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Klasse 7 › Deutsch › Rechtschreibung und Wortschatz

Was bedeutet ein Wort im übertragenen Sinn?

Deutsch Klasse 7 Rechtschreibung und Wortschatz

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Kurz gesagt

Im übertragenen Sinn steht ein Wort oder eine Wendung als Bild für etwas anderes: Wer „Tomaten auf den Augen“ hat, übersieht etwas. Feste Wortgruppen dieser Art heißen Redewendungen, ein ganzer Satz mit Lebensweisheit ist ein Sprichwort. Wort für Wort versteht man sie nicht – ob etwas wörtlich oder übertragen gemeint ist, zeigt der Zusammenhang.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Gesagt ist nicht gemeint

Wer „Tomaten auf den Augen“ hat, trägt kein Gemüse im Gesicht – er übersieht etwas. Viele Wörter und Wendungen haben neben der wörtlichen eine übertragene Bedeutung: Das Bild steht für etwas anderes. Feste Wendungen dieser Art heißen Redewendungen. Ihren Sinn kannst du nicht aus den einzelnen Wörtern ableiten, du musst ihn kennen.

Gesagt – gemeint

  • etwas Offensichtliches nicht sehen
  • sich irren
  • jemanden anlügen
  • etwas Unpassendes sagen oder tun

Drei Begriffe

  • Redewendung: feste Wortgruppe mit übertragener Bedeutung – Schwein haben.
  • Sprichwort: ganzer Satz mit einer Lebensweisheit – Übung macht den Meister.
  • Wort im übertragenen Sinn: Tischbein, Flaschenhals, ein Herz aus Gold.

Typische Falle

  • Redewendungen bedeuten nicht, was die Wörter sagen.
  • Wort für Wort übersetzt versteht sie niemand: Wer im Englischen „die Daumen drückt“, erntet fragende Blicke.
  • Ob wörtlich oder übertragen gemeint ist, zeigt der Zusammenhang.

Tipp

Zeichne eine Redewendung so, wie sie wörtlich dasteht. Das lustige Bild hilft dir, dir die echte Bedeutung zu merken.

Üben

4 Aufgaben
  1. Ergänze die Redewendung.

    1. Du hast den Nagel auf den getroffen.
    2. Mit dem Witz ist er ins getreten.
    3. Dein Summen geht mir auf den .
    4. Für die Arbeit drücke ich dir die .
    5. Kauf nicht die Katze im !
  2. Wörtlich oder übertragen gemeint? Schreib es dahinter.

    1. Mia hat Schwein gehabt: Sie hat den Bus noch erwischt.
    2. Auf dem Bauernhof hat Mia ein Schwein gefüttert.
    3. Bei der Aufgabe steht Tim total auf dem Schlauch.
    4. Der Gärtner steht auf dem Schlauch, darum kommt kein Wasser.
    5. Oma hat ein Herz aus Gold.
  3. Was bedeutet die Redewendung? Verbinde.

    • Tomaten auf den Augen
    • auf dem Holzweg
    • Daumen drücken
    • Bären aufbinden
    • Schwein haben
    • jemanden anlügen
    • sich irren
    • Glück haben
    • etwas Offensichtliches nicht sehen
    • Glück wünschen
  4. Stimmt das? Kreuze an.

    1. Ein Sprichwort ist ein ganzer Satz mit einer Lebensweisheit.
    2. „Übung macht den Meister“ ist ein Sprichwort.
    3. Tischbein ist ein Wort im übertragenen Sinn.
    4. Redewendungen kann man Wort für Wort ins Englische übersetzen.
    5. „Tomaten auf den Augen haben“ bedeutet eine Augenkrankheit.

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Tomaten auf den Augen? Also Gemüse im Gesicht. Falsch!

Erklärung

Gemeint ist: Er übersieht etwas, das direkt vor ihm liegt. Viele Wörter haben zwei Bedeutungen: eine wörtliche und eine übertragene. Wörtlich heißt: genau das, was die Wörter sagen. Übertragen heißt: Das Bild steht für etwas anderes.

Das gibt es schon bei einzelnen Wörtern: Ein Tischbein läuft nirgendwohin. Feste Wortgruppen mit übertragenem Sinn heißen Redewendungen. Schwein haben heißt also: Glück haben. Kein Tier weit und breit. Ein Sprichwort ist dagegen ein ganzer Satz: Übung macht den Meister.

Die Falle: Wort für Wort kommst du nicht auf den Sinn. Gegenprobe: Daumen drücken, Wort für Wort auf Englisch? Versteht dort keiner. Dort kreuzt man die Finger und sagt: [en]fingers crossed[/en]. Ob wörtlich oder übertragen, zeigt dir der Zusammenhang.

Darum lernst du Redewendungen wie Vokabeln. Ein lustiges Bild hilft dabei.

Beispiele

Neuer Fall, vielleicht erst nächstes Jahr dein Thema: zwei Sätze, eine Wendung. Satz eins: Der Gärtner steht auf dem Schlauch, darum kommt kein Wasser. Hier ist es wörtlich: Er steht wirklich auf dem Gartenschlauch. Satz zwei: Bei der Matheaufgabe steht Tim total auf dem Schlauch.

Kein Schlauch in Sicht. Übertragen heißt das: Er versteht gerade nichts. Der Zusammenhang verrät es: Bei einer Matheaufgabe liegt kein Gartenschlauch. Zum Merken zeichnest du die Wendung wörtlich: Tim auf einem Schlauch. Daneben schreibst du die Bedeutung: Er versteht etwas nicht.

Noch eine: auf dem Holzweg sein. Gemeint ist: sich irren.

Dein Zug

Dein Zug: Lena hat ein Herz aus Gold. Wörtlich oder übertragen? Übertragen: Lena ist sehr gutherzig.

Zum Schluss

Wörtlich ist, was dasteht. Übertragen ist, was gemeint ist. Merk dir: Im übertragenen Sinn steht das Bild für etwas anderes. Zum Üben: Zeichne drei Redewendungen wörtlich. Schreib daneben, was sie bedeuten. Nächste Frage: Schreibt man morgens groß oder klein?

Danach

Deutsch · Klasse 7 Schreibt man morgens groß oder klein?

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