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Klasse 6 › Physik › Licht, Magnetismus, Strom, Wärme

Warum sieht der Mond jeden Tag anders aus?

Physik Klasse 6 Licht, Magnetismus, Strom, Wärme

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Kurz gesagt

Die Sonne beleuchtet immer eine Hälfte des Mondes, und der Mond läuft in etwa einem Monat um die Erde. Darum sehen wir die helle Hälfte jeden Tag aus einer anderen Richtung: von Neumond über den zunehmenden Halbmond zum Vollmond und zurück. Der Erdschatten macht die Phasen nicht, er trifft den Mond fast nie – nur bei einer Mondfinsternis.

Das Wichtigste zum Nachlesen

2 Min. Lesen

Ein Monat, vier Phasen

Von Neumond zu Neumond vergehen etwa 29,5 Tage. Die Sonne beleuchtet dabei immer eine Hälfte des Mondes.

Mondfinsternis

Nur wenn Sonne, Erde und Mond genau in einer Linie stehen, fällt der Erdschatten auf den Mond.

Die vier Phasen

  1. Neumond: Der Mond steht zwischen Erde und Sonne. Du siehst nur seine dunkle Hälfte.
  2. Zunehmender Halbmond: Die rechte Hälfte ist hell.
  3. Vollmond: Sonne und Mond stehen auf verschiedenen Seiten der Erde. Du siehst die ganze helle Hälfte.
  4. Abnehmender Halbmond: Die linke Hälfte ist hell.

Rechts und links gilt für uns auf der Nordhalbkugel.

Finsternisse

  • Mondfinsternis: Die Erde steht genau zwischen Sonne und Mond. Ihr Schatten fällt auf den Mond. Das geht nur bei Vollmond.
  • Sonnenfinsternis: Der Mond steht genau zwischen Sonne und Erde. Sein Schatten fällt auf die Erde. Das geht nur bei Neumond.
  • Die Mondbahn ist leicht schräg. Meist zieht der Mond knapp am Schatten vorbei, darum nicht jeden Monat.
  • Schau nie direkt in die Sonne – auch nicht bei einer Finsternis.

Typische Falle

  • Falsch: Der Schatten der Erde macht die Mondphasen.
  • Richtig: Die Phasen entstehen, weil du die beleuchtete Hälfte des Mondes jeden Tag aus einer etwas anderen Richtung siehst.
  • Gegenprobe: Beim Halbmond stehen Sonne, Erde und Mond über Eck. Der Erdschatten zeigt aber genau von der Sonne weg – er kann den Mond da gar nicht treffen. Und bei Vollmond ist der Mond ganz hell.

Tipp

Stell die Mondphasen nach: Im dunklen Zimmer ist eine Lampe, die nicht heiß wird, die Sonne, ein Ball in deiner ausgestreckten Hand der Mond und dein Kopf die Erde. Dreh dich langsam im Kreis und schau dabei auf den Ball, nie direkt in die Lampe.

Üben

5 Aufgaben
  1. Setz die Phasen in der richtigen Reihenfolge ein.

    1. Nach dem Neumond kommt der zunehmende .
    2. Nach dem zunehmenden Halbmond kommt der .
    3. Nach dem Vollmond kommt der Halbmond.
    4. Danach beginnt alles wieder mit dem .
  2. Welche Hälfte des Mondes ist hell – so, wie du ihn bei uns am Himmel siehst? Verbinde mit der Phase.

    • rechts
    • links
    • beide
    • keine
    • Neumond
    • abnehmender Halbmond
    • zunehmender Halbmond
    • Vollmond
  3. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Die Mondphasen entstehen durch den Schatten der Erde.
    2. Die Sonne beleuchtet immer eine Hälfte des Mondes.
    3. Bei Neumond zeigt uns der Mond seine unbeleuchtete Hälfte.
    4. Der Mond leuchtet selbst, nur mal stärker und mal schwächer.
    5. Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben.
    6. Beim Halbmond liegt die dunkle Hälfte im Schatten der Erde.
  4. Finsternisse: Setz ein.

    1. Bei einer Mondfinsternis fällt der Schatten der auf den Mond.
    2. Bei einer Sonnenfinsternis fällt der Schatten des auf die Erde.
    3. Eine Sonnenfinsternis gibt es nur bei .
    4. Eine Mondfinsternis gibt es nur bei .
  5. Wie stehen Sonne, Erde und Mond? Verbinde mit der Phase.

    • Mond zwischen Sonne und Erde
    • über Eck, eine Woche nach Neumond
    • Erde zwischen Sonne und Mond
    • über Eck, drei Wochen nach Neumond
    • Vollmond
    • Neumond
    • abnehmender Halbmond
    • zunehmender Halbmond

Auf dem Blatt gibt es noch 3 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Der Erdschatten macht den Halbmond? Leider falsch.

Erklärung

Der Mond leuchtet nicht selbst. Sonnenlicht läuft über den Mond zur Erde. Die Sonne beleuchtet immer eine Mondhälfte. Die andere bleibt dunkel. Und der Mond läuft in etwa einem Monat einmal um die Erde. Neumond: Mond zwischen Sonne und Erde. Wir sehen nur die dunkle Hälfte.

Eine Woche später steht er über Eck: rechts hell. Zunehmender Halbmond. Nach zwei Wochen steht die Erde fast zwischen Sonne und Mond: Vollmond. Nach drei Wochen ist links hell: abnehmender Halbmond. Dann wieder Neumond. Von Neumond zu Neumond vergehen etwa neunundzwanzigeinhalb Tage.

Die Phase hängt nur von unserer Blickrichtung auf die helle Hälfte ab. Gegenprobe Halbmond: Der Erdschatten zeigt von der Sonne weg, nicht zum Mond. Bei Vollmond steht er fast hinter der Erde. Trotzdem ganz hell! Der Erdschatten macht also keine Phase. Er trifft den Mond fast nie.

Beispiele

Im dunklen Zimmer: Lampe als Sonne, Ball als Mond, Kopf als Erde. Nimm eine kühle Lampe, räum den Boden frei und schau nie hinein. Ball am ausgestreckten Arm, dann dreh dich langsam im Kreis. Lampe hinter dir, Ball etwas höher als dein Kopf: ganz hell, Vollmond.

Nach einer Vierteldrehung siehst du einen Halbmond. Ball vor der Lampe: Du siehst seine dunkle Seite. Neumond. Ball genau hinter deinem Kopf: Er liegt im Schatten. Mondfinsternis! Am Himmel: Erde genau zwischen Sonne und Mond. Nur bei Vollmond.

Bei Neumond kann der Mondschatten auf die Erde fallen: Sonnenfinsternis. Schau nie direkt in die Sonne, auch nicht bei Finsternis. Die Mondbahn ist leicht schräg: Meist zieht der Mond am Schatten vorbei. Ab Neumond: Tag 7 zunehmend, Tag 15 Vollmond, Tag 22 abnehmend.

Dein Zug

Dein Zug: Rechts ist der Mond hell, links dunkel. Welche Phase? Zunehmender Halbmond.

Zum Schluss

Phasen: unser Blick auf die helle Hälfte. Finsternisse: echte Schatten. Merk dir: Die helle Mondhälfte sehen wir jeden Tag aus anderer Richtung. Zum Üben: Stell mit Lampe, Ball und Kopf die vier Mondphasen nach. Nächste Frage: Warum ist im Spiegel links und rechts vertauscht?

Danach

Physik · Klasse 6 Warum ist im Spiegel links und rechts vertauscht?

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