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Klasse 5 › Geschichte › Urgeschichte

Wer waren die Kelten?

Geschichte Klasse 5 Urgeschichte

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Kurz gesagt

Die Kelten waren kein Volk mit einem König und einem eigenen Land, sondern viele Stämme mit eigenen Anführern. Sie lebten in der Eisenzeit, ab etwa 800 v. Chr., zwischen Frankreich, Süddeutschland und Österreich. Verbunden waren sie durch ähnliche Sprachen, Kunst, Handwerk und Glauben. Funde wie die Heuneburg, das Fürstengrab von Hochdorf und das Oppidum Manching zeigen, wie sie lebten.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Viele Stämme, eine Kultur

Ab etwa 800 v. Chr. lernten die Menschen in Mitteleuropa, Eisen herzustellen – die Eisenzeit begann. In dieser Zeit lebten zwischen Frankreich, Süddeutschland und Österreich die Kelten. Den Namen gaben ihnen die Griechen, die Römer nannten sie Gallier. Die Kelten hatten keinen gemeinsamen Staat: Sie lebten in vielen Stämmen mit eigenen Anführern. Was sie verband, waren ähnliche Sprachen, Kunst, Handwerk und Glaubensvorstellungen.

Die Eisenzeit der Kelten

Hallstattzeit etwa 800 bis 450 v. Chr., Latènezeit etwa 450 v. Chr. bis Christi Geburt. Das Fürstengrab von Hochdorf entstand um 530 v. Chr.

Bronze und Eisen

BronzeEisen
RohstoffKupfer und ZinnEisenerz
Woher?selten, weiter Handelfast überall
Härtehartgeschmiedet härter
Nachteilteuerrostet

Was man von den Kelten findet

  • Heuneburg an der Donau: Fürstensitz um 600 v. Chr. mit einer Mauer aus Lehmziegeln wie am Mittelmeer.
  • Fürstengrab von Hochdorf: Goldschmuck, eine Liege aus Bronze, ein Wagen.
  • Oppida: große, befestigte Siedlungen wie Manching in Bayern mit Tausenden Menschen, Werkstätten und eigenen Münzen.

Typische Falle

  • Falsch: „Die Kelten waren ein Volk mit eigenem Land und einem König.“
  • Richtig: viele Stämme ohne gemeinsamen Staat.
  • Das meiste Geschriebene über sie stammt von Fremden, etwa von Caesar, der Gallien 58 bis 51 v. Chr. eroberte.

Druiden

  • Druiden waren bei den Kelten Priester, Gelehrte und Richter.
  • Ihr Wissen gaben sie mündlich weiter.
  • Was wir über sie wissen, berichten vor allem griechische und römische Schreiber.

Tipp

Merk dir die Reihenfolge der Metalle: Kupfer – Bronze – Eisen. Jedes neue Metall war härter oder leichter zu bekommen als das vorige.

Üben

5 Aufgaben
  1. Vergleiche Bronze und Eisen: Ergänze die Tabelle.

    BronzeEisen
    RohstoffKupfer und Eisenerz
    Rohstoff zu findenseltenfast
    Nachteilteuer
  2. Ergänze.

    1. Die Eisenzeit begann in Mitteleuropa um v. Chr.
    2. Die Römer nannten die Kelten .
    3. Eine große, befestigte Keltensiedlung heißt .
    4. Priester und Richter der Kelten hießen .
  3. Beschrifte die Karte: Heuneburg, Hochdorf, Manching, Donau.

    1. Ziffer 1:
    2. Ziffer 2:
    3. Ziffer 3:
    4. Ziffer 4:
  4. Was verrät der Fund? Verbinde.

    • Goldschmuck im Fürstengrab
    • Lehmziegelmauer der Heuneburg
    • keltische Münzen
    • Werkstätten im Oppidum
    • Handel mit Geld
    • Es gab Reiche und Arme.
    • Handwerk als Beruf
    • Kontakte zum Mittelmeer
  5. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Die Kelten hatten einen gemeinsamen König.
    2. Die Kelten lebten in der Eisenzeit.
    3. Die Kelten hatten ein Land mit festen Grenzen.
    4. Viel von dem, was wir über die Kelten lesen, schrieben Fremde.
    5. Manche Kelten lebten in großen, befestigten Siedlungen.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Die Kelten: ein Volk, ein Land, ein König? Falsch!

Erklärung

Um 800 vor Christus begann in Mitteleuropa die Eisenzeit. Forschende teilen sie in zwei Abschnitte: Hallstattzeit und Latènezeit. Eisenerz findet man fast überall. Für Bronze brauchte man seltenes Zinn. Gut geschmiedet ist Eisen sogar härter als Bronze. Aber es rostet.

Damals lebten zwischen Frankreich, Süddeutschland und Österreich die Kelten. Den Namen Kelten gaben ihnen die Griechen. Die Römer sagten Gallier. Doch einen gemeinsamen Staat hatten die Kelten nie. Es gab viele Stämme. Jeder Stamm hatte eigene Anführer. Manche Stämme waren sogar Rivalen.

Was sie verband: ähnliche Sprachen, Kunst, Handwerk und Glauben. Gegenprobe: Gegen die Römer mussten sich die Stämme erst verbünden. Hohes Ansehen hatten die Druiden: Priester, Gelehrte und Richter zugleich. Ihr Wissen gaben sie nur mündlich weiter. Aufgeschrieben haben es Fremde.

Beispiele

Mehr verraten Funde. Drei berühmte liegen in Süddeutschland. Die Heuneburg an der Donau war ein Fürstensitz, um 600 vor Christus. Damals war ihre Mauer aus Lehmziegeln. So baute man sonst am Mittelmeer. Bei Hochdorf fand man das Grab eines Fürsten, um 530 vor Christus.

Darin lagen Goldschmuck, eine Liege aus Bronze und ein Wagen. So reich wurden nur wenige begraben. Es gab also Reiche und Arme. Später entstanden Oppida, große befestigte Siedlungen wie Manching. Dort lebten Tausende Menschen, mit Werkstätten und eigenen Münzen.

Von 58 bis 51 vor Christus eroberte Caesar Gallien. Er schrieb ein Buch darüber. Aber Vorsicht: Er war ihr Gegner.

Dein Zug

Dein Zug: Hatten die Kelten einen gemeinsamen König? Nein, viele Stämme mit eigenen Anführern.

Zum Schluss

Also: Kelten ist kein Staat, sondern ein Name für viele Stämme. Merk dir: Die Kelten waren viele Stämme der Eisenzeit mit gemeinsamer Kultur. Zum Üben: Vergleiche Bronze und Eisen in einer Tabelle. Rohstoff, Härte, woher man ihn bekommt. Nächste Frage: Wo entstanden die ersten Städte der Welt?

Danach

Geschichte · Klasse 5 Wo entstanden die ersten Städte der Welt?

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