Klasse 6 › Biologie › Lebewesen, Pflanze, Mensch
Wozu ist eine Blüte da?
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Eine Blüte ist das Fortpflanzungsorgan der Pflanze: In ihr entstehen die Samen, aus denen neue Pflanzen wachsen. Farbe, Duft und Nektar locken Insekten an, die den Pollen von Blüte zu Blüte tragen, bis eine Spermazelle mit der Eizelle in der Samenanlage verschmilzt. Gräser und Haseln, deren Pollen der Wind trägt, haben deshalb unscheinbare Blüten ohne bunte Kronblätter.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Die Blüte macht Samen
Die Blüte ist das Fortpflanzungsorgan der Pflanze. In ihr entstehen Samen, aus denen neue Pflanzen wachsen. Farbe, Duft und süßer Nektar locken Insekten an. Die tragen den Pollen von Blüte zu Blüte.
Von außen nach innen
- Kelchblätter: grün, schützen die Knospe.
- Kronblätter: bunt, locken Insekten an.
- Staubblätter: Staubbeutel auf einem Staubfaden. Hier entsteht der Pollen.
- Stempel: in der Mitte, mit Narbe, Griffel und Fruchtknoten. Im Fruchtknoten liegen die Samenanlagen.
Vom Pollen zum Samen
- Bestäubung: Ein Insekt bringt Pollen auf die Narbe.
- Aus dem Pollenkorn wächst ein Pollenschlauch durch den Griffel.
- Befruchtung: In der Samenanlage verschmilzt eine Spermazelle mit der Eizelle.
- Aus der Samenanlage wird der Samen, aus dem Fruchtknoten die Frucht.
Erst Bestäubung, dann Befruchtung.
Typische Falle
- Falsch: Blüten sind Schmuck der Pflanze.
- Richtig: Blüten sind für die Fortpflanzung da. Farbe, Duft und Nektar sind Werbung – für Insekten, nicht für uns.
- Gegenprobe: Gräser und Haselsträucher haben unscheinbare Blüten ohne bunte Kronblätter. Ihren Pollen trägt der Wind, sie müssen niemanden anlocken.
Tipp
Zerleg eine einfache Blüte, etwa von Kirsche oder Raps, und leg die Teile von außen nach innen auf ein Blatt: Kelchblätter, Kronblätter, Staubblätter, Stempel.
Üben
5 Aufgaben
Du zerlegst eine Blüte von außen nach innen. Benenne die Teile: Kelchblatt, Kronblatt, Staubblatt, Stempel.
- 1. ganz außen, grün, schützt die Knospe:
- 2. bunt, lockt Insekten an:
- 3. bildet den Pollen:
- 4. in der Mitte, trägt oben die Narbe:
Vom Pollen zur Frucht. Setz der Reihe nach das Fachwort ein.
- Ein Insekt trägt Pollen auf die .
- Pollen auf der Narbe – das heißt .
- Der Pollenschlauch wächst durch den .
- Spermazelle und Eizelle verschmelzen:
- Aus dem Fruchtknoten wird die .
- Aus der Samenanlage wird der .
Was ist das? Verbinde.
- Narbe
- Griffel
- Pollen
- Nektar
- Blütenstaub
- klebrig, hält Pollen fest
- süßer Saft, lockt Insekten
- Stiel unter der Narbe
Stimmt das? Kreuz an.
- Blüten sind vor allem Schmuck der Pflanze.
- In der Blüte entstehen die Samen.
- Bestäubung und Befruchtung sind dasselbe.
- Gräser werden vom Wind bestäubt.
- Aus den Kronblättern wird die Frucht.
- Farbe und Duft der Blüte locken Insekten an.
Bestäubung oder Befruchtung? Schreib das passende Wort.
- Eine Hummel streift Pollen an der Narbe einer Kirschblüte ab:
- In der Samenanlage verschmilzt eine Spermazelle mit der Eizelle:
- Der Wind weht Haselpollen auf die Narbe einer anderen Haselblüte:
- Erst nach diesem Schritt kann aus der Samenanlage ein Samen werden:
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Blüten sind nur hübscher Schmuck? Nett gedacht. Aber falsch.
Erklärung
Die Blüte ist das Fortpflanzungsorgan der Pflanze. In ihr entstehen Samen. Aus den Samen wachsen neue Pflanzen. Darum geht es. Vier Teile, von außen nach innen: Kelch, Krone, Staubblatt, Stempel. Ganz außen die grünen Kelchblätter. Sie schützen die Knospe.
Dann die bunten Kronblätter. Sie sind Werbung für Insekten. Dann die Staubblätter: Staubbeutel auf Staubfaden. Im Beutel entsteht der Pollen. In der Mitte der Stempel: oben die Narbe, dann Griffel, unten Fruchtknoten. Im Fruchtknoten liegen die Samenanlagen. Jede hat eine Eizelle.
Schritt eins, Bestäubung: Ein Insekt bringt Pollen auf die Narbe. Aus dem Pollenkorn wächst ein Pollenschlauch, durch den Griffel nach unten. Schritt zwei, Befruchtung: Eine Spermazelle verschmilzt mit der Eizelle. Dann wird aus der Samenanlage der Samen, aus dem Fruchtknoten die Frucht.
Also: erst Bestäubung, dann Befruchtung. Nicht verwechseln!
Beispiele
Beispiel Kirschbaum: Im Frühling ist er voller weißer Blüten. Eine Biene sucht Nektar. Dabei bleibt Pollen an ihr hängen. In der nächsten Blüte streift sie ihn an der Narbe ab. Bestäubt! Nach der Befruchtung wird der Fruchtknoten zur Kirsche.
Im Kirschkern steckt der Samen. Daraus kann ein neuer Baum wachsen. Farbe, Duft, Nektar: alles Werbung. Nur nicht für uns, sondern für Insekten. Gegenprobe: Gräser blühen auch. Aber ohne bunte Kronblätter, ganz unscheinbar. Ihren Pollen trägt der Wind. Sie müssen niemanden anlocken.
Schmuck bräuchten Gräser also nicht. Blühen tun sie trotzdem: für die Samen.
Dein Zug
Dein Zug: Pollen landet auf der Narbe. Bestäubung oder Befruchtung? Bestäubung! Befruchtung kommt erst danach.
Zum Schluss
Kelch schützt, Krone lockt, Staubblatt macht Pollen, im Stempel entstehen Samen. Merk dir: Die Blüte ist das Fortpflanzungsorgan. In ihr entstehen die Samen. Zum Üben: Zerleg eine Blüte und benenne Kelch, Krone, Staubblatt, Stempel. Nächste Frage: Warum sind Bienen so wichtig?
Danach




