Klasse 5 › Deutsch › Lesen, Literatur, Medien
Wie stellt man ein Buch vor?
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Bei einer Buchvorstellung machst du andere neugierig auf ein Buch, ohne das Ende zu verraten. Du nennst Titel und Autorin oder Autor, stellst die wichtigsten Figuren vor, erzählst den Anfang im Präsens bis zum ersten Problem, liest eine kurze, geübte Leseprobe vor und sagst deine Meinung mit Begründung.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Neugierig machen, das Ende verschweigen
Bei einer Buchvorstellung machst du andere neugierig auf ein Buch. Du nennst Titel und Autorin oder Autor, stellst die wichtigsten Figuren vor und erzählst den Anfang der Handlung im Präsens – aber nicht das Ende. Eine kurze Leseprobe lässt die anderen hören, wie das Buch klingt. Zum Schluss sagst du deine Meinung und begründest sie.
Was auf die Karten kommt
| Karte | Inhalt |
|---|---|
| 1 Titel | Titel, Autorin oder Autor, für wen das Buch ist |
| 2 Figuren | die wichtigsten Figuren in je einem Satz |
| 3 Anfang | Worum es geht – im Präsens, bis zum ersten Problem |
| 4 Leseprobe | spannende Stelle vom Anfang, vorher laut geübt |
| 5 Meinung | Was dir gefällt – mit Begründung |
Typische Falle
- Wer das Ende verrät, nimmt den anderen die Spannung.
- Auch die Leseprobe verrät nichts vom Schluss.
- „Das Buch ist gut“ reicht nicht – sag, warum.
Tipp
Üb die Leseprobe mehrmals laut und mit Betonung – dann klingt sie wie ein Hörbuch.
Üben
3 Aufgaben
Verrät der Satz zu viel? Schreib ja oder nein.
- Nele fährt in den Sommerferien zu ihrem Opa an die Nordsee.
- Am Ende findet Nele den Schatz, und der fremde Junge ist ihr Cousin.
- Bald merkt sie, dass im Leuchtturm etwas nicht stimmt.
- Im letzten Kapitel stellt sich heraus, dass Opa alles geplant hat.
- Nele ist neugierig, mutig und manchmal zu schnell.
Ist die Meinung begründet? Schreib begründet oder unbegründet.
- Das Buch ist gut.
- Ich empfehle es, weil man bis zur letzten Seite mitfiebert.
- Es ist einfach cool.
- Mir gefällt, dass Nele ihre Probleme selbst löst.
Stimmt das? Kreuze an.
- Am Anfang nennst du Titel und Autorin oder Autor.
- Eine gute Buchvorstellung erzählt die ganze Handlung.
- Die Leseprobe übt man vorher laut.
- „Das Buch ist schön“ ist eine ausreichende Meinung.
- Die Leseprobe sollte etwa eine halbe Stunde dauern.
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Gut vorgestellt heißt: alles erzählen? Genau das ist der Fehler.
Erklärung
Eine Buchvorstellung soll neugierig machen. Die anderen sollen das Buch lesen wollen. Wer das Ende verrät, nimmt ihnen die Spannung. Wozu dann noch lesen? Plan lieber fünf Karten: Titel, Figuren, Anfang, Leseprobe, Meinung. Karte eins: Titel, Autorin oder Autor und für wen das Buch ist.
Karte zwei: die wichtigsten Figuren, jede in einem Satz. Karte drei: der Anfang der Handlung, im Präsens, bis zum ersten Problem. Ole findet einen Fuchs, nicht: Ole fand einen Fuchs. Karte vier: die Leseprobe. Kurz und spannend, nie vom Schluss.
Die Leseprobe übst du vorher laut, mit Betonung. Karte fünf: deine Meinung mit Grund. Nur toll reicht nicht. Gegenprobe: Kennen alle schon das Ende, will keiner mehr das Buch. Das Ende bleibt geheim. Hör an der spannendsten Stelle auf.
Beispiele
Zweites Beispiel: fünf Karten für Heidi von Johanna Spyri. Karte eins: Heidi von Johanna Spyri, ein Kinderbuch von 1880. Karte zwei: Heidi, fröhlich und neugierig. Der Großvater, brummig und allein. Karte drei, im Präsens: Heidi kommt zum Großvater auf die Alm.
Bis zum ersten Problem: Heidi muss nach Frankfurt. Dort hat sie Heimweh. Hier hörst du auf. Wie es ausgeht, bleibt geheim. Karte vier, die Leseprobe: Heidi zum ersten Mal oben auf der Alm. Karte fünf: lesenswert, weil man die Berge fast riechen kann.
Fünf Karten, das Ende geheim. So macht Heidi neugierig.
Dein Zug
Dein Zug: Zum Schluss wird der Dieb gefasst. Darf das auf die Karte? Nein, das verrät das Ende.
Zum Schluss
Alles erzählen nimmt die Spannung. Neugierig machen lässt sie da. Merk dir: Titel, Figuren, Anfang, Leseprobe, Meinung. Das Ende bleibt geheim. Zum Üben: Plan fünf Karten: Titel, Figuren, Anfang, Leseprobe, warum lesen. Ohne Ende. Nächste Frage: Wie findet man im Internet, was man sucht?
Danach




