Klasse 5 › Geschichte › Frühe Hochkulturen
Warum machten die Ägypter Mumien?
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Die alten Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod. Dafür sollte der Körper des Toten erhalten bleiben. Haltbar machte ihn nicht das Einwickeln, sondern das Austrocknen: Nach dem Entfernen der Organe lag er etwa 40 Tage in Natron, einem Salz. Danach wurde er eingeölt und in Leinenbinden gewickelt – insgesamt dauerte das etwa 70 Tage.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Ein Körper für das Jenseits
Die alten Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod, im Jenseits. Nach ihrer Vorstellung brauchte der Verstorbene dafür seinen Körper: Nur wenn er erhalten blieb, konnte die Seele zu ihm zurückkehren. Darum trockneten sie Tote aus und machten sie haltbar – es entstand eine Mumie. Das Wichtigste dabei war das Austrocknen, nicht das Einwickeln. Eine Mumifizierung dauerte etwa 70 Tage und war teuer, zuerst konnten sich das nur Pharaonen und reiche Familien leisten.
Die Mumifizierung
Gehirn und Organe heraus, etwa 40 Tage in Natron trocknen, mit Öl und Harz einreiben, in Leinenbinden wickeln. Natron ist ein Salz aus der Wüste. Es zieht dem Körper das Wasser heraus – ohne Wasser verwest er nicht.
Genauer
- Das Gehirn zogen die Balsamierer mit einem Haken durch die Nase heraus.
- Lunge, Leber, Magen und Darm kamen in vier Krüge, die Kanopen.
- Das Herz blieb im Körper. Die Ägypter hielten es für den Sitz von Denken und Gefühl.
- Zwischen die Binden legten sie Amulette, über das Gesicht eine Maske.
Typische Falle
- Falsch: „Eine Mumie entsteht durch das Einwickeln in Binden.“
- Richtig: Haltbar macht das Austrocknen im Natron. Die Binden schützen nur die Form.
- Auch ohne Menschen entstehen Mumien: im heißen Wüstensand, im Eis (Ötzi) oder im Moor.
Was Forscher heute daraus lernen
| Quelle | verrät uns |
|---|---|
| Mumie selbst (Röntgen, Computertomografie) | Alter, Krankheiten, Ernährung |
| Grabbeigaben | Kleidung, Schmuck, Alltag, Reichtum |
| Wandbilder und Texte im Grab | Vorstellungen vom Jenseits |
| Grab des Tutanchamun, 1922 entdeckt | Reichtum eines Pharaos, goldene Totenmaske |
Tipp
Merk dir die Reihenfolge mit dem Satz: Raus, trocken, ölen, wickeln.
Üben
4 Aufgaben
Was ist was? Verbinde.
- Kanope
- Natron
- Amulett
- Balsamierer
- Salz zum Austrocknen
- macht die Mumie
- Krug für Organe
- Schutzzeichen in den Binden
Ergänze.
- Die Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod, im .
- Natron entzieht dem Körper das .
- Ohne Wasser kann der Körper nicht .
- Eine Mumifizierung dauerte etwa Tage.
Stimmt das? Kreuz an.
- Das Einwickeln in Binden macht den Körper haltbar.
- Anfangs konnten sich nur Pharaonen und Reiche eine Mumifizierung leisten.
- Aus Mumien erfahren Forscher heute, welche Krankheiten jemand hatte.
- Das Herz kam in einen Krug.
- Im trockenen Wüstensand entstanden auch natürliche Mumien.
Ergänze.
- Das Grab des Tutanchamun wurde im Jahr entdeckt.
- In Tutanchamuns Grab fand man eine goldene .
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Einwickeln in Binden, und fertig ist die Mumie? Falsch!
Erklärung
Das alte Ägypten lag am Nil. Ringsum ist fast nur Wüste. Begraben wurde am Rand der Wüste. Die großen Pyramiden stehen bei Gizeh. Die Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod, im Jenseits. Dort brauchte der Tote, so glaubten sie, seinen Körper.
Doch ein toter Körper verwest, denn in ihm steckt viel Wasser. Also trockneten sie ihn aus. Ohne Wasser verwest er nicht. Im heißen Wüstensand trockneten Tote sogar von selbst aus. Gegenprobe: Ein nasser Körper in Binden würde darunter trotzdem verwesen.
Die Binden schützen nur die Form. Haltbar macht das Trocknen. Das war teuer. Zuerst konnten es sich nur Pharaonen und Reiche leisten.
Beispiele
So lief eine Mumifizierung ab. Sie dauerte etwa 70 Tage. Schritt eins: Das Gehirn zogen die Balsamierer meist durch die Nase heraus. Lunge, Leber, Magen und Darm kamen in vier Krüge, die Kanopen. Das Herz blieb drin. Es galt als Sitz von Denken und Gefühl.
Schritt zwei: etwa 40 Tage in Natron, einem Salz aus der Wüste. Das Natron zieht das Wasser heraus. Das ist der wichtigste Schritt. Schritt drei: Den Körper mit Öl und Harz einreiben. Schritt vier: in viele Leinenbinden wickeln, mit Schutzzeichen dazwischen.
Kurz: raus, trocknen, ölen, wickeln. Fertig ist die Mumie. Auch Tiere wurden mumifiziert, zum Beispiel Katzen. Berühmt ist das Grab des Tutanchamun, entdeckt 1922, mit goldener Totenmaske. Heute durchleuchten Forschende Mumien. So erkennen sie Alter und Krankheiten.
Dein Zug
Dein Zug: Was macht eine Mumie haltbar, die Binden oder das Trocknen? Das Trocknen im Natron.
Zum Schluss
Also: Nicht die Binden machen die Mumie, sondern das Trocknen. Merk dir: Die Ägypter wollten den Körper für das Jenseits erhalten. Zum Üben: Schreib die vier Schritte der Mumifizierung in der richtigen Reihenfolge. Nächste Frage: In welchem Jahrhundert leben wir?
Danach

