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Klasse 7 › Biologie › Der Mensch: Abwehr, Blut, Sinne und Nerven

Warum hört man nach einem Konzert schlechter?

Biologie Klasse 7 Der Mensch: Abwehr, Blut, Sinne und Nerven

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Kurz gesagt

Sehr lauter Schall überlastet die Haarsinneszellen in der Hörschnecke: Ihre feinen Härchen sind erschöpft und knicken um, darum hörst du dumpf und oft mit Piepen. Mit Ruhe erholen sie sich meist – passiert das zu oft, gehen Haarsinneszellen zugrunde, und die wachsen nie nach. Gehörschutz, Abstand zu den Boxen und Pausen schützen dein Gehör.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Die Haarsinneszellen sind überlastet

In der Hörschnecke im Innenohr wandeln Tausende Haarsinneszellen Schwingungen in Signale um. Sehr lauter Schall erschöpft und knickt ihre feinen Härchen: Du hörst dumpf, oft mit Piepen. Nach kurzer Belastung erholen sie sich – zerstörte Haarsinneszellen wachsen aber nie nach.

Der Weg des Schalls

  1. Der Gehörgang leitet den Schall zum Trommelfell, das mitschwingt.
  2. Hammer, Amboss und Steigbügel übertragen die Schwingung ins Innenohr.
  3. In der Hörschnecke wandeln Haarsinneszellen sie in Signale um.
  4. Der Hörnerv leitet die Signale zum Gehirn.

Wie laut ist was? (in Dezibel, dB)

  • Flüstern: etwa 30 dB
  • Gespräch: etwa 60 dB
  • starker Straßenverkehr: etwa 80 dB
  • Konzert, Disco: 100 bis 110 dB
  • Schmerzgrenze: etwa 130 dB
  • Gefährlich wird es ab etwa 85 dB, wenn es lange dauert.

Typische Falle

  • Falsch: Das Ohr gewöhnt sich an Lärm und erholt sich immer vollständig.
  • Richtig: Jede zu laute Stunde kann Haarsinneszellen zerstören, der Schaden summiert sich.
  • Hörschäden tun nicht weh und kommen schleichend.

So schützt du dein Gehör

  • Kopfhörer höchstens auf etwa 60 % Lautstärke und mit Pausen.
  • Im Konzert Gehörschutz tragen und nicht direkt an die Boxen stellen.
  • Nach lautem Abend dem Ohr Ruhe gönnen.
  • Piepen oder dumpfes Hören am nächsten Tag noch da? Zur HNO-Ärztin oder zum HNO-Arzt.

Tipp

Faustregel: Musst du jemanden anschreien, der eine Armlänge entfernt steht, ist es zu laut für dein Ohr.

Üben

4 Aufgaben
  1. Beschrifte Außen- und Mittelohr: Ohrmuschel, Gehörgang, Trommelfell, Gehörknöchelchen.

    1. Ziffer 1:
    2. Ziffer 2:
    3. Ziffer 3:
    4. Ziffer 4:
  2. Beschrifte das Innenohr: Bogengänge, Hörschnecke, Hörnerv.

    1. Ziffer 1:
    2. Ziffer 2:
    3. Ziffer 3:
  3. Ist das für dein Gehör harmlos oder gefährlich? Schreib harmlos oder gefährlich.

    1. Zwei Stunden Unterhaltung mit etwa 60 dB:
    2. Drei Stunden in der ersten Reihe vor den Boxen mit 110 dB:
    3. Kopfhörer jeden Tag stundenlang auf voller Lautstärke:
    4. Flüstern mit etwa 30 dB:
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Zerstörte Haarsinneszellen wachsen wieder nach.
    2. Piepen im Ohr nach dem Konzert ist ein Warnzeichen.
    3. Wer oft laute Musik hört, bekommt ein abgehärtetes Ohr.
    4. Die Haarsinneszellen sitzen in der Hörschnecke.
    5. Einen Hörschaden merkt man immer sofort an Schmerzen.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Nach dem Konzert erholt sich das Ohr immer? Falsch.

Erklärung

Nach dem Konzert hörst du dumpf, oft piept es. Was ist los? Folgen wir dem Schall: durch den Gehörgang bis zum Trommelfell. Das Trommelfell schwingt. Drei Gehörknöchelchen reichen die Schwingung weiter. Im Innenohr liegt die Hörschnecke. Darin sitzen Tausende Haarsinneszellen.

Ihre Härchen biegen sich im Takt und melden es dem Hörnerv. Der Hörnerv bringt die Signale zum Gehirn. Dort hörst du. Bei sehr lautem Schall werden die Härchen erschöpft und knicken um. Wie Gras, über das eine Menge trampelt: Es liegt platt.

Mit Ruhe richten sich die Härchen meist wieder auf. Zu oft, zu laut: Dann gehen Haarsinneszellen zugrunde. Sie wachsen nie nach. Gegenprobe: Gewöhnen heißt nur, du merkst Lärm weniger. Geschützt bist du nicht. Bleibt ein Piepen im Ohr, nennt man das Tinnitus.

Beispiele

Zweites Beispiel: Wie laut ist was? Gemessen wird in Dezibel. Ab etwa 85 Dezibel wird es gefährlich, wenn es lange dauert. Kopfhörer auf voller Lautstärke schaffen oft rund 100 Dezibel, direkt am Ohr. Stundenlang jeden Tag: Der Schaden summiert sich, ganz ohne Schmerz.

Das Tückische: Hörschäden tun nicht weh und kommen schleichend. Faustregel: Kopfhörer höchstens auf etwa 60 Prozent und immer wieder Pausen. Im Konzert hilft Gehörschutz. Und stell dich nicht direkt vor die Boxen. Musst du jemanden auf Armlänge anschreien, ist es zu laut.

Piept es am nächsten Tag noch, lass es bei einer HNO-Ärztin prüfen.

Dein Zug

Dein Zug: Wachsen zerstörte Haarsinneszellen wieder nach? Nein, nie.

Zum Schluss

Überlastet: Die Härchen erholen sich meist. Zerstört: Sie wachsen nie nach. Merk dir: Lärm überlastet die Haarsinneszellen, und zerstörte wachsen nie nach. Zum Üben: Notier eine Woche, wie laut und wie lange du Kopfhörer hörst. Nächste Frage: Warum zieht man die Hand zurück, bevor es wehtut?

Danach

Biologie · Klasse 7 Warum zieht man die Hand zurück, bevor es wehtut?

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