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Klasse 6 › Deutsch › Wortarten und Formen

Warum heißt es besser und nicht guter?

Deutsch Klasse 6 Wortarten und Formen

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Kurz gesagt

Die meisten Adjektive werden regelmäßig gesteigert, indem du -er und -sten anhängst, doch gut gehört zu den Ausnahmen: gut, besser, am besten. Besser und am besten stammen von einem ganz anderen, uralten Wort ab – im Englischen ist es mit good, better, best genauso. Auch viel und gern werden unregelmäßig gesteigert: viel, mehr, am meisten und gern, lieber, am liebsten.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Drei Stufen

Adjektive kannst du steigern: Positiv (klein), Komparativ (kleiner), Superlativ (am kleinsten). Meist hängst du einfach -er und -sten an. Ein paar sehr häufige Adjektive machen es anders: gut, besser, am besten. Besser und am besten stammen von einem anderen, uralten Wort ab – im Englischen ist es genauso: good, better, best.

Regelmäßig und unregelmäßig

  • klein – kleiner – am kleinsten
  • gut – besser – am besten
  • viel – mehr – am meisten

So steigerst du

  1. Komparativ: Häng -er an: schneller.
  2. Superlativ: am … -sten: am schnellsten.
  3. Kurze Adjektive bekommen oft einen Umlaut: alt → älter → am ältesten.

Nach d, t, s, ß oder z steht meist -esten: am ältesten, am kürzesten. Ausnahme: am größten.

Die drei Unregelmäßigen

  • gut – besser – am besten
  • viel – mehr – am meisten
  • gern – lieber – am liebsten
  • Kleine Besonderheiten: hoch – höher – am höchsten, nah – näher – am nächsten

Typische Falle

  • „Jede Steigerung geht mit -er“ – nicht bei gut, viel und gern. „Guter“ gibt es nur als gebeugte Grundform: ein guter Freund.
  • Vergleich: größer als, aber so groß wie. „Größer wie“ ist Umgangssprache und gilt in der Klassenarbeit als Fehler.
  • Nicht doppelt steigern: „mehr besser“ oder „am bestesten“ gibt es nicht.

Tipp

Steigere zehn Adjektive in drei Spalten und markiere die unregelmäßigen farbig. Die drei wichtigsten sagst du dann im Schlaf auf: gut, viel, gern.

Üben

6 Aufgaben
  1. Steigere die Wörter: Komparativ und Superlativ.

    1. schnell – – am
    2. alt – – am
    3. gut – – am
    4. kurz – – am
    5. viel – – am
    6. gern – – am
  2. Welche Wörter steigert man unregelmäßig? Kreise sie ein.

    • gut
    • klein
    • viel
    • schön
    • gern
    • laut
  3. Als oder wie? Setz ein.

    1. Tim ist größer Lea.
    2. Lea ist so alt Tim.
    3. Heute ist es kälter gestern.
    4. Mein Rad ist genauso schnell deins.
    5. Mathe mag ich lieber Sport.
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Jedes Adjektiv steigert man mit -er und am -sten.
    2. „Guter“ ist der Komparativ von gut.
    3. Es heißt: viel – mehr – am meisten.
    4. „Er ist größer wie ich“ ist in der Klassenarbeit richtig.
    5. Viele kurze Adjektive bekommen beim Steigern einen Umlaut.
  5. In welcher Stufe steht das Adjektiv? Schreib Positiv, Komparativ oder Superlativ.

    1. Tim läuft am schnellsten. →
    2. Lea ist älter als Ben. →
    3. Das Wasser ist kalt. →
    4. Mein Rad ist so schnell wie deins. →
    5. Heute ist der wärmste Tag. →
  6. Tim ist 1,52 m groß, Lea und Ben sind je 1,48 m groß. Ergänze die Vergleiche.

    1. Tim ist als Lea.
    2. Lea ist so wie Ben.
    3. Von den dreien ist Tim am .
    4. Ben ist als Tim.

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Der Kuchen ist guter als gestern. Klingt logisch. Ist aber falsch!

Erklärung

Adjektive kannst du steigern. Klein, kleiner, am kleinsten. Drei Stufen. Die drei Stufen haben Namen: Positiv, Komparativ und Superlativ. Meistens ist es einfach: Häng er an. Schnell wird schneller. Für die Spitze kommt am davor und sten dahinter: am schnellsten.

Kurze Adjektive bekommen oft einen Umlaut: alt, älter, am ältesten. Manchmal kommt noch ein e dazu: am kürzesten. Aber: am größten. Und jetzt gut. Guter? Am gutesten? Klingt komisch. Ist auch falsch. Richtig heißt es: gut, besser, am besten. Ganz andere Wörter!

Warum? Besser und am besten kommen von einem anderen, uralten Wort. Im Englischen ist es genauso: [en]good, better, best.[/en] Auch viel tanzt aus der Reihe: viel, mehr, am meisten. Und gern: gern, lieber, am liebsten. Das sind die großen Drei.

Kleine Besonderheiten: hoch, höher, am höchsten. Nah, näher, am nächsten. Guter gibt es trotzdem: ein guter Freund. Das ist aber keine Steigerung.

Beispiele

Zweites Beispiel: Tim ist 1,52 Meter groß, Lea und Ben je 1,48. Tim ist größer als Lea. Beim Komparativ steht als. Lea ist so groß wie Ben. Bei gleich groß steht wie. Größer wie hört man oft. In der Arbeit zählt es als Fehler.

Und Tim ist von den dreien am größten. Nicht am größesten! Die ganze Reihe: groß, größer, am größten. Der Umlaut kommt dazu. Ich spiele lieber Fußball als Tennis. Am liebsten spiele ich Handball. Und nie doppelt steigern: Mehr besser oder am bestesten gibt es nicht.

Dein Zug

Dein Zug: Deins ist gut, meins ist noch … was? Richtig: besser. Nicht guter!

Zum Schluss

Und der Kuchen vom Anfang? Er ist besser als gestern. Merk dir: Gut steigert man unregelmäßig: gut, besser, am besten. Zum Üben: Steigere zehn Adjektive und markiere die drei unregelmäßigen. Nächste Frage: Wozu braucht man Pronomen?

Danach

Deutsch · Klasse 6 Wozu braucht man Pronomen?

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