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Klasse 5 › Geschichte › Frühe Hochkulturen

Wo entstanden die ersten Städte der Welt?

Geschichte Klasse 5 Frühe Hochkulturen

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Kurz gesagt

Die ersten Städte entstanden vor rund 5 500 Jahren in Mesopotamien, dem Land zwischen Euphrat und Tigris im heutigen Irak. Weil es dort kaum regnet, leiteten die Menschen Flusswasser über Kanäle auf die Felder. Die reichen Ernten ernährten auch Handwerker, Händler und Priester. Eine der ersten großen Städte war Uruk.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Das Land zwischen zwei Flüssen

Die ersten Städte entstanden vor rund 5 500 Jahren in Mesopotamien, dem „Land zwischen den Flüssen“ Euphrat und Tigris – heute vor allem der Irak. Im Süden regnet es dort kaum. Die Menschen gruben Kanäle und bauten Dämme, um das Flusswasser auf ihre Felder zu leiten. So ernteten sie mehr, als sie selbst brauchten. Eine der ersten großen Städte war Uruk: Um 3000 v. Chr. lebten dort Zehntausende Menschen hinter einer fast 10 Kilometer langen Mauer.

Wie aus Bewässerung eine Stadt wird

Weil nicht mehr alle auf dem Feld arbeiten mussten, konnten manche Handwerker, Händler, Priester oder Schreiber werden.

Dorf und Stadt

DorfStadt
Menscheneinige Dutzend bis HundertTausende bis Zehntausende
Arbeitfast alle sind Bauernviele Berufe (Arbeitsteilung)
BautenHäuser, StälleMauer, Tempel, Palast, Speicher
Ordnungman kennt sichHerrscher, Beamte, Gesetze, Schrift

Typische Falle

  • Falsch: „Städte gab es schon immer.“
  • Menschen unserer Art gibt es seit rund 300 000 Jahren – in Städten leben sie erst seit gut 5 000 Jahren.
  • Städte brauchen Überschuss: Erst wenn Bauern mehr ernten, als sie essen, können andere etwas anderes tun.

Warum Verwaltung nötig wurde

  • Kanäle mussten gemeinsam gebaut und gepflegt werden.
  • Vorräte und Abgaben mussten gezählt werden – dafür entstand die Keilschrift.
  • Streit um Wasser und Land brauchte Regeln und Richter.

Tipp

Lerne die Kette als Satz: Wasser bringt Ernte, Ernte bringt Vorrat, Vorrat braucht Verwaltung – und alles zusammen macht eine Stadt.

Üben

4 Aufgaben
  1. Typisch für die Stadt oder für das Dorf? Kreuz an.

    1. eine Mauer, fast 10 km lang
    2. Fast alle arbeiten als Bauern.
    3. Beamte zählen die Abgaben.
    4. einige Häuser mit Ställen
    5. ein großer Tempel mit Priestern
  2. Ergänze.

    1. Mesopotamien liegt zwischen Euphrat und .
    2. Heute liegt Mesopotamien vor allem im .
    3. Eine der ersten großen Städte hieß .
    4. Um Vorräte zu zählen, drückte man Zeichen in Ton: die .
  3. Beschrifte die Karte: Euphrat, Tigris, Uruk, Persischer Golf.

    1. Ziffer 1:
    2. Ziffer 2:
    3. Ziffer 3:
    4. Ziffer 4:
  4. Rechne: Wie lange leben Menschen schon in Städten?

    1. Die ersten Städte entstanden um 3500 v. Chr., um 3000 v. Chr. hatte Uruk Zehntausende Einwohner. Dazwischen liegen etwa Jahre.
    2. Homo sapiens gibt es seit rund 300 000 Jahren, Städte seit rund 5 500 Jahren. Ohne Städte lebten Menschen also rund Jahre.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Städte gab es doch schon immer? Falsch!

Erklärung

Menschen unserer Art gibt es seit rund 300.000 Jahren. Meist ohne Städte. Städte gibt es erst seit rund 5500 Jahren. Ein winziges Stück. Die ersten entstanden in Mesopotamien, dem Land zwischen Euphrat und Tigris. Das liegt heute vor allem im Irak. Im Süden regnet es kaum.

Der Bogen, in dem Wasser für Felder reicht, heißt Fruchtbarer Halbmond. Darum gruben die Menschen Kanäle und leiteten Flusswasser auf die Felder. So ernteten sie mehr, als sie selbst essen konnten: einen Überschuss. Nicht mehr alle mussten aufs Feld. Manche wurden Handwerker, Händler oder Priester.

Das heißt Arbeitsteilung: Jeder macht etwas anderes. Vorräte und Abgaben mussten gezählt werden. Dafür entstand die Keilschrift. Gegenprobe: Ohne Überschuss müssten alle aufs Feld. Dann gäbe es keine Stadt.

Beispiele

Beispiel Uruk: eine der ersten großen Städte, im Süden nahe am Euphrat. Um 3000 vor Christus lebten dort Zehntausende Menschen. Um die Stadt lief eine Mauer, fast zehn Kilometer lang. Später baute man Tempel auf Stufentürmen. So ein Bau heißt Zikkurat.

Vergleich: Im Dorf leben wenige Menschen, und fast alle sind Bauern. In der Stadt leben Tausende, mit vielen Berufen, Mauer, Tempel und Schrift. Was braucht eine Stadt, ein Dorf nicht? Etwa Herrscher, Mauer und Schrift. Die Keilschrift drückte man mit einem Schreibrohr in weichen Ton.

Rechnen wir: 3500 Jahre vor Christus plus rund 2000 sind 5500 Jahre. Von 300.000 Jahren Menschheit sind das nicht einmal zwei Prozent. Heute lebt mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten.

Dein Zug

Dein Zug: Gab es Städte schon immer? Nein. Erst seit rund 5500 Jahren, zuerst in Mesopotamien.

Zum Schluss

Also: erst Wasser, dann Ernte, dann Vorrat, dann die Stadt. Merk dir: Die ersten Städte entstanden vor rund 5500 Jahren in Mesopotamien. Zum Üben: Nenn drei Dinge, die eine Stadt braucht und ein Dorf nicht. Nächste Frage: Warum machten die Ägypter Mumien?

Danach

Geschichte · Klasse 5 Warum machten die Ägypter Mumien?

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