Klasse 6 › Biologie › Lebewesen, Pflanze, Mensch
Warum atmet man schneller, wenn man rennt?
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Du atmest schneller, weil deine Muskeln beim Rennen mehr arbeiten und mehr Sauerstoff brauchen, während gleichzeitig mehr Kohlenstoffdioxid entsteht, das wieder hinausmuss. Darum atmest du schneller und tiefer, und dein Herz schlägt schneller, damit mehr Blut den Sauerstoff zu den Muskeln bringt. Das dient nicht dem Kühlen – das übernimmt der Schweiß, der auf der Haut verdunstet.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Muskeln brauchen Sauerstoff
Beim Rennen arbeiten deine Muskeln viel mehr als in Ruhe. Ihre Energie gewinnen sie aus Nährstoffen, und dafür brauchen sie Sauerstoff. Dabei entsteht Kohlenstoffdioxid, das wieder hinausmuss. Darum atmest du schneller und tiefer, und dein Herz schlägt schneller: Mehr Blut bringt mehr Sauerstoff zu den Muskeln.
Der Weg des Sauerstoffs
- Du atmest durch Nase oder Mund ein.
- Über Rachen, Kehlkopf, Luftröhre und Bronchien strömt die Luft in die Lunge.
- In den Lungenbläschen geht Sauerstoff ins Blut.
- Das Herz pumpt das Blut zu den Muskeln.
Kohlenstoffdioxid nimmt den Weg zurück und wird ausgeatmet.
Luft rein, Luft raus
- Eingeatmete Luft: etwa 21 % Sauerstoff, fast kein Kohlenstoffdioxid.
- Ausgeatmete Luft: noch etwa 16 % Sauerstoff, dazu etwa 4 % Kohlenstoffdioxid.
- Den fehlenden Sauerstoff hat dein Körper aufgenommen.
- Dein Puls zeigt, wie oft dein Herz in einer Minute schlägt.
Typische Falle
- Falsch: Du atmest beim Rennen schneller, um dich zu kühlen.
- Richtig: Deine Muskeln brauchen mehr Sauerstoff und geben mehr Kohlenstoffdioxid ab.
- Kühlen macht vor allem der Schweiß: Er verdunstet auf der Haut. Ein Hund hechelt zum Kühlen, weil er kaum schwitzen kann.
Tipp
Puls messen: Leg Zeige- und Mittelfinger innen ans Handgelenk, auf die Daumenseite. Zähl 15 Sekunden lang und nimm die Zahl mal 4.
Üben
5 Aufgaben
Puls pro Minute = Schläge in 15 Sekunden mal 4. Rechne aus – und miss danach deinen eigenen Puls in Ruhe und nach zwanzig Hampelmännern.
- 20 Schläge in 15 s: pro Minute
- 25 Schläge in 15 s: pro Minute
- 30 Schläge in 15 s: pro Minute
- 36 Schläge in 15 s: pro Minute
- Puls nach Hampelmännern (höher/niedriger):
Setz die fehlende Station ein. Wähle: Luftröhre, Bronchien, Herz, Lunge.
- Luft: Rachen → Kehlkopf → → Bronchien
- Luft: Luftröhre → → Lungenbläschen
- Sauerstoff: Lunge → Blut → → Muskeln
- Kohlenstoffdioxid: Muskeln → Blut → Herz →
Setz ein. Wähle: Muskeln, Puls, Schweiß, Sauerstoff.
- Beim Rennen brauchen die mehr Sauerstoff.
- Die Herzschläge pro Minute heißen .
- Den Körper kühlt vor allem der .
- In den Lungenbläschen geht ins Blut.
Stimmt das? Kreuz an.
- Beim Rennen atmest du schneller, damit dein Körper kühler wird.
- Muskeln brauchen Sauerstoff, um Energie aus Nährstoffen zu gewinnen.
- Ausgeatmete Luft enthält gar keinen Sauerstoff mehr.
- Ausgeatmete Luft enthält mehr Kohlenstoffdioxid als eingeatmete.
- Deinen Körper kühlt beim Rennen vor allem die Atemluft.
- Ein Hund hechelt zum Kühlen, weil er kaum schwitzen kann.
Ergänze die Werte für die Atemluft.
- Eingeatmete Luft enthält etwa % Sauerstoff.
- Ausgeatmete Luft enthält noch etwa % Sauerstoff.
- Ausgeatmete Luft enthält etwa % Kohlenstoffdioxid.
- Vom Sauerstoff behält der Körper: 21 % − 16 % = % der Atemluft.
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Schneller atmen beim Rennen, damit du abkühlst? Klingt logisch. Ist falsch.
Erklärung
Beim Rennen arbeiten deine Muskeln viel mehr als in Ruhe. Ihre Energie gewinnen sie aus Nährstoffen. Dafür brauchen sie Sauerstoff. Dabei entsteht Kohlenstoffdioxid. Das muss wieder raus. Darum atmest du schneller und tiefer. Und dein Herz schlägt schneller.
Mehr Blut bringt mehr Sauerstoff zu den Muskeln. Der Weg der Luft: Nase oder Mund, Rachen, Kehlkopf, dann die Luftröhre. Die Luftröhre teilt sich in Bronchien. Die führen in die Lunge. Ganz am Ende: winzige Lungenbläschen. Dort geht Sauerstoff ins Blut.
Das Herz pumpt das Blut zu den Muskeln. Kohlenstoffdioxid nimmt den Weg zurück und wird ausgeatmet. Eingeatmete Luft hat etwa einundzwanzig Prozent Sauerstoff. Ausgeatmete noch etwa sechzehn. Kohlenstoffdioxid: eingeatmet fast keins, ausgeatmet etwa vier Prozent.
Die fehlenden fünf Prozent Sauerstoff hat dein Körper behalten.
Beispiele
Dein Puls zeigt, wie oft dein Herz in einer Minute schlägt. So misst du ihn: zwei Finger innen ans Handgelenk, auf die Daumenseite. Zähl fünfzehn Sekunden lang. Sagen wir: zwanzig Schläge. Mal vier, denn eine Minute hat vier Viertel: achtzig pro Minute.
Nach zwanzig Hampelmännern zählst du fünfundvierzig. Mal vier: hundertachtzig! Von achtzig auf hundertachtzig: Das Herz pumpt mehr als doppelt so oft. Danach sinkt der Puls nur langsam: Die Muskeln erholen sich noch. Und das Kühlen? Das macht vor allem der Schweiß, er verdunstet.
Ein Hund hechelt zum Kühlen. Aber nur, weil er kaum schwitzen kann.
Dein Zug
Dein Zug: Beim Rennen atmest du schneller. Wozu? Deine Muskeln brauchen mehr Sauerstoff.
Zum Schluss
In Ruhe atmest du ruhig. Beim Rennen schneller, tiefer, mit höherem Puls. Merk dir: Du atmest schneller, weil deine Muskeln mehr Sauerstoff brauchen. Zum Üben: Miss deinen Puls in Ruhe und nach zwanzig Hampelmännern. Nächste Frage: Was passiert mit dem Essen im Körper?
Danach




