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Klasse 7 › Politik › Markt und Wirtschaft

Wie entsteht ein Preis?

Politik Klasse 7 Markt und Wirtschaft

Neu: Dieses Video läuft schon hier, bevor es auf YouTube erscheint.

Kurz gesagt

Ein Preis entsteht auf dem Markt, wo Angebot (die Verkäufer) und Nachfrage (die Käufer) aufeinandertreffen. Je teurer etwas ist, desto weniger wird gekauft und desto mehr angeboten. Beim Gleichgewichtspreis passt beides zusammen. Ist der Preis zu hoch, bleibt Ware liegen; ist er zu niedrig, reicht sie nicht. Wettbewerb drückt die Preise, Preisabsprachen sind verboten.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Wo Angebot und Nachfrage sich treffen

Ein Markt ist überall dort, wo Verkäufer und Käufer zusammenkommen – auf dem Wochenmarkt, im Laden oder online. Die Verkäufer bilden das Angebot, die Käufer die Nachfrage. Wollen viele etwas haben, das knapp ist, steigt der Preis. Gibt es viel davon und wenige wollen es, sinkt er. Der Preis, bei dem genau so viel angeboten wie nachgefragt wird, heißt Gleichgewichtspreis.

Angebot und Nachfrage

Je teurer, desto weniger wird gekauft (Nachfrage fällt) und desto mehr wird angeboten (Angebot steigt). Wo sich die Linien kreuzen, liegt der Gleichgewichtspreis.

Vier Preisregeln

  • Nachfrage steigt → Preis steigt.
  • Nachfrage sinkt → Preis sinkt.
  • Angebot steigt → Preis sinkt.
  • Angebot sinkt → Preis steigt.
  • Ist der Preis zu hoch, bleibt Ware liegen (Angebotsüberschuss); ist er zu niedrig, reicht die Ware nicht (Nachfrageüberschuss).

Beispiel Erdbeeren

  • Juni: Erdbeeren wachsen hier, viele Bauern bieten sie an, die Wege sind kurz – der Preis ist niedrig.
  • Januar: Sie kommen von weit her oder aus beheizten Gewächshäusern, das Angebot ist klein und teuer – der Preis ist hoch.

Wettbewerb

  • Viele Anbieter konkurrieren um Kunden: Preise sinken, Qualität steigt.
  • Gibt es nur einen Anbieter (Monopol), kann er höhere Preise verlangen.
  • Preisabsprachen zwischen Firmen (Kartelle) sind verboten; das Bundeskartellamt wacht darüber.

Typische Falle

  • Falsch: „Den Preis legt der Verkäufer fest, wie er will.“
  • Er schreibt zwar das Preisschild, aber ist der Preis zu hoch, kaufen die Kunden woanders oder gar nicht – und er bleibt auf seiner Ware sitzen.

Üben

4 Aufgaben
  1. Wie heißen die Teile des Diagramms? Schreib sie auf die Linie.

    1. Ziffer 1:
    2. Ziffer 2:
    3. Ziffer 3:
  2. Steigt oder sinkt der Preis? Schreib steigt oder sinkt.

    LagePreis
    Eine Hitzewelle: Viele wollen Eis.
    Eine Rekordernte bei Äpfeln.
    Ein neues Handy: alle wollen es, wenige sind da.
    Im Januar gibt es kaum Erdbeeren aus der Region.
    In der Straße eröffnet ein zweiter Bäcker.
  3. Ergänze den Fachbegriff.

    1. Was die Käufer haben wollen:
    2. Der Preis, bei dem angebotene und gekaufte Menge gleich sind:
    3. Es gibt nur einen einzigen Anbieter:
    4. Verbotene Preisabsprache zwischen Firmen:
    5. Viele Anbieter konkurrieren um Kunden:
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Ein Verkäufer kann jeden Preis verlangen, die Kunden zahlen immer.
    2. Wettbewerb drückt oft die Preise.
    3. Erdbeeren sind im Juni billig, weil das Angebot groß ist.
    4. Firmen dürfen ihre Preise untereinander absprechen.
    5. Ein Monopol führt meist zu niedrigeren Preisen.

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Den Preis legt der Verkäufer fest, wie er will? Falsch!

Erklärung

Klar, er schreibt das Preisschild. Aber ob jemand kauft, entscheidet er nicht. Wo Verkäufer und Käufer zusammenkommen, ist ein Markt, auch online. Die Verkäufer bilden das Angebot. Die Käufer bilden die Nachfrage. Je teurer etwas ist, desto weniger wollen es kaufen. Die Nachfrage fällt.

Aber je teurer, desto mehr wollen die Verkäufer anbieten. Das Angebot steigt. Wo sich die Linien kreuzen, passt beides: der Gleichgewichtspreis. Bei diesem Preis wird genau so viel angeboten, wie gekauft werden soll. Ist der Preis zu hoch, bleibt Ware liegen. Der Verkäufer muss runter.

Ist er zu niedrig, reicht die Ware nicht. Dann steigt der Preis. Daraus folgt: Steigt die Nachfrage, steigt auch der Preis. Steigt dagegen das Angebot, sinkt der Preis. Viele Anbieter konkurrieren um Kunden. Dieser Wettbewerb drückt oft die Preise.

Gibt es nur einen Anbieter, ein Monopol, fehlt dieser Druck. Und Preise absprechen dürfen Firmen nicht. Darüber wacht das Bundeskartellamt.

Beispiele

Ein Beispiel: Lina verkauft beim Schulfest Limo. Sie hat vierzig Becher. Sie verlangt drei Euro. Nach einer Stunde sind erst fünf Becher weg. Zu teuer: Viele kaufen woanders oder gar nicht. Die Limo bleibt stehen. Also senkt sie auf fünfzig Cent. Plötzlich steht eine lange Schlange da.

Zu billig: Nach zehn Minuten ist alles weg, viele gehen leer aus. Bei 1,50 Euro passt es: Alles geht weg, keiner geht leer aus. Das ist ihr Gleichgewichtspreis. Und den hat sie nicht allein bestimmt. Die Käufer haben mitentschieden. So entsteht ein Preis: Angebot trifft Nachfrage.

Wird es noch heißer, steigt die Nachfrage. Dann kann der Preis steigen.

Dein Zug

Dein Zug: Neben Lina macht ein zweiter Limostand auf. Was passiert mit dem Preis? Er sinkt.

Zum Schluss

Noch mal: Mehr Nachfrage, höherer Preis. Mehr Angebot, niedrigerer Preis. Merk dir: Den Preis machen Angebot und Nachfrage. Er pendelt zum Gleichgewicht. Zum Üben: Erklär mit Angebot und Nachfrage. Warum sind Erdbeeren im Juni billiger als im Januar? Nächste Frage: Ab wann ist man strafmündig?

Danach

Politik · Klasse 7 Ab wann ist man strafmündig?

Passt dazu – Neugier