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Klasse 7 › Erdkunde › Naturkräfte: Vulkane und Erdbeben

Warum kann man Erdbeben nicht vorhersagen?

Erdkunde Klasse 7 Naturkräfte: Vulkane und Erdbeben

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Kurz gesagt

Niemand kann messen, wann die Spannung tief im Gestein reißt, und zuverlässige Vorzeichen gibt es nicht. Messen können Forscher ein Beben sehr genau: Der Seismograf zeichnet P- und S-Wellen auf, die Stärke heißt Magnitude. Angeben kann man gefährdete Gebiete und Wahrscheinlichkeiten für Jahrzehnte, aber keinen Termin. Darum zählen Vorsorge, erdbebensicheres Bauen und Frühwarnung.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Messen ja, vorhersagen nein

Seismografen zeichnen jede Bodenbewegung auf. Im Seismogramm kommen zuerst die schnellen P-Wellen an, danach die meist stärkeren S-Wellen. Aus dem Zeitabstand berechnet man, wie weit der Erdbebenherd entfernt ist. Die Stärke gibt man als Magnitude an (früher Richterskala): Eine Stufe mehr heißt etwa 10-mal größerer Ausschlag und rund 32-mal mehr Energie. Wann genau sich die Spannung im Gestein löst, kann aber niemand messen – es gibt keine zuverlässigen Vorzeichen. Man kennt die gefährdeten Gebiete und die Wahrscheinlichkeit für ein Beben in den nächsten Jahrzehnten, aber nicht Tag und Stunde.

Ein Seismogramm (Schema)

Zwischen P- und S-Welle liegen hier 14 Sekunden. Faustregel: je Sekunde etwa 8 km Entfernung zum Herd.

Typische Falle

  • Falsch: Forscher könnten Erdbeben vorhersagen, wenn sie nur wollten.
  • Richtig: Das Gestein reißt unberechenbar, zuverlässige Vorzeichen gibt es nicht.
  • Eine Frühwarnung ist keine Vorhersage: Sensoren nahe am Herd melden die schnelle P-Welle, Sekunden bevor die starken Wellen ankommen.

Vorsorge

  • Erdbebensicher bauen: Stahlträger und Querstreben, Gummilager unter dem Fundament, leichte Dächer.
  • In der Wohnung: Schränke und Regale an der Wand festschrauben.
  • Beim Beben drinnen: auf den Boden, unter einen stabilen Tisch, festhalten. Weg von Fenstern.
  • Draußen: Abstand zu Gebäuden, Mauern und Stromleitungen halten.

Üben

4 Aufgaben
  1. Lies das Seismogramm ab und schätze die Entfernung: je Sekunde Abstand etwa 8 km.

    1. Die P-Welle kommt nach s an.
    2. Die S-Welle kommt nach s an.
    3. Der Herd ist etwa km entfernt.
    4. Bei 20 s Abstand wäre der Herd etwa km entfernt.
  2. Eine Magnitudenstufe mehr: etwa 10-mal größerer Ausschlag, etwa 32-mal mehr Energie.

    1. Magnitude 6 statt 5: Ausschlag etwa -mal so groß
    2. Magnitude 6 statt 5: Energie etwa -mal so groß
    3. Magnitude 7 statt 5: Energie etwa -mal so groß
    4. Magnitude 7 statt 5: Ausschlag -mal so groß
  3. Wie macht die Maßnahme ein Haus erdbebensicherer? Verbinde.

    • Gummilager unter dem Fundament
    • Stahlträger und Querstreben
    • leichtes Dach
    • Schränke an der Wand festschrauben
    • Gasleitung, die sich selbst absperrt
    • stürzt nicht so schwer herab
    • verhindert Brände nach dem Beben
    • dämpfen die Stöße aus dem Boden
    • fallen nicht auf Menschen
    • halten die Wände zusammen
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Eine Frühwarnung kommt Tage vor dem Beben.
    2. P-Wellen kommen vor den S-Wellen an.
    3. Bei einem Beben im Haus sucht man Schutz unter einem stabilen Tisch.
    4. Bei einem Beben rennt man am besten schnell auf die Straße neben die Häuser.
    5. Für gefährdete Gebiete gibt man Wahrscheinlichkeiten für starke Beben an.

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Forscher könnten Erdbeben vorhersagen, wenn sie nur wollten? Falsch!

Erklärung

Messen können Forscher ein Beben sehr genau: mit dem Seismografen. Er zeichnet jede Bewegung des Bodens auf. Das Bild heißt Seismogramm. Zuerst kommen die schnellen P-Wellen: ein kleiner Ausschlag. Danach die S-Wellen. Sie schütteln meist stärker.

Aus dem Abstand berechnet man, wie weit der Herd entfernt ist. Die Stärke heißt Magnitude. Früher sagte man Richterskala. Eine Stufe mehr: etwa zehnmal mehr Ausschlag und rund 32-mal mehr Energie. Aber wann es bebt, kann niemand sagen. Nicht auf Tag und Stunde.

Die Spannung sitzt kilometertief im Gestein. Wann es reißt, sieht niemand. Und zuverlässige Vorzeichen gibt es nicht. Jeder Bruch verläuft anders. Man kennt aber gefährdete Gebiete und Wahrscheinlichkeiten für Jahrzehnte. Es liegt also nicht am Wollen: Vorhersagen geht heute nicht.

Was geht: Frühwarnung. Sensoren nah am Herd melden die schnelle P-Welle. Das gibt Sekunden, bevor es stark wackelt. Eine Vorhersage ist das nicht.

Beispiele

Ein Beispiel: Die P-Welle kommt nach 5 Sekunden, die S-Welle nach 15. 15 minus 5: Zwischen den beiden liegen 10 Sekunden. Je Sekunde etwa 8 Kilometer: Der Herd ist rund 80 Kilometer entfernt. Weil man Beben nicht vorhersagen kann, zählt Vorsorge. Zuerst: sicher bauen.

Stahlträger und Querstreben halten die Wände zusammen. Gummilager unter dem Fundament dämpfen die Stöße aus dem Boden. Und ein leichtes Dach stürzt nicht so schwer herab. In der Wohnung: Schränke und Regale an der Wand festschrauben.

Bebt es: runter auf den Boden, unter einen stabilen Tisch, festhalten. Draußen: weg von Häusern, Mauern und Stromleitungen.

Dein Zug

Dein Zug: Kann man sagen, dass es morgen um 10 Uhr bebt? Nein, nur Wahrscheinlichkeiten.

Zum Schluss

Messen: ja. Frühwarnung: Sekunden vorher. Vorhersage: nein. Merk dir: Wann das Gestein reißt, kann niemand messen. Darum zählt Vorsorge. Zum Üben: Nenn drei Maßnahmen, die ein Haus erdbebensicherer machen. Nächste Frage: Wie entsteht ein Tsunami?

Danach

Erdkunde · Klasse 7 Wie entsteht ein Tsunami?

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