Klasse 5 › Erdkunde › Leben und Wirtschaften in Deutschland
Was ist eine Börde?
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Eine Börde ist eine flache, fast baumlose Landschaft mit sehr fruchtbarem Lössboden. Den feinen Löss hat der Wind in der Eiszeit herangeweht und am Rand der Mittelgebirge abgelagert. Er speichert viel Wasser und Nährstoffe – darum wachsen dort Weizen und Zuckerrüben besonders gut. Bekannt sind die Magdeburger, Hildesheimer und Soester Börde.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Die fruchtbarsten Böden Deutschlands
Eine Börde ist eine flache, fast baumlose Landschaft mit sehr fruchtbarem Boden. Der Boden besteht aus Löss: feinem, gelblichem Staub, den der Wind in der Eiszeit aus den kahlen Flächen vor dem Eis ausgeblasen und am Rand der Mittelgebirge abgelagert hat. Löss ist locker, speichert viel Wasser und Nährstoffe und lässt sich leicht bearbeiten. Mit dem milden Klima entstehen Gunsträume für die Landwirtschaft: Hier wachsen Weizen und Zuckerrüben, die gute Böden brauchen. Beispiele sind die Magdeburger, Hildesheimer und Soester Börde.
Guter und armer Boden im Vergleich
| Lössboden (Börde) | Sandboden (Heide) | |
|---|---|---|
| Körner | sehr fein | grob |
| Wasser | speichert viel | versickert schnell |
| Nährstoffe | viele | wenige |
| Nutzung | Weizen, Zuckerrüben | Roggen, Kartoffeln, Kiefernwald, Heide |
Typisch für die Börde
- Weizen
- Zuckerrüben
- große Felder, kaum Wald
Typische Falle
- Falsch: Getreide wächst überall gleich gut.
- Richtig: Boden, Wasser und Klima entscheiden. Auf Löss ist der Ertrag viel höher als auf Sand.
- Gunstraum: günstige Bedingungen; Ungunstraum: ungünstige, etwa Heide oder Hochgebirge.
Tipp
Versuch: Fülle zwei Blumentöpfe mit Sand und mit Gartenerde, gieße gleich viel Wasser darauf und fang das Wasser unten auf. Aus dem Sand läuft viel mehr heraus – er hält Wasser schlecht.
Üben
6 Aufgaben
Vergleiche Löss und Sand. Schreib „viel“ oder „wenig“.
Boden Wasser Nährstoffe Löss Sand Versuch: Auf zwei Töpfe mit Boden werden je 500 ml Wasser gegossen.
- Aus dem Sand laufen 350 ml heraus. Er hält ml.
- Aus dem Löss laufen 100 ml heraus. Er hält ml.
- Wasser besser für die Pflanzen hält der .
- Schneller versickert das Wasser im .
Beschrifte die Karte: Tiefland, Lössgürtel, Mittelgebirge, Magdeburger Börde.
- Ziffer 1:
- Ziffer 2:
- Ziffer 3:
- Ziffer 4:
Beschrifte die Karte: Kölner Bucht, Soester Börde, Hildesheimer Börde, Alpen.
- Ziffer 1:
- Ziffer 2:
- Ziffer 3:
- Ziffer 4:
Was passt zusammen? Verbinde.
- Löss
- Gunstraum
- Ungunstraum
- Zuckerrübe
- Gebiet mit schlechten Bedingungen
- vom Wind abgelagerter Staub
- braucht besten Boden
- Gebiet mit guten Bedingungen
Stimmt das? Kreuz an.
- Löss wurde vom Wind abgelagert.
- Die Magdeburger Börde hat sehr fruchtbare Böden.
- Löss lässt Wasser schnell versickern.
- Sandboden ist reich an Nährstoffen.
- Die Heide ist ein Gunstraum für Zuckerrüben.
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Getreide wächst überall gleich gut? Falsch.
Erklärung
Eine Börde ist flaches Land mit sehr fruchtbarem Boden, fast ohne Wald. Der Boden dort heißt Löss: feiner, gelblicher Staub. Zwischen den Fingern zerrieben, fühlt sich Löss weich und mehlig an. Herangeweht hat ihn der Wind, in der Eiszeit vor vielen Tausend Jahren.
Vor dem Eis lagen kahle Flächen. Der Wind blies feinen Staub heraus. Am Rand der Mittelgebirge blieb er als dicke Schicht liegen. So liegt der Lössgürtel zwischen Tiefland und Mittelgebirge. Darin liegen die Börden, etwa bei Soest, Hildesheim und Magdeburg.
Löss ist locker und speichert viel Wasser und Nährstoffe. Mit dem milden Klima wird die Börde ein Gunstraum für die Landwirtschaft. Hier wachsen Weizen und Zuckerrüben. Die brauchen besonders gute Böden. Gegenprobe: Auf trockenem Sandboden wäre die Ernte viel kleiner.
Heide oder Hochgebirge sind dagegen Ungunsträume für den Ackerbau.
Beispiele
Versuch: ein Topf Sand, ein Topf Löss, auf jeden 500 ml Wasser. Aus dem Sand laufen 350 ml heraus. Er hält nur 150 ml. Aus dem Löss laufen nur 100 ml heraus. Er hält 400 ml. Löss hält also fast dreimal so viel Wasser wie Sand.
Feine Lösskörner halten das Wasser fest, grobe Sandkörner lassen es durch. Auf Sand wachsen darum oft Kiefern und Heide, oder Roggen und Kartoffeln. Die Magdeburger Börde hat einige der besten Böden Deutschlands. Aus ihren Zuckerrüben wird Zucker gemacht.
Dein Zug
Dein Zug: Löss oder Sand – welcher Boden hält mehr Wasser? Löss.
Zum Schluss
Getreide wächst nicht überall gleich: Auf Löss ist die Ernte viel größer. Merk dir: Eine Börde ist flaches Land mit sehr fruchtbarem Lössboden. Zum Üben: Vergleich zwei Böden im Glas mit Wasser. Welcher hält Wasser besser? Nächste Frage: Warum gibt es im Winter Erdbeeren im Supermarkt?
Danach

