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Klasse 5 › Biologie › Wirbeltiere in ihren Lebensräumen

Wie atmen Fische unter Wasser?

Biologie Klasse 5 Wirbeltiere in ihren Lebensräumen

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Kurz gesagt

Fische atmen kein Wasser, sondern den Sauerstoff, der im Wasser gelöst ist. Das Wasser strömt durchs Maul hinein, an den Kiemen vorbei und unter dem Kiemendeckel wieder hinaus. In den feinen, stark durchbluteten Kiemenblättchen geht Sauerstoff ins Blut und Kohlenstoffdioxid ins Wasser. In warmem Wasser ist weniger Sauerstoff gelöst – darum atmen Fische dort schneller.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Sauerstoff aus dem Wasser

Im Wasser ist Sauerstoff gelöst – ähnlich wie Kohlensäure im Sprudel, nur unsichtbar. Der Fisch öffnet das Maul, Wasser strömt hinein und an den Kiemen vorbei. Die Kiemen bestehen aus Kiemenbögen mit vielen feinen, stark durchbluteten Kiemenblättchen. Dort geht der gelöste Sauerstoff ins Blut, Kohlenstoffdioxid geht ins Wasser. Dann schließt der Fisch das Maul, und das Wasser strömt unter dem Kiemendeckel wieder hinaus.

Gebaut für viel Austausch

  • Viele feine Kiemenblättchen ergeben eine riesige Fläche.
  • Sie sind stark durchblutet – darum sind Kiemen rot.
  • Der Kiemendeckel schützt die empfindlichen Kiemen.

Typische Falle

  • Falsch: Fische atmen Wasser.
  • Richtig: Sie nehmen den im Wasser gelösten Sauerstoff auf, das Wasser selbst fließt wieder hinaus.
  • An Land fallen die Kiemenblättchen zusammen und verkleben – der Fisch erstickt trotz Luft.

Tipp

Warmes Wasser kann weniger Sauerstoff lösen als kaltes. Darum atmen Fische im Sommer schneller und schnappen in warmen Teichen manchmal an der Oberfläche nach Luft.

Üben

6 Aufgaben
  1. Ergänze.

    1. Die feinen, roten Teile der Kiemen heißen .
    2. Die Kiemen schützt von außen der .
    3. Aus dem Wasser geht ins Blut.
    4. Aus dem Blut geht ins Wasser.
  2. Beschrifte den Fisch: Kiemendeckel, Kiemen, Seitenlinie, Schwimmblase.

    1. Ziffer 1:
    2. Ziffer 2:
    3. Ziffer 3:
    4. Ziffer 4:
  3. Beschrifte die Flossen: Rückenflosse, Schwanzflosse, Brustflosse, Bauchflosse.

    1. Ziffer 1:
    2. Ziffer 2:
    3. Ziffer 3:
    4. Ziffer 4:
  4. Welche Erklärung passt zur Beobachtung? Verbinde.

    • Kiemen sind rot
    • Fisch erstickt an Land
    • Fisch schnappt im Sommer an der Oberfläche
    • sehr viele feine Blättchen
    • Kiemenblättchen verkleben
    • große Fläche für den Austausch
    • stark durchblutet
    • warmes Wasser hat wenig Sauerstoff
  5. Atemzüge zählen: Ein Atemzug ist einmal Maul auf und zu.

    1. In 15 Sekunden 20 Atemzüge. In einer Minute:
    2. In 30 Sekunden 45 Atemzüge. In einer Minute:
    3. Kaltes Becken: 50 pro Minute, warmes Becken: 90 pro Minute. Schneller atmet der Fisch im Becken.
    4. Kaltes Becken: 50 pro Minute, warmes Becken: 90 pro Minute. Mehr Sauerstoff ist im Becken gelöst.
  6. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Das Wasser strömt unter dem Kiemendeckel hinaus.
    2. Warmes Wasser enthält mehr Sauerstoff als kaltes.
    3. Kohlenstoffdioxid geht an den Kiemen ins Wasser.
    4. Die Kiemenblättchen sitzen an den Kiemenbögen.
    5. Fische brauchen keinen Sauerstoff.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Fische atmen unter Wasser. Also atmen sie Wasser? Falsch.

Erklärung

Fische brauchen dasselbe wie du: Sauerstoff. Ohne ihn kein Leben. Im Wasser ist Sauerstoff gelöst, unsichtbar wie Kohlensäure im Sprudel. Den holt der Fisch mit den Kiemen. Sie sitzen hinter dem Kopf. Außen schützt sie der Kiemendeckel. Darunter liegen die roten Kiemen.

Der Fisch öffnet das Maul. Wasser strömt hinein, an den Kiemen vorbei. Dann schließt er das Maul. Das Wasser strömt unter dem Kiemendeckel hinaus. Die Kiemen bestehen aus vielen feinen Blättchen. Die sind stark durchblutet. Darum sind Kiemen so rot: Das ist das Blut darin.

Dort wandert der gelöste Sauerstoff ins Blut. Das Wasser selbst fließt weiter. Umgekehrt gibt das Blut Kohlenstoffdioxid ans Wasser ab. Viele feine Blättchen bilden eine riesige Fläche für viel Sauerstoff. Gegenprobe: Fehlt im Teich Sauerstoff, ersticken Fische, obwohl sie im Wasser sind.

Und an Land? Die Blättchen fallen zusammen und verkleben. Der Fisch erstickt. Und das, obwohl Luft viel mehr Sauerstoff enthält!

Beispiele

Ein Gartenteich im Sommer: Das Wasser wird warm. Warmes Wasser kann weniger Sauerstoff lösen als kaltes. Darum atmet der Fisch dort schneller, um genug Sauerstoff zu bekommen. Wird es knapp, schnappen Fische an der Oberfläche nach Luft.

Probier es am Aquarium: Zähl, wie oft der Fisch das Maul öffnet. In 15 Sekunden: 18 Mal. Eine Minute ist viermal so lang. 18 mal 4 sind 72 Atemzüge pro Minute. Im kühleren Becken zählst du weniger. Dort ist mehr Sauerstoff gelöst.

Dein Zug

Dein Zug: Wo atmet ein Fisch schneller, bei 10 oder bei 25 Grad? Bei 25 Grad.

Zum Schluss

Die Lunge holt Sauerstoff aus Luft, Kiemen holen ihn aus Wasser. Merk dir: Fische atmen kein Wasser. Ihre Kiemen holen gelösten Sauerstoff heraus. Zum Üben: Beobachte einen Fisch. Zähl, wie oft er in einer Minute das Maul öffnet. Nächste Frage: Wie wird aus einer Kaulquappe ein Frosch?

Danach

Biologie · Klasse 5 Wie wird aus einer Kaulquappe ein Frosch?

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