Klasse 6 › Deutsch › Wortarten und Formen
Wozu braucht man Pronomen?
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Pronomen stehen für ein Nomen oder begleiten es und sparen dabei nicht nur Wörter: Sie zeigen, wer gemeint ist, wem etwas gehört, und verbinden Sätze zu einem Text. Personalpronomen wie er oder sie, Possessivpronomen wie ihr, Demonstrativpronomen wie dieser und Relativpronomen wie der leiten dabei jeweils Verschiedenes ein. Ein Pronomen muss aber eindeutig sein, sonst ist unklar, wer gemeint ist.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Mehr als eine Abkürzung
Pronomen stehen für ein Nomen oder begleiten es. Sie sparen nicht nur Wörter: Sie zeigen, wer gemeint ist, wem etwas gehört und worauf du zeigst – und sie verbinden Sätze zu einem Text. Ohne Pronomen klingt es holprig: „Lea sucht Leas Hund. Leas Hund liegt unter Leas Bett.“ Mit Pronomen: „Lea sucht ihren Hund. Er liegt unter ihrem Bett.“
Vier wichtige Arten
- Personalpronomen stehen für Personen und Dinge: ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie.
- Possessivpronomen zeigen, wem etwas gehört: mein, dein, sein, ihr, unser, euer.
- Demonstrativpronomen zeigen auf etwas: dieser, jener, der, die, das.
- Relativpronomen leiten einen Relativsatz ein: der, die, das, welcher.
Das Pronomen passt zum Nomen
- Lea → sie
- Tim → er
- der Ball → er
- das Rad → es
Typische Falle
- „Pronomen sind nur etwas für Schreibfaule“ – nein. Sie halten einen Text zusammen: Jedes er, sie oder es zeigt zurück auf ein Nomen, das du schon kennst.
- Ein Pronomen muss eindeutig sein. „Tim sagt zu Ben, dass er gewonnen hat.“ Wer hat gewonnen? Ist es unklar, nennst du lieber den Namen.
- Der, die, das können Artikel oder Pronomen sein. Steht ein Nomen dahinter, ist es ein Artikel: der Hund. Steht das Wort für ein Nomen, ist es ein Pronomen: „Der Hund, der bellt, heißt Bruno.“
Tipp
Mach die Streichprobe: Streich in einem Absatz alle Pronomen und lies vor, was übrig bleibt. Dann hörst du, wie viel Arbeit die kleinen Wörter leisten.
Üben
6 Aufgaben
Welche Wörter sind Pronomen? Kreise sie ein.
- sie
- Hund
- mein
- rennt
- dieser
- schnell
Hier wurden die Pronomen gestrichen. Setz das passende Personalpronomen wieder ein.
- Lea ist krank. bleibt heute zu Hause.
- Der Ball ist weg. Hast du gesehen?
- Das Fahrrad ist neu. glänzt noch.
- Tim und ich spielen Schach. spielen jeden Freitag.
- Ich rufe Oma an und erzähle von der Reise.
- Die Kinder rufen. Der Clown winkt zu.
Welche Art Pronomen ist das Wort hinter dem Pfeil? Personal, Possessiv, Demonstrativ oder Relativ?
- Mia liest ihr Buch. → ihr: pronomen
- Wir gehen ins Kino. → wir: pronomen
- Dieser Hund ist süß. → dieser: pronomen
- Ich mag Filme, die lustig sind. → die: pronomen
- Kannst du mir helfen? → mir: pronomen
- Unser Garten ist groß. → unser: pronomen
Stimmt das? Kreuz an.
- Pronomen sind nur Abkürzungen, damit man weniger schreiben muss.
- Pronomen verbinden Sätze zu einem zusammenhängenden Text.
- Die Wörter mein, dein und sein zeigen, wem etwas gehört.
- In „Tim sagt zu Ben, dass er gewonnen hat“ ist klar, wer gewonnen hat.
- In „Der Hund, der bellt, heißt Bruno“ ist das zweite „der“ ein Relativpronomen.
- Ein Text ohne Pronomen ist leichter zu lesen.
Sein oder ihr? Setz das Possessivpronomen mit der passenden Endung ein.
- Lea sucht Hund.
- Tim packt Tasche.
- Die Kinder holen Räder.
- Das Pferd frisst Heu.
- Ben leiht Lea Buch.
Artikel oder Pronomen? Bestimme das Wort hinter dem Pfeil.
- Der Hund bellt. → Der:
- Das Mädchen, das singt, heißt Mia. → das (zweites):
- Die mag ich nicht. → Die:
- Ich kenne die Frau. → die:
- Der Film, den wir sahen, war toll. → den:
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Pronomen sind nur Abkürzungen für Schreibfaule? Von wegen!
Erklärung
Ohne Pronomen klingt es so: Lea sucht Leas Hund. Leas Hund liegt unter Leas Bett. Holprig, oder? Mit Pronomen: Lea sucht ihren Hund. Er liegt unter ihrem Bett. Schon klingt es flüssig.
Pronomen sparen nicht nur Wörter. Er zeigt zurück: auf den Hund. So halten Pronomen einen Text zusammen. Das ist ihre eigentliche Arbeit. Personalpronomen stehen für Personen und Dinge: ich, du, er, sie, es. Es passt zum Nomen: der Ball wird er, das Rad wird es.
Possessivpronomen zeigen, wem etwas gehört: mein, dein, sein, ihr, unser. Demonstrativpronomen zeigen auf etwas: dieser, jener. Dieser Ball! Relativpronomen leiten einen Nebensatz ein: der Hund, der bellt. Das erste der ist ein Artikel. Das zweite steht für den Hund.
Streich die Pronomen weg: Lea sucht Hund. Liegt unter Bett. Wer liegt?
Beispiele
Zweites Beispiel: Tim sagt zu Ben, dass er gewonnen hat. Wer hat gewonnen? Tim oder Ben? Das er ist nicht eindeutig. Ist es unklar, nimm lieber den Namen: dass Tim gewonnen hat. Noch ein Text: Ben hat einen Ball. Der Ball ist rot.
Ersetz den zweiten Ball: Er ist rot. Der Ball ist männlich: er. Ben kickt seinen Ball weg. Wem gehört er? Ben. Also sein. Gehört der Ball Lea, heißt es: Lea kickt ihren Ball. Vier Arten, ein Ziel: Sie verbinden, zeigen und sagen, wem etwas gehört.
Dein Zug
Dein Zug: Das ist mein Rad. Welche Art Pronomen ist mein? Es zeigt, wem es gehört: Possessivpronomen.
Zum Schluss
Also keine Abkürzung für Faule. Pronomen halten den Text zusammen. Merk dir: Pronomen stehen für Nomen und verbinden Sätze zu einem Text. Zum Üben: Streich in einem Absatz alle Pronomen und lies vor, was übrig bleibt. Nächste Frage: Was ist der Unterschied zwischen weil und denn?
Danach




