Klasse 7 › Biologie › Ökosystem Wald
Warum liegt im Wald kein meterhohes Laub?
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Weil Lebewesen das Laub Jahr für Jahr abbauen: Erst zerkleinern Bodentiere wie Regenwurm und Assel die Blätter, dann zerlegen Bakterien und Pilze die Reste bis zu Mineralstoffen. Dabei entsteht Humus, die fruchtbare Erde. Die Mineralstoffe nehmen die Pflanzen wieder auf – der Stoffkreislauf im Wald schließt sich.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Ein Heer von Zersetzern
Jeden Herbst fällt im Wald eine dicke Schicht Laub. Trotzdem wird der Boden nicht höher, denn Destruenten (Zersetzer) bauen sie ab. Zuerst zerkleinern Bodentiere die Blätter, dann zerlegen Bakterien und Pilze die Reste zu Mineralstoffen. Dabei entsteht Humus, die dunkle, fruchtbare Erde.
Vom Blatt zum Humus
- Laubstreu: Die Blätter fallen und werden weich.
- Zerkleinerer: Regenwurm, Assel, Tausendfüßer und Springschwanz fressen Löcher und Stücke.
- Mineralisierer: Bakterien und Pilze zerlegen die Krümel und den Kot.
- Humus und Mineralstoffe: Die Wurzeln nehmen die Mineralstoffe wieder auf.
Nichts geht verloren, alles wird wiederverwertet.
Der Stoffkreislauf im Wald
- Produzenten (Pflanzen) bauen mit Licht Stoffe auf.
- Konsumenten (Tiere) fressen Pflanzen oder andere Tiere.
- Destruenten zerlegen Totes aller Stufen.
- Die Mineralstoffe gehen zurück an die Pflanzen – der Kreis schließt sich.
Typische Falle
- Falsch: Das Laub verschwindet von allein oder weht einfach weg.
- Richtig: Lebewesen fressen und zerlegen es, Stück für Stück.
- Ohne Zersetzer würde das Laub Jahr für Jahr liegen bleiben.
Was Zersetzer schneller macht
- Feuchtigkeit und Wärme: Im nassen Sommer geht es schneller als im Frost.
- Weiche Blätter wie Ahorn und Esche zerfallen schneller als Buche und Eiche.
- Nadeln verrotten besonders langsam.
Tipp
Stell dir eine Recyclinganlage vor: Die Bodentiere sind die Schredder, Bakterien und Pilze die Feinsortierer, die Pflanzen nehmen das Material wieder.
Üben
3 Aufgaben
Wer arbeitet hier? Schreib Zerkleinerer oder Mineralisierer.
- Ein Regenwurm zieht Blätter in seine Röhre und frisst sie:
- Bakterien zerlegen die Kotkrümel der Asseln:
- Asseln fressen Löcher in feuchtes Laub:
- Pilzfäden durchziehen die feinen Laubreste:
- Ein Tausendfüßer frisst an einem modrigen Blatt:
Setz ein: Produzenten, Konsumenten oder Destruenten.
- Buchen und Farne bauen mit Licht Zucker auf:
- Rehe fressen Knospen, Füchse fressen Mäuse:
- Pilze und Bakterien zerlegen einen toten Vogel:
- Diese Gruppe gibt die Mineralstoffe an die Pflanzen zurück:
Stimmt das? Kreuz an.
- Das meiste Laub weht der Wind aus dem Wald.
- Humus macht den Boden fruchtbar.
- Bei Frost wird Laub am schnellsten zersetzt.
- Die Stoffe aus dem Laub kommen wieder den Pflanzen zugute.
- Fichtennadeln verrotten schneller als Ahornblätter.
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Das Laub weht einfach weg oder verschwindet von allein? Falsch.
Erklärung
Jeden Herbst fällt im Wald eine dicke Schicht Laub: die Laubstreu. Bliebe sie liegen, wäre der Wald nach Jahrzehnten zugeschüttet. Gegenprobe: Wind schiebt Laub nur hin und her. Raus kommt es kaum. Die Lösung: Lebewesen fressen das Laub. Fachwort: Destruenten, also Zersetzer.
Zuerst die Zerkleinerer: Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßer und Springschwänze. Der Regenwurm zieht Blätter in seine Röhre und frisst sie dort. Aus dem Blatt werden feine Krümel. Schritt eins geschafft. Dann die Mineralisierer: Bakterien und Pilze zerlegen die Krümel weiter.
Übrig bleiben Mineralstoffe. Pflanzen können sie wieder aufnehmen. Dabei entsteht Humus: dunkle, fruchtbare Erde, die Wasser gut hält. Der ganze Weg: Laub, Bodentiere, Bakterien und Pilze, dann Humus. Die Mineralstoffe gehen zurück an die Bäume. Der Kreis schließt sich.
Produzenten bauen auf, Konsumenten fressen, Destruenten zerlegen alles Tote.
Beispiele
Heb im Wald mal Laub an: Darunter wimmelt es von Bodentieren. Ein Versuch: Laub liegt ein Jahr in zwei Netzbeuteln im Waldboden. Nach einem Jahr: Im groben Netz ist wenig übrig, im feinen viel. Warum? Durchs feine Netz kommen keine Asseln. Der erste Schritt fehlt.
Nadeln sind hart und verrotten langsam. Im Nadelwald bleibt mehr liegen. Auch Buchenlaub braucht oft mehrere Jahre. Ahorn und Esche gehen schneller. Bei Frost ruht die Arbeit. Warm und feucht geht es am schnellsten. Im Komposthaufen arbeiten dieselben Zersetzer. Aus Bioabfall wird Humus.
Ohne Zersetzer bliebe alles liegen. Den Bäumen gingen die Mineralstoffe aus.
Dein Zug
Dein Zug: Wer ist zuerst am Blatt, Bakterien oder Asseln? Die Asseln.
Zum Schluss
Erst zerkleinern die Bodentiere, dann zerlegen Bakterien und Pilze. Merk dir: Laub weht nicht weg. Zersetzer fressen es und machen Humus. Zum Üben: Grab im Wald vorsichtig Laub um. Nenn drei Tiere, die dort arbeiten. Nächste Frage: Warum gibt es viel weniger Füchse als Mäuse?
Danach



