Klasse 6 › Chemie › Stoffe im Alltag
Warum wird Müll überhaupt getrennt?
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Weil sortierte Stoffe wieder zu neuen Sachen werden können: aus Altglas neues Glas, aus Altpapier neue Pappe, aus Bioabfall Kompost. Vermischt geht das nicht, denn niemand kann Glassplitter aus nassem Papier heraussuchen. Der Restmüll wird tatsächlich meistens verbrannt – das getrennt Gesammelte dagegen wird zum größten Teil wiederverwertet.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Müll ist Rohstoff am falschen Ort
In einer alten Dose steckt gutes Metall, in der Zeitung gute Fasern, im Apfelrest guter Dünger. Sortiert lässt sich daraus etwas Neues machen; vermischt ist alles nur noch Abfall. Deshalb wird nicht der Müll getrennt, sondern die Stoffe darin werden auseinandergehalten.
Wohin gehört was?
- Altpapier: Zeitungen, Hefte, Kartons – sauber und trocken.
- Gelbe Tonne oder Gelber Sack: Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoff.
- Bioabfall: Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Gartenabfälle.
- Glascontainer: Flaschen und Gläser ohne Pfand, sortiert nach Weiß, Grün und Braun.
- Restmüll: Windeln, Asche, Staubsaugerbeutel, kaputtes Porzellan.
- Extra: Pfandflaschen in den Laden, Batterien und Elektrogeräte zur Sammelstelle.
Was daraus wird
- Altglas wird eingeschmolzen: daraus entstehen wieder Flaschen.
- Altpapier wird eingeweicht und neu gepresst: etwa fünf- bis siebenmal, dann sind die Fasern zu kurz.
- Metall aus Dosen wird eingeschmolzen und wieder zu Metall.
- Bioabfall wird zersetzt: daraus entstehen Kompost und Gas.
- Kunststoff wird eingeschmolzen, aber nicht endlos oft – was sich nicht sortieren lässt, wird verbrannt.
Typische Falle
- Falsch: Am Ende wird sowieso alles zusammen verbrannt.
- Richtig: Der Restmüll wird meistens verbrannt, das getrennt Gesammelte zum größten Teil wiederverwertet.
- Falsch getrennt ist trotzdem verloren: Ein fettiger Karton und Glassplitter stören die ganze Ladung.
Noch besser: gar nicht erst Müll
- Leitungswasser in die eigene Flasche statt Einweg kaufen.
- Brotdose statt Folie, Stoffbeutel statt Tüte.
- Reparieren, verschenken oder tauschen statt wegwerfen.
- Große Packung statt vieler kleiner Einzelportionen.
Tipp
Wie genau getrennt wird, ist von Ort zu Ort verschieden – schau in den Abfallkalender deiner Stadt. Nimm dir zu Hause zwölf Abfälle vor und begründe bei den zwei schwierigsten, warum sie dorthin gehören.
Üben
5 Aufgaben
In welche Tonne gehört das? Wähle: Altpapier, Gelbe Tonne, Bioabfall, Restmüll.
- Zeitung von gestern:
- Leerer Joghurtbecher:
- Apfelrest aus der Pause:
- Benutztes Taschentuch:
- Leere Konservendose:
- Kaffeesatz:
Was entsteht aus dem gesammelten Altstoff? Verbinde.
- Altglas
- Altpapier
- Bioabfall
- Konservendosen
- neue Pappe
- neues Metall
- neue Flaschen
- Kompost
Stimmt das? Kreuz an.
- Am Ende wird sowieso alles wieder zusammen verbrannt.
- Aus Altglas lassen sich neue Flaschen herstellen.
- Ein fettiger Pizzakarton gehört ins Altpapier.
- Batterien gehören in den Restmüll.
- Pfandflaschen bringt man in den Laden zurück.
- Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht.
Was hilft wirklich, Müll zu vermeiden? Kreise es ein.
- Leitungswasser in die eigene Flasche
- Das kaputte Rad reparieren lassen
- Brot im Stoffbeutel kaufen
- Jeden Snack einzeln verpackt kaufen
- Jedes Jahr ein neues Handy
- Einweggeschirr für die Party
Nicht alles gehört in die Tonnen vor dem Haus. Wohin damit? Verbinde.
- Pfandflasche
- leere Batterie
- kaputter Toaster
- leeres Marmeladenglas
- zerbrochene Porzellantasse
- Glascontainer
- Rückgabeautomat im Laden
- Restmüll
- Wertstoffhof
- Batteriesammelbox
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Am Ende wird sowieso alles zusammen verbrannt? Leider falsch.
Erklärung
Müll ist Rohstoff am falschen Ort. In der Dose steckt Metall, in der Zeitung Fasern, im Apfelrest Dünger. Sortiert wird daraus etwas Neues. Vermischt ist alles nur noch Abfall. Niemand kann Glassplitter aus nassem Papierbrei heraussuchen.
Richtig ist: Der Restmüll wird meistens verbrannt. Das getrennt Gesammelte wird dagegen zum größten Teil wiederverwertet. Altpapier: Zeitungen, Hefte und Kartons, sauber und trocken. Gelbe Tonne oder Gelber Sack: Verpackungen aus Kunststoff, Metall, Verbundstoff.
Bioabfall: Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Gartenabfälle. Glas ohne Pfand in den Container, sortiert nach Weiß, Grün und Braun. Restmüll: Windeln, Asche, Staubsaugerbeutel, kaputtes Porzellan. Pfandflaschen in den Laden, Batterien und Elektrogeräte zur Sammelstelle.
Wie genau getrennt wird, ist von Ort zu Ort verschieden.
Beispiele
Der Weg eines Marmeladenglases: Container, sortieren, einschmelzen, neues Glas. Altpapier wird eingeweicht und neu gepresst, etwa fünf- bis siebenmal. Dann sind die Fasern zu kurz. Endlos geht es nicht. Metall wird eingeschmolzen. Aus Bioabfall entstehen Kompost und Gas.
Kunststoff wird eingeschmolzen, aber nicht endlos oft. Schwieriger Fall: fettiger Pizzakarton? Restmüll. Fett stört im Altpapier. Kaputte Porzellantasse? Restmüll. Porzellan ist kein Glas. Eine blaue Flasche ohne Pfand? Die kommt zum Grünglas.
Becher mit Aludeckel: Deckel ganz abziehen, beides einzeln in die Gelbe Tonne. Noch besser: gar nicht erst Müll. Eigene Flasche, Brotdose, Stoffbeutel. Reparieren, verschenken oder tauschen statt wegwerfen.
Dein Zug
Dein Zug: Ein leerer Joghurtbecher. Welche Tonne? Die Gelbe Tonne.
Zum Schluss
Verbrannt wird meist nur Restmüll. Glas, Papier, Metall, Bio werden Rohstoff. Merk dir: Getrennt wird Müll wieder zu Rohstoff. Vermischt nicht. Zum Üben: Sortiere zwölf Abfälle in die richtige Tonne. Begründe die zwei schwierigsten Fälle. Nächste Frage: Woraus bestehen alle Lebewesen?
Danach




