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Klasse 7 › Erdkunde › Naturkräfte: Vulkane und Erdbeben

Wie entsteht ein Tsunami?

Erdkunde Klasse 7 Naturkräfte: Vulkane und Erdbeben

Neu: Dieses Video läuft schon hier, bevor es auf YouTube erscheint.

Kurz gesagt

Meist löst ein starkes Seebeben einen Tsunami aus: Der Meeresboden hebt sich ruckartig und mit ihm das ganze Wasser darüber. Im tiefen Ozean ist die Welle nur wenige Dezimeter hoch, aber 700 bis 800 km/h schnell. Erst vor der Küste bremst sie ab und türmt sich hoch auf. Zieht sich das Meer zurück: sofort ins Höhere und oben bleiben bis zur Entwarnung.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Eine Welle, die man draußen kaum sieht

Die meisten Tsunamis entstehen durch ein starkes Seebeben: Der Meeresboden hebt oder senkt sich ruckartig und bewegt die ganze Wassersäule darüber. Die Welle läuft in alle Richtungen. Im tiefen Ozean rast sie mit 700 bis 800 km/h dahin, ist aber oft nur wenige Dezimeter hoch – Schiffe bemerken sie kaum. Erst im flachen Wasser vor der Küste wird sie langsamer und türmt sich auf, manchmal über 30 m hoch. Oft zieht sich das Meer vorher weit zurück. Es folgen mehrere Wellen im Abstand von Minuten bis zu einer Stunde, die erste ist nicht immer die höchste.

Je tiefer das Meer, desto schneller die Welle

Wird die Welle an der Küste langsamer, drängt sich das Wasser zusammen – die Welle wächst in die Höhe.

Typische Falle

  • Falsch: Einen Tsunami sieht man schon weit draußen als riesige Welle kommen.
  • Richtig: Draußen ist er flach und kaum zu erkennen – hoch wird er erst an der Küste.
  • Wenn sich das Meer plötzlich zurückzieht: nicht zum Strand gehen und schauen, sondern sofort weg.

Richtig verhalten und warnen

  • Bei starkem Beben an der Küste, zurückweichendem Meer oder lautem Tosen: nicht auf die offizielle Warnung warten.
  • Ist kein Hügel erreichbar: in ein oberes Stockwerk eines stabilen, hohen Gebäudes.
  • Warnsysteme mit Messstationen und Bojen gibt es im Pazifik seit 1949, im Indischen Ozean seit dem Tsunami von 2004 – mit deutscher Hilfe (GFZ).

Üben

2 Aufgaben
  1. Lies im Diagramm ab und rechne.

    1. Bei 4 000 m Tiefe ist die Welle etwa km/h schnell.
    2. Bei 1 000 m Tiefe sind es etwa km/h.
    3. Mit 700 km/h legt die Welle 1 400 km in Stunden zurück.
    4. Mit 700 km/h legt sie 350 km in Minuten zurück.
  2. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Die meisten Tsunamis werden von Seebeben ausgelöst.
    2. Auf dem offenen Meer ist ein Tsunami eine riesige, gut sichtbare Welle.
    3. Frühwarnsysteme nutzen Messstationen und Bojen im Meer.
    4. Wenn sich das Meer zurückzieht, ist die Gefahr vorbei.
    5. Nach der ersten Welle kann man sofort zurück an den Strand.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Einen Tsunami sieht man draußen als Riesenwelle kommen? Falsch!

Erklärung

Meist beginnt alles mit einem starken Seebeben unter dem Meer. Der Meeresboden hebt sich ruckartig. Das ganze Wasser darüber wird mit angehoben. Von dort läuft die Welle in alle Richtungen los. Im tiefen Meer ist sie oft nur Dezimeter hoch. Kaum zu sehen.

Dafür ist sie rasend schnell: 700 bis 800 Kilometer pro Stunde. Und sie ist lang: oft über 100 Kilometer von Kamm zu Kamm. Gegenprobe: Schiffe auf hoher See spüren davon kaum etwas. Erst vor der Küste wird das Meer flach. Die Welle bremst ab.

Das Wasser staut sich und türmt sich auf, manchmal über 30 Meter. Oft kommt zuerst das Wellental: Das Meer zieht sich weit zurück. Danach kommen mehrere Wellen. Die erste ist nicht immer die höchste. Draußen flach, an der Küste hoch. Darum sieht man ihn erst spät.

Beispiele

Ein Beispiel mit Zahlen: Je tiefer das Meer, desto schneller die Welle. Ein Beben 1400 Kilometer entfernt. Die Welle schafft 700 pro Stunde. 1400 durch 700 macht 2. Nach zwei Stunden ist die Welle da. Liegt das Beben nah an der Küste, bleiben oft nur Minuten.

Darum gibt es Warnsysteme: Messstationen und Bojen melden die Welle. Im Indischen Ozean entstand so ein System nach 2004, mit deutscher Hilfe. Bebt es stark oder weicht das Meer zurück: nicht warten, gleich los! Ab auf eine Anhöhe oder landeinwärts. Notfalls hoch in ein stabiles Gebäude.

Oben bleiben, bis die Entwarnung kommt. Oft folgen weitere Wellen.

Dein Zug

Dein Zug: Am Strand zieht sich das Meer plötzlich zurück. Was tust du? Sofort ins Höhere.

Zum Schluss

Draußen: flach und schnell. An der Küste: langsamer und hoch. Merk dir: Seebeben lösen Tsunamis aus, hoch werden sie an der Küste. Zum Üben: Erklär in drei Sätzen, warum das Meer zurückweicht und was du tust. Nächste Frage: Warum ist es am Äquator heißer als am Nordpol?

Danach

Erdkunde · Klasse 7 Warum ist es am Äquator heißer als am Nordpol?

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