Klasse 6 › Chemie › Stoffe im Alltag
Wie züchtet man einen Kristall?
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Du löst in warmem Wasser so viel Salz, bis nichts mehr hineingeht, gießt die klare Lösung ab und lässt sie tagelang in Ruhe stehen. Während das Wasser verdunstet, hat es immer weniger Platz für das gelöste Salz, und es baut sich wieder zu Kristallen zusammen. Aufgelöstes Salz ist also nicht verschwunden, sondern nur unsichtbar im Wasser verteilt.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Gelöst heißt nicht weg
Rührst du Salz in Wasser, siehst du es bald nicht mehr – weg ist es trotzdem nicht. Es ist so fein im Wasser verteilt, dass dein Auge es nicht mehr erkennt. Lässt du das Wasser verdunsten, kommt genau so viel Salz zurück, wie du hineingerührt hast.
So züchtest du einen Salzkristall
- Rühr in warmes Leitungswasser so lange Salz ein, bis am Boden etwas liegen bleibt.
- Gieß die klare Lösung in ein sauberes Glas, den Bodensatz lässt du zurück.
- Häng einen Faden hinein und stell das Glas an einen ruhigen, warmen Ort.
- Warte Tage und schau täglich nach: Am Faden wachsen die Kristalle.
Je langsamer es geht, desto größere Kristalle bekommst du.
Die drei Wörter dazu
- Lösung: eine klare Flüssigkeit, in der ein Stoff unsichtbar verteilt ist.
- Gesättigt: Es geht nichts mehr hinein, neues Salz bleibt am Boden liegen.
- Löslichkeit: wie viel von einem Stoff in einer bestimmten Menge Wasser hineingeht.
- Kristall: ein Korn mit glatten Flächen und scharfen Kanten, das beim Verdunsten wächst.
Wärme hilft – aber nicht überall gleich
- Von Zucker löst warmes Wasser deutlich mehr als kaltes.
- Bei Kochsalz ändert sich die Löslichkeit mit der Wärme kaum.
- Salzkristalle wachsen deshalb vor allem, weil Wasser verdunstet.
- Kochendes Wasser ist ein Versuch für Erwachsene, warmes Leitungswasser reicht.
Typische Falle
- Falsch: Aufgelöstes Salz ist verschwunden.
- Richtig: Es steckt unsichtbar im Wasser und kommt beim Verdunsten vollständig zurück.
- Stell das Glas beim Umrühren auf eine Küchenwaage: Die Anzeige ändert sich nicht.
Tipp
Erkläre einem anderen Kind in vier Sätzen, warum beim Verdunsten von Salzwasser Kristalle übrig bleiben. Wenn du ohne Stocken durchkommst, hast du es verstanden.
Üben
4 Aufgaben
Welches Fachwort wird hier beschrieben? Wähle: Lösung, gesättigt, Löslichkeit, Kristall.
- Eine klare Flüssigkeit, in der ein Stoff unsichtbar verteilt ist:
- Neues Salz bleibt am Boden liegen, es geht nichts mehr hinein:
- Wie viel von einem Stoff in eine Menge Wasser hineingeht:
- Ein Korn mit glatten Flächen, das beim Verdunsten wächst:
In 100 ml Wasser lösen sich etwa 36 g Salz. Rechne damit.
- In 200 ml Wasser lösen sich etwa g Salz.
- In 50 ml Wasser lösen sich etwa g Salz.
- Du rührst 50 g Salz in 100 ml Wasser. Am Boden bleiben etwa g liegen.
- In 300 ml Wasser lösen sich etwa g Salz.
Stimmt das? Kreuz an.
- Aufgelöstes Salz ist verschwunden.
- Eine gesättigte Lösung nimmt kein weiteres Salz mehr auf.
- Beim Verdunsten des Wassers bleibt das Salz zurück.
- Je schneller das Wasser verdunstet, desto größer werden die Kristalle.
- Warmes Wasser löst von Zucker mehr als kaltes.
- Ein Kristall entsteht nur, wenn man kräftig umrührt.
Was passiert bei welchem Handgriff? Verbinde.
- Wenig Salz einrühren
- Immer weiter Salz einrühren
- Klare Lösung abgießen
- Tagelang stehen lassen
- am Faden wachsen Kristalle
- am Boden bleibt etwas liegen
- es verschwindet im Wasser
- der Bodensatz bleibt zurück
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Aufgelöstes Salz ist verschwunden? Leider falsch.
Erklärung
Rühr Salz in Wasser. Bald siehst du es nicht mehr. Weg ist es trotzdem nicht: Es ist nur fein im Wasser verteilt. Beweis: Glas beim Umrühren auf die Küchenwaage. Die Anzeige bleibt gleich. Lass das Wasser verdunsten: Genau so viel Salz kommt zurück.
Die klare Flüssigkeit mit dem Salz darin heißt Lösung. Rührst du immer mehr hinein, bleibt irgendwann etwas am Boden: gesättigt. Wie viel hineingeht, heißt Löslichkeit: in 100 Milliliter etwa 36 Gramm Salz. Warmes Wasser löst von Zucker deutlich mehr als kaltes.
Bei Kochsalz ändert die Wärme dagegen fast nichts. Salzkristalle wachsen darum vor allem, weil das Wasser verdunstet. Ein Kristall ist ein Korn mit glatten Flächen und scharfen Kanten. Weniger Wasser, weniger Platz: Die Lösung wird gesättigt.
Was nicht mehr gelöst bleiben kann, baut sich zu Kristallen zusammen.
Beispiele
Jetzt züchten wir einen Salzkristall. Rühr in warmes Leitungswasser Salz ein, bis am Boden etwas liegen bleibt. Warmes Leitungswasser reicht. Kochendes Wasser nur mit Erwachsenen. Gieß die klare Lösung in ein sauberes Glas. Der Bodensatz bleibt zurück.
Faden hinein, Glas an einen ruhigen, warmen Ort stellen. Jetzt heißt es warten, tagelang. Schau täglich nach. Am Faden wachsen die Kristalle, weil das Wasser langsam verdunstet. Je langsamer es geht, desto größer werden die Kristalle.
Rechnen wir: 100 Milliliter lösen 36 Gramm. 200 Milliliter lösen 72 Gramm. 50 Gramm in 100 Milliliter? 36 lösen sich, 14 bleiben am Boden. Verdunsten 100 Milliliter mit 20 Gramm Salz ganz, bleiben 20 Gramm zurück.
Dein Zug
Dein Zug: Salz ist im Wasser gelöst. Ist es weg? Nein, es kommt beim Verdunsten zurück.
Zum Schluss
Lösung: Salz unsichtbar verteilt. Gesättigt: Es geht nichts mehr hinein. Merk dir: Gelöst ist nicht weg. Beim Verdunsten kommen Kristalle zurück. Zum Üben: Salzwasser verdunstet, Kristalle bleiben. Erkläre in vier Sätzen, warum. Nächste Frage: Was macht einen Brennstoff zum Brennstoff?
Danach




