Klasse 7 › Deutsch › Satzbau und Zeichensetzung
Wozu braucht man Doppelpunkt und Gedankenstrich?
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Man braucht sie zum Ankündigen und zum Innehalten: Der Doppelpunkt kündigt an, was folgt – eine Aufzählung, eine Erklärung oder wörtliche Rede. Der Gedankenstrich schiebt etwas ein (dann paarig) oder macht eine Pause vor etwas Unerwartetem. Nach dem Doppelpunkt schreibst du groß, wenn ein ganzer Satz folgt.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Zeichen mit Aufgaben
Doppelpunkt und Gedankenstrich sind keine Geschmackssache. Der Doppelpunkt kündigt an, was folgt: eine Aufzählung, eine Erklärung oder wörtliche Rede. Der Gedankenstrich schiebt etwas ein oder macht eine Pause vor etwas Unerwartetem. Beide verändern, wie ein Satz gelesen wird – darum setzt du sie gezielt.
Der Doppelpunkt kündigt an
- Aufzählung: Drei Dinge fehlen: Mehl, Eier und Milch.
- Erklärung: Der Grund war einfach: Der Bus kam nicht.
- wörtliche Rede: Oma fragt: „Hast du Hunger?“
- Folgt ein ganzer Satz, schreibst du groß weiter, sonst klein.
Der Gedankenstrich hält inne
- Einschub, paarig: Unser Hund – ein Dackel – bellt nie.
- Pause vor dem Unerwarteten: Er öffnete die Tür – und niemand war da.
- Er ist länger als der Bindestrich und steht mit Leerzeichen.
Das Semikolon
- Der Strichpunkt trennt zwei gleichrangige Sätze.
- Stärker als ein Komma, schwächer als ein Punkt.
- Es regnete; trotzdem gingen wir los.
Typische Falle
- Nach dem Doppelpunkt nicht immer groß: Das Wetter heute: regnerisch und kalt.
- Der eingeschobene Gedankenstrich braucht ein Gegenstück.
- Bindestrich (-) und Gedankenstrich (–) nicht verwechseln.
Tipp
Lies den Satz laut: Wo du ankündigst, gehört ein Doppelpunkt hin; wo du Luft holst, bevor die Überraschung kommt, ein Gedankenstrich.
Üben
4 Aufgaben
Doppelpunkt oder Gedankenstrich? Schreib das Zeichen.
- Für den Kuchen fehlen drei Dinge Mehl, Eier und Milch.
- Er öffnete die Tür und niemand war da.
- Mama rief „Das Essen ist fertig!“
- Das Ergebnis war klar Wir hatten gewonnen.
- Ich wartete eine Stunde vergeblich.
- Mein Bruder er ist zwei Jahre älter spielt Handball.
Nach dem Doppelpunkt: groß oder klein? Schreib es dahinter.
- Die Lösung war einfach: (w/W)ir fragten nach.
- Das Wetter heute: (r/R)egnerisch und kalt.
- Sie sagte: (i/I)ch komme gleich.
- Für die Fahrt fehlt noch etwas: (w/W)arme Socken und eine Mütze.
- Er hatte nur einen Wunsch: (e/E)r wollte schlafen.
Stimmt das? Kreuze an.
- Ein eingeschobener Gedankenstrich braucht ein Gegenstück.
- Der Doppelpunkt kündigt an, was folgt.
- Gedankenstrich und Bindestrich sind dasselbe Zeichen.
- Das Semikolon trennt stärker als ein Komma, aber schwächer als ein Punkt.
- Nach dem Doppelpunkt schreibt man immer groß.
- Vor wörtlicher Rede steht nach dem Begleitsatz ein Gedankenstrich.
Welche Aufgabe hat das Zeichen im Satz? Verbinde.
- Aufzählung
- wörtliche Rede
- Erklärung
- Einschub
- Überraschung
- Unser Hund – ein Dackel – bellt nie.
- Drei Sachen fehlen: Hose, Pulli, Socken.
- Ich gewann – den Trostpreis.
- Der Grund war einfach: Der Bus kam nicht.
- Oma fragt: „Hast du Hunger?“
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Doppelpunkt oder Gedankenstrich? Reine Geschmackssache. Falsch!
Erklärung
Beide Zeichen haben feste Aufgaben. Sie ändern, wie man einen Satz liest. Der Doppelpunkt kündigt an. Er sagt: Achtung, jetzt kommt etwas! Erstens vor einer Aufzählung. Drei Dinge fehlen: Mehl, Eier und Milch. Zweitens vor einer Erklärung. Der Grund war einfach: Der Bus kam nicht.
Drittens vor wörtlicher Rede. Oma fragt: Hast du Hunger? Folgt ein ganzer Satz, schreibst du groß weiter. Sonst klein, außer Nomen. Der Gedankenstrich macht etwas anderes: Er hält inne, der Satz holt Luft. Vor etwas Unerwartetem: Er öffnete die Tür – und niemand war da.
Er schiebt auch ein: Unser Hund – ein Dackel – bellt nie. Ein Einschub hat Anfang und Ende. Darum stehen zwei Striche da. Gegenprobe: Mit Doppelpunkt erwartest du eine Erklärung. Die Überraschung ist weg. Der Gedankenstrich ist länger als der Bindestrich und steht mit Leerzeichen.
Dazu das Semikolon: stärker als ein Komma, schwächer als ein Punkt.
Beispiele
Neuer Fall: ein Bericht vom Ausflug. Kommt bei dir vielleicht nächstes Jahr. Wir brauchten drei Sachen: Rucksack, Brote, Regenjacke. Eine Aufzählung, also Doppelpunkt. Unser Lehrer – sonst pünktlich – kam zu spät. Einschub: zwei Striche. Der Grund war peinlich: Er hatte verschlafen. Eine Erklärung, also Doppelpunkt.
Dahinter steht ein ganzer Satz. Darum schreibst du Er groß. Oben am Berg wartete die Aussicht – Nebel. Das ist die Überraschung. Der Strich lässt dich kurz warten. Dann kommt die Pointe. Der ganze Bericht: zwei Doppelpunkte, drei Gedankenstriche. Jedes Zeichen mit Grund.
Nur ein Strich beim Einschub? Dann weiß keiner, wo er endet. Der Trick: Lies laut. Kündigst du an? Doppelpunkt. Hältst du inne? Gedankenstrich.
Dein Zug
Dein Zug: Der Trainer rief, Lücke, alle aufs Feld! Welches Zeichen? Ein Doppelpunkt, vor wörtlicher Rede.
Zum Schluss
Doppelpunkt kündigt an, Gedankenstrich hält inne. Zwei Aufgaben, kein Geschmack. Merk dir: Doppelpunkt kündigt an, Gedankenstrich schiebt ein oder hält inne. Zum Üben: drei Sätze mit Doppelpunkt, zwei mit Gedankenstrich, je mit Grund. Nächste Frage: Was ist ein Subjektsatz und ein Objektsatz?
Danach



