Klasse 6 › Biologie › Lebewesen, Pflanze, Mensch
Wie kommt der Samen weg vom Baum?
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Früchte tragen ihre Samen mit Tricks vom Mutterbaum weg, weil es darunter zu schattig wäre und Wasser knapp würde. Flugfrüchte wie beim Ahorn oder Löwenzahn nutzt der Wind, Klettfrüchte haken sich ins Fell, Lockfrüchte wie Kirschen werden gefressen und unverdaut wieder ausgeschieden. Andere schwimmen wie die Kokosnuss übers Wasser oder schleudern sich beim Springkraut selbst weg.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Weg vom Mutterbaum
Die meisten Samen fallen nicht einfach nach unten. Unter dem Mutterbaum wäre es zu schattig, und die jungen Pflanzen müssten sich Wasser und Nährstoffe mit ihm teilen. Deshalb haben Früchte Tricks: Wind, Tiere oder Wasser tragen ihre Samen fort.
Mit dem Wind
- Flugfrüchte haben Flügel wie beim Ahorn – sie drehen sich wie ein Propeller.
- Oder ein Schirmchen wie beim Löwenzahn – es schwebt lange in der Luft.
- Auch Linde, Birke und Distel verbreitet der Wind.
Mit Tieren
- Klettfrüchte wie die Klette haken sich mit Häkchen ins Fell.
- Lockfrüchte wie Kirsche, Holunder und Vogelbeere werden gefressen. Die Samen kommen unverdaut wieder heraus.
- Eicheln und Haselnüsse verstecken Eichhörnchen und Eichelhäher als Vorrat. Vergessene keimen.
Mit Wasser – oder allein
- Schwimmfrüchte wie die Kokosnuss treiben übers Meer an andere Küsten.
- Schleuderfrüchte schaffen es allein: Beim Springkraut platzt die reife Kapsel bei Berührung auf und schleudert die Samen weg.
Typische Falle
- Falsch: Samen fallen einfach nach unten.
- Richtig: Selbst schwere Eicheln kommen weg – Tiere tragen sie fort.
- Wer unter dem Mutterbaum keimt, bekommt zu wenig Licht.
Tipp
Schau dir die Frucht an: Flügel oder Schirmchen – Wind. Häkchen oder süßes Fruchtfleisch – Tier. Schwimmt sie – Wasser. Iss keine Früchte, die du nicht sicher kennst.
Üben
6 Aufgaben
Wer trägt die Samen fort? Schreib Wind, Tier oder Wasser.
- Löwenzahn:
- Holunder:
- Kokosnuss:
- Birke:
- Haselnuss:
- Distel:
- Vogelbeere:
- Linde:
Welcher Trick gehört zu welcher Frucht? Verbinde.
- Ahorn
- Klette
- Kirsche
- Eichel
- wird gefressen
- Flügel, dreht sich im Wind
- wird versteckt und vergessen
- Häkchen, hängt im Fell
Wie heißen diese Früchte? Setz das Fachwort ein.
- mit Flügeln oder Schirmchen:
- mit Häkchen fürs Fell:
- süß, werden gefressen:
- treiben auf dem Wasser:
- schleudern ihre Samen weg:
Stimmt das? Kreuz an.
- Samen fallen einfach unter den Baum.
- Unter dem Mutterbaum bekämen junge Pflanzen zu wenig Licht.
- Viele Samen überstehen den Weg durch den Darm eines Tieres.
- Eine Kokosnuss geht im Wasser sofort unter.
- Schwere Früchte wie Eicheln bleiben immer unter dem Baum.
- Eichelhäher verstecken Eicheln und vergessen manche.
Du findest eine unbekannte Frucht. Wer trägt sie fort? Schreib Wind, Tier oder Wasser.
- Die Frucht hat einen dünnen Flügel und ist sehr leicht:
- Die Frucht ist rot, süß und saftig, innen liegen harte Samen:
- Die Frucht ist rundum mit kleinen Widerhaken besetzt:
- Die Frucht hat eine dicke, faserige Hülle voller Luft und lässt kein Wasser hinein:
- Ein winziger Samen hängt an einem Schirmchen aus feinen Haaren:
Steinfrucht oder Nussfrucht? Schreib das passende Wort.
- Kirsche:
- Haselnuss:
- Pflaume:
- Eichel:
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Samen fallen einfach nach unten? Klingt logisch. Stimmt aber meistens nicht.
Erklärung
Unter dem Mutterbaum wäre es für junge Pflanzen viel zu schattig. Und sie müssten Wasser und Nährstoffe mit ihm teilen. Darum haben Früchte Tricks: Wind, Tiere oder Wasser tragen die Samen fort. Flugfrüchte vom Ahorn haben einen Flügel. Sie drehen sich wie ein Propeller.
Der Löwenzahn hat ein Schirmchen. Damit schwebt er lange durch die Luft. Auch Linde, Birke und Distel verbreitet der Wind. Die Klette hat Häkchen. Sie hakt sich ins Fell und reist mit. Lockfrüchte wie Kirsche, Holunder und Vogelbeere werden gefressen.
Die Samen kommen unverdaut wieder heraus. Oft weit weg, mit Dünger dabei. Eicheln und Haselnüsse verstecken Eichhörnchen und Eichelhäher als Vorrat. Manche Verstecke vergessen sie. Dort keimt eine neue Eiche. Mit Wasser: Die Kokosnuss ist eine Schwimmfrucht. Sie treibt übers Meer.
Springkraut kann es allein: Die reife Kapsel platzt und schleudert die Samen.
Beispiele
Du findest eine fremde Frucht? Ihr Bau verrät den Weg. Flügel, Schirmchen: Wind. Häkchen, süßes Fruchtfleisch: Tier. Schwimmt sie: Wasser. Nehmen wir die Kirsche. Außen weiches, süßes Fruchtfleisch. Innen ein harter Stein, darin der Samen. Das ist eine Steinfrucht.
Die Haselnuss hat kein Fruchtfleisch. Ihre ganze Fruchtwand ist hart und holzig. Das ist eine Nussfrucht, genau wie die Eichel. Schwer heißt nicht liegen bleiben: Eichhörnchen und Eichelhäher schleppen sie fort. Ein Ahornsamen sinkt langsam, drehend. So hat der Wind Zeit, ihn fortzutragen.
Samen fallen also nicht einfach runter. Sie gehen auf Reisen.
Dein Zug
Dein Zug: Eine Frucht hat winzige Häkchen. Wer trägt sie fort? Ein Tier, im Fell.
Zum Schluss
Flugfrucht, Klettfrucht, Lockfrucht. Dazu Schwimmfrucht und Schleuderfrucht. Merk dir: Samen reisen mit Wind, Tieren oder Wasser weg vom Mutterbaum. Zum Üben: Sammle drei Früchte und bestimme den Verbreitungsweg: Wind, Tier, Wasser. Nur anschauen, nicht essen! Nächste Frage: Woraus baut ein Baum sein Holz?
Danach




