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Klasse 5 › Geschichte › Urgeschichte

Was war die Bronzezeit?

Geschichte Klasse 5 Urgeschichte

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Kurz gesagt

Die Bronzezeit ist die Zeit, in der Menschen Werkzeuge und Waffen aus Bronze herstellten – in Mitteleuropa etwa 2200 bis 800 v. Chr. Bronze kommt nicht aus dem Boden: Man schmilzt etwa 9 Teile Kupfer mit 1 Teil Zinn zusammen. Weil beide Metalle selten sind, blühte der Fernhandel, und neue Berufe wie Schmied und Händler entstanden.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Ein Metall, das Menschen mischten

Nach der Steinzeit lernten die Menschen, Metall zu gewinnen. Zuerst nutzten sie Kupfer, doch es ist weich. Dann entdeckten sie: Schmilzt man etwa 9 Teile Kupfer mit 1 Teil Zinn zusammen, entsteht Bronze – viel härter als Kupfer. In Mitteleuropa dauerte die Bronzezeit etwa von 2200 bis 800 v. Chr. Weil Kupfer und Zinn nur an wenigen Orten vorkommen, blühte der Handel über weite Strecken auf.

Woraus Bronze besteht

Ungefähre Mischung: 90 % Kupfer, 10 % Zinn.

Vom Erz zum Beil

  1. Kupfererz im Bergwerk abbauen, Zinn eintauschen.
  2. Erz im Feuer schmelzen, Kupfer gewinnen.
  3. Kupfer und Zinn zusammen schmelzen – so entsteht Bronze.
  4. Flüssige Bronze in eine Form aus Stein oder Ton gießen.
  5. Abkühlen lassen, schleifen, schärfen.

Bronze ist eine Mischung (Legierung), kein Metall aus dem Boden.

Warum Bronze besser war als Stein

SteinBronze
bricht leichtbiegt sich eher, bricht selten
wird mühsam geschlagen und geschliffenwird in Formen gegossen – viele gleiche Stücke
kaputt ist kaputtkann eingeschmolzen und neu gegossen werden

Die Himmelsscheibe von Nebra

  • Bronzescheibe mit Sonne, Mond und Sternen aus Gold, vor rund 3 600 Jahren vergraben.
  • 1999 von Raubgräbern in Sachsen-Anhalt gefunden, später sichergestellt.
  • Die älteste bekannte konkrete Darstellung des Himmels – seit 2013 Weltdokumentenerbe der UNESCO.

Typische Falle

  • Falsch: „Bronze kommt als Metall aus dem Boden.“
  • Richtig: Aus dem Boden kommen Kupfer- und Zinnerz. Bronze stellen Menschen daraus her.
  • Mit der Bronze kamen Fachleute: Bergleute, Schmiede, Händler – und reiche Anführer, die Metall besaßen.

Üben

4 Aufgaben
  1. Bronze aus 9 Teilen Kupfer und 1 Teil Zinn: Rechne.

    1. 10 kg Bronze brauchen kg Zinn.
    2. 40 kg Bronze brauchen kg Kupfer.
    3. Ein Händler hat 5 kg Zinn. Damit macht er kg Bronze.
  2. Ergänze.

    1. Bronze ist eine Mischung aus Kupfer und .
    2. Eine Mischung aus Metallen heißt .
    3. In Mitteleuropa begann die Bronzezeit um v. Chr.
    4. Die Himmelsscheibe wurde bei gefunden.
  3. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Mit einer Gussform kann man viele gleiche Beile herstellen.
    2. Zinn fand man in fast jedem Dorf.
    3. Ein zerbrochenes Bronzeschwert ist wertlos.
    4. Bronze ist weicher als Kupfer.
    5. In der Bronzezeit gab es spezialisierte Handwerker.
  4. Was passt zusammen? Verbinde.

    • Zinn
    • Himmelsscheibe
    • Schmied
    • Gussform
    • gießt und bearbeitet Metall
    • seltener Rohstoff, Fernhandel
    • viele gleiche Stücke
    • Sachsen-Anhalt

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Bronze gräbt man einfach als Metall aus dem Boden? Falsch!

Erklärung

Nach der Steinzeit lernten Menschen, Metall zu gewinnen. Zuerst Kupfer. Doch Kupfer ist weich. Eine Klinge daraus wird schnell stumpf. Dann die Entdeckung: Kupfer und Zinn zusammen schmelzen. Heraus kommt Bronze. Etwa neun Teile Kupfer, ein Teil Zinn. So eine Mischung heißt Legierung.

Bronze ist viel härter als Kupfer. Und man kann sie gießen. Aus dem Boden kommt nur Erz: Gestein, in dem Metall steckt. Gegenprobe: Fertige Bronze findet man in der Natur nicht. Menschen machen sie. In Mitteleuropa dauerte die Bronzezeit etwa von 2200 bis 800 vor Christus.

Kupfer und Zinn findet man nur an wenigen Orten. Darum blühte der Handel: Metall reiste über Hunderte Kilometer. Neue Berufe entstanden: Bergleute, Schmiede, Händler. Wer Metall besaß, wurde reich.

Beispiele

Wir machen ein Beil. Erst Kupfererz abbauen und im Feuer schmelzen. Dann mit Zinn zusammen schmelzen und in eine Form aus Stein gießen. Abkühlen, schleifen, schärfen. Fertig ist das Bronzebeil. Mit einer Form gießt man viele gleiche Beile. Steinbeile entstehen einzeln.

Und ein kaputtes Beil schmilzt man einfach ein und gießt es neu. Rechnen wir: 20 Kilo Bronze. Ein Zehntel davon ist Zinn. Also 2 Kilo Zinn. Der Rest, 18 Kilo, ist Kupfer. Ein berühmter Fund: die Himmelsscheibe von Nebra, aus Bronze mit Gold.

Darauf sind Sterne, eine Mondsichel und eine runde Scheibe aus Gold. Sie ist wohl rund 3600 Jahre alt. Manche halten sie für jünger. Raubgräber fanden sie 1999 in Sachsen-Anhalt. Heute liegt sie im Museum.

Dein Zug

Dein Zug: Gräbt man Bronze aus dem Boden? Nein. Menschen mischen Kupfer und Zinn.

Zum Schluss

Also: Aus dem Boden kommt Erz. Bronze machen Menschen daraus. Merk dir: In der Bronzezeit mischten Menschen Kupfer und Zinn zu Bronze. Zum Üben: Schreib auf: Kupfer plus Zinn ergibt Bronze. Warum ist sie besser als Stein? Nächste Frage: Wer hat das Rad erfunden?

Danach

Geschichte · Klasse 5 Wer hat das Rad erfunden?

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