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Klasse 7 › Deutsch › Rechtschreibung und Wortschatz

Warum gibt es so viele englische Wörter im Deutschen?

Deutsch Klasse 7 Rechtschreibung und Wortschatz

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Kurz gesagt

Englische Wörter kommen ins Deutsche, weil neue Sachen ihren Namen mitbringen (Computer, E-Mail), weil sie kurz sind (Team) und modern klingen. Diese Anglizismen zerstören die Sprache nicht: Deutsch hat schon immer Wörter übernommen und angepasst, etwa Fenster aus dem Lateinischen. Vorsicht bei Scheinanglizismen wie Handy – so sagt man in England nicht.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Sprachen leihen sich Wörter

Team, chatten, cool: Solche Wörter aus dem Englischen heißen Anglizismen. Das ist nichts Neues – Deutsch hat schon immer Wörter übernommen, früher aus dem Lateinischen und Französischen. Manche passen sich so an, dass man sie nicht mehr erkennt (Lehnwörter wie Fenster), andere bleiben fremd (Fremdwörter wie Recycling). Du entscheidest, wann ein Anglizismus passt.

Warum übernehmen wir Wörter?

  • Eine neue Sache kommt mit ihrem Namen: Computer, E-Mail.
  • Das Wort ist kürzer: Team statt Arbeitsgruppe.
  • Es klingt modern oder international.
  • Eine Gruppe grenzt sich ab: chillen, cringe.

Übernahmen aus alter Zeit

  • aus dem Lateinischen: Fenster, Mauer
  • aus dem Französischen: Portemonnaie, Trottoir
  • aus dem Englischen, längst eingedeutscht: Keks (cakes), Streik (strike)

Klingt englisch – ist es nicht

  • englisch: mobile phone
  • englisch: projector
  • englisch: vintage car

Typische Falle

  • Englische Wörter zerstören die Sprache nicht – Deutsch nimmt sie auf und passt sie an.
  • Aber: Wo alle verstehen sollen, ist ein gleichwertiges deutsches Wort oft besser.
  • Denglisch nennt man eine übertriebene Mischung: „Wir müssen das Meeting canceln.“

Tipp

Frag dich bei einem Anglizismus: Versteht ihn jeder, der meinen Text liest? Wenn nicht, nimm das deutsche Wort.

Üben

3 Aufgaben
  1. Ersetz den Anglizismus durch ein deutsches Wort.

    1. Wir treffen uns zum Meeting. → Wir treffen uns zur .
    2. Das Ticket für den Bus kostet zwei Euro. → Die kostet zwei Euro.
    3. Ich lade die Datei down. → Ich lade die Datei .
    4. Das Event beginnt um acht. → Die beginnt um acht.
    5. Ich habe heute ein Date. → Ich habe heute eine .
  2. Stimmt das? Kreuze an.

    1. Handy sagt man auch in England für Mobiltelefon.
    2. Computer ist ein Anglizismus.
    3. Keks kommt vom englischen cakes.
    4. Beamer heißt der Projektor auch in England.
    5. Lehnwörter passen sich dem Deutschen an.
    6. Fenster kommt aus dem Englischen.
  3. Welche Erklärung passt zu welchem Begriff? Verbinde.

    • Anglizismus
    • Lehnwort
    • Fremdwort
    • Scheinanglizismus
    • klingt noch fremd: Recycling, Café
    • klingt englisch, ist es nicht: Handy
    • aus dem Englischen: Team, chatten
    • ganz angepasst: Fenster, Mauer

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Englische Wörter machen Deutsch kaputt? Klingt logisch. Falsch!

Erklärung

Team, chatten, cool, Computer: Englische Wörter stecken überall im Deutschen. Sie heißen Anglizismen: Wörter aus dem Englischen. Neu ist das nicht. Deutsch leiht sich seit Jahrhunderten Wörter. Früher vor allem aus dem Latein: Fenster kommt von fenestra.

Fenster hat sich ganz angepasst. So ein Wort heißt Lehnwort. Auch aus dem Englischen: Keks kommt von [en]cakes[/en], Streik von [en]strike[/en]. Andere Wörter bleiben fremd, wie Recycling. Das sind Fremdwörter. Warum so viele? Neue Dinge bringen ihren Namen gleich mit: Computer, E-Mail.

Grund zwei: Das Wort ist kürzer. Team statt Arbeitsgruppe. Grund drei: Es klingt modern. Und Gruppen zeigen damit, wer dazugehört. Vorsicht, Falle: Handy klingt englisch. In England heißt es aber [en]mobile phone[/en]. So etwas heißt Scheinanglizismus. Beamer gehört auch dazu.

Gegenprobe: Hat Fenster das Deutsche zerstört? Nein, es ist längst Deutsch. Das ist Sprachwandel: Sprache verändert sich, sie geht nicht kaputt.

Beispiele

Neuer Fall, vielleicht erst nächstes Jahr dein Thema: Wir canceln das Meeting. Canceln und Meeting in einem Satz: So eine Mischung heißt Denglisch. Ist das falsch? Kommt darauf an, wer zuhört. Im Chat mit Freunden verstehen es alle. Das passt.

Im Brief an alle Eltern ist das anders. Nicht jeder versteht Englisch. Also ersetzen: canceln heißt absagen, Meeting heißt Besprechung. Wir sagen die Besprechung ab. Das versteht jeder sofort. Aber Computer oder E-Mail darfst du stehen lassen. Die versteht jeder.

Trick: Gibt es ein deutsches Wort, das alle kennen? Dann nimm es.

Dein Zug

Dein Zug: Oldtimer für ein altes Auto. Echtes Englisch? Nein, ein Scheinanglizismus. Auf Englisch: [en]vintage car[/en].

Zum Schluss

Fenster ist angepasst, Recycling noch fremd, Handy nur scheinbar englisch. Merk dir: Englische Wörter kommen mit neuen Sachen. Sprachwandel, kein Schaden. Zum Üben: Sammle zehn englische Wörter aus deinem Tag. Für fünf suchst du ein deutsches. Nächste Frage: Was bedeutet ein Wort im übertragenen Sinn?

Danach

Deutsch · Klasse 7 Was bedeutet ein Wort im übertragenen Sinn?

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