Klasse 7 › Biologie › Ökosystem Wald
Warum gibt es viel weniger Füchse als Mäuse?
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Weil auf jeder Stufe der Nahrungspyramide der größte Teil der Energie verloren geht: Die Maus verbraucht fast alles selbst für Bewegung, Atmung und Körperwärme. Nur etwa ein Zehntel kommt beim Fuchs an. Darum braucht ein Fuchs sehr viele Mäuse – und die Pyramide wird nach oben schmal.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Auf jeder Stufe geht Energie verloren
Die Energie im Wald kommt von der Sonne. Pflanzen speichern sie in Zucker, Tiere holen sie sich durch Fressen. Doch jedes Lebewesen verbraucht den größten Teil selbst: für Bewegung, Körperwärme und zum Leben. Nur etwa ein Zehntel landet in seinem Körper und steht der nächsten Stufe zur Verfügung. Darum wird die Pyramide nach oben schmal.
Die Stufen der Pyramide
- Produzenten: Gras, Kräuter, Bäume – die breite Basis.
- Pflanzenfresser (Primärkonsumenten): Mäuse, Rehe, Raupen.
- Fleischfresser (Sekundärkonsumenten): Fuchs, Wiesel, Meise.
- Endkonsumenten: Uhu, Habicht – ganz oben, sehr wenige.
Von Stufe zu Stufe bleibt nur etwa 10 % der Energie.
Die Nahrungspyramide
Je Stufe bleibt nur etwa ein Zehntel der Energie.
Typische Falle
- Falsch: Energie wird weitergegeben wie ein Gegenstand, es bleibt alles erhalten.
- Richtig: Der größte Teil wird als Wärme und Bewegung abgegeben und ist für die nächste Stufe verloren.
- Stoffe kreisen im Wald, Energie fließt nur hindurch – von der Sonne bis zur Wärme.
Wohin die übrigen 90 % gehen
- Atmung: Energie für Bewegung, Herzschlag und Körperwärme
- Kot und Harn: Unverdautes geht an die Zersetzer
- Nicht gefressen: Knochen, Fell, Wurzeln, Holz
Tipp
Rechne von unten nach oben immer durch 10. Wer oben steht, braucht darum eine riesige Basis – ein Fuchs viele Mäuse und die Mäuse sehr viele Pflanzen.
Üben
3 Aufgaben
Rechne mit der Zehn-Prozent-Regel.
- Gras 20 000 kJ → Mäuse kJ
- Kräuter 100 000 kJ → Mäuse 10 000 kJ → Füchse kJ
- Blätter 50 000 kJ → Raupen kJ → Meisen kJ
- Ein Habicht bekommt 30 kJ. In den Meisen darunter stecken kJ.
Auf welcher Stufe steht das Lebewesen? Schreib Produzent, Pflanzenfresser, Fleischfresser oder Endkonsument.
- Eine Buche:
- Eine Rötelmaus, die Samen frisst:
- Ein Wiesel, das Mäuse jagt:
- Ein Uhu, der auch Füchse und Wiesel schlägt und selbst keine Feinde hat:
Stimmt das? Kreuz an.
- Frisst ein Fuchs eine Maus, steckt die ganze Energie der Maus danach im Fuchs.
- Ein großer Teil der Energie geht für Bewegung und Körperwärme verloren.
- Energie kreist im Wald genauso wie die Mineralstoffe.
- Am Anfang jeder Pyramide steht das Sonnenlicht.
- Im Kot der Tiere steckt keine Energie mehr.
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Fuchs frisst Maus, also steckt alle Energie im Fuchs? Falsch.
Erklärung
Rund um einen Fuchsbau leben Hunderte Mäuse, aber nur wenige Füchse. Alles beginnt mit der Sonne: Pflanzen speichern ihre Energie in Zucker. Die Maus frisst Pflanzen, der Fuchs frisst die Maus: eine Nahrungskette. Wäre Energie ein Paket, käme alles beim Fuchs an. Stimmt nicht.
Die Maus verbraucht fast alles selbst: Sie atmet, rennt, hält sich warm. Diese Energie geht als Wärme verloren. Für den Fuchs ist sie weg. Nur etwa ein Zehntel steckt danach im Körper der Maus. Das ist die Zehn-Prozent-Regel: Von Stufe zu Stufe bleibt etwa ein Zehntel.
Stapelt man die Stufen, entsteht eine Pyramide: unten breit, oben schmal. Zehntausend Kilojoule in Pflanzen, tausend in Mäusen, nur hundert im Fuchs. Ein Fuchs braucht sehr viele Mäuse. Darum gibt es nur wenige Füchse. Energie fließt nur in eine Richtung: von der Sonne bis zur Wärme.
Beispiele
Zweites Beispiel aus dem Wald: Eichenblätter, Raupen und Meisen. Angenommen, in den Blättern stecken dreißigtausend Kilojoule. Die Raupen fressen sie. In ihren Körpern landen nur etwa dreitausend. Die Meisen fressen die Raupen. Bei ihnen kommen noch dreihundert an.
Von dreißigtausend bleiben dreihundert: ein Hundertstel. Die Pyramide wird spitz. Zwei Stufen weiter blieben nur noch drei Kilojoule übrig. Darum haben Nahrungsketten selten mehr als vier oder fünf Glieder. Bei uns genauso: Frisst ein Rind Getreide, landet nur wenig im Fleisch.
Wer Getreide selbst isst, bekommt viel mehr von seiner Energie.
Dein Zug
Dein Zug: Im Gras stecken fünfzigtausend Kilojoule. Wie viel kommt bei den Mäusen an? Etwa fünftausend.
Zum Schluss
Stoffe kreisen im Wald. Energie fließt nur hindurch und endet als Wärme. Merk dir: Jede Stufe gibt nur ein Zehntel weiter. Darum: wenige Füchse. Zum Üben: Zeichne eine Pyramide mit vier Stufen und schreib dazu, wo Energie bleibt. Nächste Frage: Atmen Pflanzen auch?
Danach




