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Klasse 6 › Geschichte › Von der Steinzeit bis Rom

Warum hörten die Menschen auf zu wandern?

Geschichte Klasse 6 Von der Steinzeit bis Rom

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Kurz gesagt

Nach der letzten Eiszeit wuchs im Vorderen Orient viel wildes Getreide, die Menschen legten Vorräte an, säten selbst und zähmten Tiere. Bequemer war das nicht: Ackerbau machte mehr Arbeit als Jagen und Sammeln, dazu kamen Missernten. Aber ein Feld macht viel mehr Menschen satt – und wer Felder hat, muss bleiben. Dieser Wandel heißt Neolithische Revolution.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Nach der Eiszeit

Um 10 000 v. Chr. endete die letzte Eiszeit. Im Vorderen Orient begannen Menschen, Getreide anzubauen und Tiere zu halten. Nach Mitteleuropa kam der Ackerbau erst um 5500 v. Chr.

Kein Zurück

Wer Felder hat, muss bleiben: Die Menschen wurden sesshaft. Mehr Essen, mehr Menschen, mehr Felder – diesen Wandel nennt man Neolithische Revolution.

Wie es dazu kam

  1. Das Klima wird wärmer, wildes Getreide wächst reichlich.
  2. Menschen ernten es, legen Vorräte an und bleiben länger.
  3. Sie säen selbst aus und zähmen Ziegen, Schafe und Rinder.
  4. Mehr Nahrung ernährt mehr Menschen – zurück geht es nicht mehr.

Niemand hat das an einem Tag beschlossen.

Neu in der Jungsteinzeit

  • Langhäuser aus Holz und Lehm
  • Töpfe aus gebranntem Ton für Vorräte
  • Sicheln zum Ernten, Mahlsteine für Mehl
  • Geschliffene Steinbeile zum Bäumefällen
  • Stoffe vom Webstuhl

Typische Falle

  • Falsch: „Sesshaft werden war einfach bequemer.“
  • Ackerbau machte meist mehr Arbeit als Jagen und Sammeln: roden, säen, jäten, ernten, mahlen.
  • Man aß einseitiger. Fiel die Ernte aus, drohte Hunger. Wo Menschen und Tiere eng zusammenleben, verbreiten sich Krankheiten leichter.
  • Der große Vorteil: Ein Feld ernährt viel mehr Menschen als dieselbe Fläche Wald, und Vorräte helfen über den Winter.

Tipp

Frag bei jeder großen Veränderung: Wer hatte Vorteile, wer Nachteile – und warum ging es trotzdem nicht mehr zurück?

Üben

5 Aufgaben
  1. Sesshaft werden: Vorteil oder Nachteil? Schreib Vorteil oder Nachteil.

    1. Vorräte helfen über den Winter:
    2. Die Arbeit auf dem Feld ist hart und dauert lange:
    3. Ein Feld ernährt mehr Menschen als Wald:
    4. Fällt die Ernte aus, droht Hunger:
    5. Feste Häuser schützen vor Kälte und Regen:
    6. Krankheiten von Tieren stecken Menschen an:
  2. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Ackerbau machte weniger Arbeit als Jagen und Sammeln.
    2. Die Menschen beschlossen an einem Tag, sesshaft zu werden.
    3. Der Wandel zog sich über viele Generationen hin.
    4. Mit Feldern und Vorräten gab es auch mehr Streit um Besitz.
    5. Der Hund war das erste Haustier.
    6. In Mitteleuropa gab es früher Bauern als im Vorderen Orient.
  3. Welches Werkzeug brauchte man wofür? Verbinde.

    • Ernte
    • Mehl
    • Vorrat
    • Holz
    • Stoff
    • Tontopf
    • Webstuhl
    • Sichel
    • Steinbeil
    • Mahlstein
  4. Welche Erklärung passt zu welchem Begriff? Verbinde.

    • sesshaft
    • Jungsteinzeit
    • Neolithische Revolution
    • Viehzucht
    • Missernte
    • die Ernte fällt aus
    • Wandel vom Jagen zum Ackerbau
    • an einem festen Ort wohnen
    • Tiere halten und vermehren
    • Zeit der ersten Bauern
  5. Wer lebte so? Schreib Jäger und Sammler oder Bauern.

    1. Sie wohnen in Langhäusern aus Holz und Lehm:
    2. Sie folgen den Tierherden von Lager zu Lager:
    3. Sie bewahren Getreide in Tontöpfen auf:
    4. Ihr Essen ist abwechslungsreich, eine Missernte kennen sie nicht:
    5. Sie halten Ziegen, Schafe und Rinder:

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Sesshaft werden war einfach bequemer? Von wegen.

Erklärung

Lange zogen Menschen umher: zu Pflanzen, zu Tieren, zum nächsten Lager. Um 10.000 vor Christus endete die letzte Eiszeit. Es wurde wärmer. Wärme und Regen: Im Vorderen Orient wuchs reichlich wildes Getreide. Sie ernteten es, legten Vorräte an und blieben länger am Ort.

Dann säten sie selbst: säen, wachsen lassen, ernten. Jedes Jahr. Und sie zähmten Tiere: Ziegen, Schafe und Rinder. Das ist die Jungsteinzeit. Der Wandel heißt Neolithische Revolution. Bis der Ackerbau bei uns ankam, vergingen über 4000 Jahre.

Und Ackerbau heißt Arbeit: roden, säen, jäten, ernten, mahlen. Bauern arbeiteten meist mehr als Jäger und Sammler. Bequemer? Eher nicht. Neue Sorgen: Missernten bringen Hunger, und Krankheiten verbreiten sich leichter. Warum also blieben sie? Weil ein Feld viel mehr Menschen satt macht.

Mehr Essen, mehr Menschen, mehr Felder. Zurück ging es nicht mehr.

Beispiele

Um 5500 vor Christus entstanden auch bei uns die ersten Bauerndörfer. Sie bauten Langhäuser aus Holz und Lehm, oft über 20 Meter lang. Neu waren Töpfe aus Ton, Sicheln zum Ernten und Mahlsteine für Mehl. Mit geschliffenen Steinbeilen fällten sie Bäume für Felder und Häuser.

Vorräte in Töpfen und Gruben brachten sie durch den Winter. Vorteile: Vorräte und feste Häuser. Nachteile: harte Arbeit und Missernten. Mit Feldern und Vorräten gab es Besitz, und auch Streit darum. Übrigens: Das erste Haustier war der Hund, schon bei Jägern und Sammlern.

Brot, Dörfer, Haustiere: Das alles begann in der Jungsteinzeit.

Dein Zug

Dein Zug: Machte Ackerbau mehr oder weniger Arbeit als Jagen? Mehr Arbeit.

Zum Schluss

Also: Sesshaft war nicht bequemer. Aber es machte mehr Menschen satt. Merk dir: Felder ernähren mehr Menschen. Wer Felder hat, muss bleiben. Zum Üben: Schreib je zwei Vorteile und zwei Nachteile des Sesshaftwerdens auf. Nächste Frage: Warum bauten die Ägypter ihre Städte an den Nil?

Danach

Geschichte · Klasse 6 Warum bauten die Ägypter ihre Städte an den Nil?

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