringelt
FutterBeutetiereFleisch und stärkehaltiges Futter
Verhaltenscheu, lebt im Rudelsucht Menschen, bellt viel

Körpersprache, die Wolf und Hund gemeinsam haben

SignalBedeutung
Zähne zeigen, knurrenDrohung: Halt Abstand!
Schwanz eingeklemmt, Ohren angelegtAngst oder Unterwerfung
Vorderkörper tief, Hinterteil hochAufforderung zum Spielen

Typische Falle

  • Falsch: Kleine Hunderassen haben mit dem Wolf nichts zu tun.
  • Richtig: Auch ein Chihuahua ist ein gezüchteter Nachfahre des Wolfs.
  • Ein Rudel ist beim Wolf eine Familie: Elternpaar mit seinen Jungen.

Tipp

Wölfe leben seit dem Jahr 2000 wieder in Deutschland und stehen unter Schutz. Begegnest du einem: stehen bleiben, Abstand halten, nicht füttern.

Üben

4 Aufgaben
  1. Welcher Begriff ist gemeint?

    1. Der Weg vom Wildtier zum Haustier:
    2. Menschen wählen aus, welche Tiere Junge bekommen:
    3. Hunde mit gleichen, gezüchteten Merkmalen bilden eine .
    4. Die Familie der Wölfe heißt .
  2. Wolf oder Hund? Schreib das passende Tier.

    1. Die Ohren hängen herab:
    2. Meidet Menschen und jagt im Rudel Hirsche:
    3. Die Rute ist hoch über dem Rücken geringelt:
    4. Frisst fast nur Beutetiere:
  3. Was bedeutet das Signal? Verbinde.

    • Zähne zeigen, knurren
    • Schwanz eingeklemmt
    • Vorn tief, hinten hoch
    • Ohren gespitzt, nach vorn
    • Aufmerksamkeit
    • Angst
    • Drohung
    • Spielaufforderung
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Dackel und Schäferhund haben denselben Vorfahren.
    2. Wölfe haben oft Schlappohren.
    3. Bei der Zucht wählt der Mensch die Eltern der Jungen aus.
    4. Ein eingeklemmter Schwanz zeigt, dass der Hund sich freut.
    5. Hunde gibt es erst seit etwa 200 Jahren.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Ein Chihuahua stammt doch nicht vom Wolf ab! Falsch.

Erklärung

Jeder Hund stammt vom Wolf ab, vom Riesen bis zum Winzling. Vor mindestens fünfzehntausend Jahren kamen Wölfe an die Lager der Menschen. Dort lagen Essensreste. Die zahmsten Wölfe trauten sich am nächsten heran. Die Menschen duldeten die zahmen Tiere. Die halfen beim Jagen und Bewachen.

Über viele Generationen wurde so aus dem Wildtier ein Haustier: Domestikation. Später wählten Menschen aus, welche Tiere Junge bekommen. Das heißt Zucht. Auswählen, Junge, wieder auswählen. Nach vielen Generationen steht eine Rasse. Wollte jemand kleine Hunde, paarte er immer die kleinsten. Generation für Generation.

So entstand am Ende auch der winzige Chihuahua. Andere wählten große, starke Tiere aus. So entstand die Dogge. Gegenprobe: Hund und Wolf können sogar zusammen Junge bekommen. Heute gibt es Hunderte Rassen. Alle haben denselben Vorfahren.

Beispiele

Jetzt vergleichen wir Wolf und Hund in vier Punkten. Erstens die Ohren: Beim Wolf stehen sie immer. Viele Hunde haben Schlappohren. Zweitens die Rute: beim Wolf meist hängend, beim Hund oft hoch geringelt. Drittens das Futter: Der Wolf jagt Beute. Hunde fressen auch Getreide.

Viertens: Der Wolf ist scheu. Der Hund sucht Menschen und bellt viel. Wölfe leben im Rudel. Das ist eine Familie: Eltern und Junge. Manche Körpersprache ist gleich geblieben. Zähne zeigen heißt bei beiden: Abstand! Vorn tief, hinten hoch heißt bei beiden: Komm, spielen!

Übrigens: Seit dem Jahr 2000 leben wieder Wölfe in Deutschland. Triffst du einen, bleib stehen, halte Abstand und füttere ihn nie.

Dein Zug

Dein Zug: Von welchem Wildtier stammt der Dackel ab? Vom Wolf.

Zum Schluss

Wolf: Stehohren, hängende Rute, scheu. Hund: oft Schlappohren, Ringelrute, zahm. Merk dir: Jeder Hund stammt vom Wolf ab. Die Rassen sind gezüchtet. Zum Üben: Vergleich Wolf und Hund in vier Punkten: Ohren, Rute, Futter, Verhalten. Nächste Frage: Warum sehen Katzen im Dunkeln so gut?

Danach

Biologie · Klasse 5 Warum sehen Katzen im Dunkeln so gut?

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