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Klasse 5 › Geschichte › Urgeschichte

Wer hat das Rad erfunden?

Geschichte Klasse 5 Urgeschichte

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Kurz gesagt

Das Rad hat kein einzelner Mensch erfunden. Um 3500 v. Chr. tauchen Räder und Wagen fast gleichzeitig in mehreren Gegenden auf – in Mesopotamien, in den Steppen am Schwarzen Meer und in Mitteleuropa; wo genau zuerst, ist umstritten. Das älteste erhaltene Holzrad mit Achse stammt aus einem Moor bei Ljubljana. Um 2000 v. Chr. kam das leichte Speichenrad.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Keine Einzelperson

Das Rad hat nicht ein einzelner Mensch erfunden. Um 3500 v. Chr. tauchen Räder und Wagen fast gleichzeitig in mehreren Gegenden auf: in Mesopotamien, in den Steppen nördlich des Schwarzen Meers und in Mitteleuropa. Das älteste erhaltene Holzrad mit Achse fand man im Moor bei Ljubljana in Slowenien – es ist rund 5 200 Jahre alt. Erfindungen entstanden damals Schritt für Schritt und verbreiteten sich über Handelswege.

Das Rad auf dem Zeitstrahl

Um 3500 v. Chr. die ältesten Wagenbilder, um 3200 v. Chr. das Rad aus dem Laibacher Moor, um 2000 v. Chr. das leichte Speichenrad.

Vom Scheibenrad zum Speichenrad

ScheibenradSpeichenrad
seitum 3500 v. Chr.um 2000 v. Chr.
Bauaus Brettern zusammengesetztFelge mit Speichen
Gewichtschwerleicht
gezogen vonOchsenPferden, schnelle Wagen

Weitere Erfindungen dieser Zeit

  • Töpferscheibe: Gefäße gleichmäßig und schnell formen.
  • Pflug: Ochsen ziehen einen Haken durch den Boden, mehr Fläche wird bestellt.
  • Metallguss: Werkzeuge aus Kupfer und später Bronze.

Typische Falle

  • Falsch: „Ein einzelner Erfinder hat das Rad erfunden.“
  • Richtig: Viele Menschen an verschiedenen Orten haben Rad, Achse und Wagen entwickelt und verbessert – Namen kennt man keine.
  • Ein Rad allein nützt wenig: Man braucht auch Zugtiere, Wege und eine gute Achse.

Tipp

Bei Fragen wie „Wer hat … erfunden?“ gilt für die Frühzeit: Such nicht nach einer Person, sondern nach Ort, Zeit und den Bedingungen, die die Erfindung nützlich machten.

Üben

4 Aufgaben
  1. Ergänze.

    1. Die ersten Räder und Wagen tauchten um v. Chr. auf.
    2. Das älteste erhaltene Holzrad fand man in einem .
    3. Die ersten Wagen zogen .
    4. Das schwere Rad aus Brettern heißt .
  2. Rechne mit Jahren vor Christus.

    1. Vom Rad aus dem Laibacher Moor (um 3200 v. Chr.) bis zum Speichenrad (um 2000 v. Chr.) vergingen etwa Jahre.
    2. Vom Speichenrad (um 2000 v. Chr.) bis zur Laufmaschine (1817) vergingen etwa Jahre.
  3. Was ermöglichte die Erfindung? Verbinde.

    • Rad
    • Töpferscheibe
    • Pflug
    • Metallguss
    • viele gleiche Werkzeuge
    • gleichmäßige Gefäße formen
    • Lasten fahren statt tragen
    • mehr Feld bestellen
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Man kennt den Namen des Mannes, der das Rad erfunden hat.
    2. Räder gab es früh an mehreren Orten.
    3. Über Handelswege verbreitete sich das Wissen vom Rad.
    4. Die ersten Räder hatten schon Speichen.
    5. Für schwere Wagen brauchte man Zugtiere.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Ein einziger schlauer Erfinder hat das Rad erfunden? Falsch!

Erklärung

Vor dem Rad trug man Lasten, oder man zog sie auf Schlitten. Um 3500 vor Christus tauchen Räder und Wagen auf, fast gleichzeitig. In Mesopotamien, in den Steppen am Schwarzen Meer und in Mitteleuropa. Wo genau das erste Rad rollte, ist umstritten. Einen Namen kennt niemand.

Kein Wunder: Damals gab es fast nirgends eine Schrift. Gegenprobe: Ein Einzelner baut nicht gleichzeitig an drei weit entfernten Orten. Ein Rad allein nützt wenig. Es braucht eine Achse und einen Wagen. Und Zugtiere: Die ersten Wagen zogen Ochsen. Pferde kamen erst später.

Dazu feste Wege. Erst alles zusammen macht einen Wagen wirklich nützlich. Über Handelswege verbreitete sich das Wissen vom Rad, von Gegend zu Gegend.

Beispiele

Einer der ältesten Belege: ein Tonkrug aus Polen mit einem Wagen darauf. Das älteste erhaltene Holzrad mit Achse lag in einem Moor bei Ljubljana. Im nassen Moorboden ohne Luft verrottet Holz kaum. Darum blieb es erhalten. Es stammt von etwa 3200 vor Christus. Wie alt ist es heute?

3200 Jahre bis Christi Geburt, plus rund 2000. Also etwa 5200 Jahre. Die ersten Räder waren Scheibenräder aus Brettern: schwer und langsam. Um 2000 vor Christus kam das leichte Speichenrad, gezogen von Pferden. Zwischen erstem Rad und Speichenrad liegen 3500 minus 2000, also 1500 Jahre.

Auch eine andere Erfindung dieser Zeit drehte sich: die Töpferscheibe. In Mittelamerika gab es Spielzeug auf Rädern. Wagen nicht: Es fehlten Zugtiere. Das zeigt: Eine Erfindung braucht die passenden Bedingungen. Heute rollt fast alles auf Rädern: Fahrrad, Auto, Zug.

Dein Zug

Dein Zug: Wer hat das Rad erfunden? Kein Einzelner. Viele Menschen an mehreren Orten, um 3500 vor Christus.

Zum Schluss

Also: kein einzelner Erfinder, sondern viele Menschen an vielen Orten. Merk dir: Das Rad entstand um 3500 vor Christus, ohne einzelnen Erfinder. Zum Üben: Such drei Dinge in der Wohnung, die ohne Rad nicht funktionieren. Nächste Frage: Wer waren die Kelten?

Danach

Geschichte · Klasse 5 Wer waren die Kelten?

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