Zum Inhalt springen
Schulpuls App öffnenAppKl. 1 · 2 · 3 · 4 · 5 · 6 · 7

Klasse 7 › Biologie › Ökosystem Wald

Warum hat ein Wald Stockwerke?

Biologie Klasse 7 Ökosystem Wald

Beim Abspielen lädt der Player von YouTube (youtube-nocookie.com). Details in der Datenschutzerklärung.

Kurz gesagt

Weil das Licht von oben nach unten immer knapper wird: Die Baumkronen fangen das meiste ab, am Boden eines dichten Buchenwalds kommen im Sommer nur wenige Prozent an. Darum wächst in jedem Stockwerk – Baum-, Strauch-, Kraut-, Moos- und Wurzelschicht – nur, was mit genau diesem Licht auskommt. Licht ist im Wald der begrenzende Faktor.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Licht wird von oben nach unten knapp

Ein Laubwald ist in Schichten gebaut wie ein Haus mit Stockwerken. Ganz oben fangen die Baumkronen das meiste Sonnenlicht ab, jede Schicht darunter bekommt weniger. Darum wachsen in jedem Stockwerk nur Pflanzen, die mit genau diesem Licht auskommen. Licht ist im Wald der begrenzende Faktor.

Die Stockwerke von oben nach unten

  1. Baumschicht: Kronen von Buche, Eiche, Fichte, oft 20 bis 40 m hoch.
  2. Strauchschicht: Holunder, Hasel, junge Bäume, bis etwa 5 m.
  3. Krautschicht: Farne, Gräser, Blumen, bis etwa 1 m.
  4. Moosschicht: Moose und Flechten direkt am Boden.
  5. Wurzelschicht: im Boden, mit Pilzen und Bodentieren.

Je tiefer die Schicht, desto weniger Licht.

Wie Pflanzen mit wenig Licht auskommen

  • Frühblüher wie Buschwindröschen blühen im März und April, bevor die Bäume Laub tragen.
  • Schattenpflanzen wie der Sauerklee kommen mit wenig Licht aus.
  • Die Buche hat oben kleine, dicke Sonnenblätter und unten große, dünne Schattenblätter.

Typische Falle

  • Falsch: Im Wald wächst alles durcheinander, Licht gibt es überall genug.
  • Richtig: Am Boden eines dichten Buchenwalds kommt im Sommer nur ein kleiner Teil des Lichts an.
  • Die Schichten entstehen, weil jede Pflanzenart ihr Licht braucht.

Stockwerke sind auch Wohnungen

  • Oben: Specht, Eichhörnchen, Greifvögel
  • Mitte: Singvögel wie das Rotkehlchen
  • Unten: Igel, Käfer, Schnecken, Regenwurm im Boden

Tipp

Stell dir einen Regenschirm vor: Wer darunter steht, bleibt trocken. Genauso bleibt jede untere Schicht im Schatten der oberen.

Üben

5 Aufgaben
  1. In welchem Stockwerk wächst die Pflanze? Schreib Baum-, Strauch-, Kraut- oder Moosschicht.

    1. Eine alte Buche, 30 m hoch:
    2. Ein Haselstrauch, 4 m hoch:
    3. Ein Farn, knapp 1 m hoch:
    4. Ein grünes Polster direkt auf einem Stein:
    5. Ein Buschwindröschen im April:
  2. Schreib die Stockwerke an die Zeichnung: Strauchschicht, Krautschicht, Moosschicht, Wurzelschicht.

    1. Ziffer 1:
    2. Ziffer 2:
    3. Ziffer 3:
    4. Ziffer 4:
  3. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Im Sommer kommt am Boden eines Buchenwalds genauso viel Licht an wie auf einer Wiese.
    2. Frühblüher nutzen die Zeit, bevor die Bäume Blätter tragen.
    3. Schattenblätter sind klein und dick.
    4. Moose kommen mit sehr wenig Licht aus.
    5. Im Winter ist es am Boden eines Laubwalds dunkler als im Sommer.
  4. Wo lebt das Tier vor allem? Verbinde.

    • Eichhörnchen
    • Rotkehlchen, das im Gebüsch brütet
    • Waldmaus zwischen Gräsern und Farnen
    • Regenwurm
    • Wurzelschicht
    • Strauchschicht
    • Baumschicht
    • Krautschicht
  5. Was passiert? Schreib mehr oder weniger.

    1. Ein Sturm wirft drei große Buchen um. In der Lücke wachsen bald Kräuter und junge Bäume.
    2. Im Mai treiben die Buchen aus. Am Boden kommt nun Licht an.
    3. Ein dichter Fichtenforst: Unter den Fichten wachsen Kräuter als unter lichten Birken.
    4. Am Waldrand wachsen Sträucher als tief im Wald.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Im Wald wächst alles durcheinander, Licht gibt's überall? Leider falsch.

Erklärung

Ein Wald ist gebaut wie ein Haus: Stockwerk über Stockwerk. Ganz oben die Baumschicht: Kronen in zwanzig bis vierzig Metern Höhe. Darunter die Strauchschicht: Hasel, Holunder, junge Bäume, bis etwa fünf Meter. Dann die Krautschicht: Farne, Gräser und Blumen, bis etwa einen Meter.

Am Boden die Moosschicht, nur ein paar Zentimeter hoch. Und im Boden die Wurzelschicht, mit Pilzen und Bodentieren. Das Licht kommt von oben. Jede Schicht fängt etwas davon ab. Am Boden eines Buchenwalds kommen im Sommer nur wenige Prozent an.

Licht ist im Wald knapp. Fachwort: der begrenzende Faktor. Darum wächst in jedem Stockwerk nur, wer mit diesem Licht auskommt. Gegenprobe: Wäre unten genug Licht, wüchsen dort Wiesenblumen. Tun sie aber nicht. Trick eins: Frühblüher. Das Buschwindröschen blüht, bevor die Buchen Laub tragen.

Die Kraft für den Frühstart steckt als Vorrat im Boden. Trick zwei: Die Buche hat oben kleine Sonnenblätter, unten große Schattenblätter. Große, dünne Blätter fangen mehr vom wenigen Licht ein.

Beispiele

Zweites Beispiel: Ein Sturm wirft eine alte Buche um. Durch die Lücke fällt plötzlich Licht bis auf den Boden. Schnell wachsen dort Gräser, Blumen, Himbeeren und Brombeeren. Lauter Lichthungrige. Junge Buchen haben lange im Schatten gewartet. Jetzt wachsen sie los.

Nach Jahren schließt sich das Kronendach wieder. Unten wird es dunkel. Im dichten Fichtenforst ist es das ganze Jahr dunkel. Kaum Krautschicht. Auch Tiere haben Stockwerke: Eule oben, Amsel im Gebüsch, Igel am Boden. Moos am Stamm wächst meist auf der Schattenseite. Dort bleibt es feucht.

Dein Zug

Dein Zug: Wo kommt weniger Licht an, in der Strauch- oder der Moosschicht? In der Moosschicht.

Zum Schluss

Von oben: Baum, Strauch, Kraut, Moos. Jedes Mal kommt weniger Licht an. Merk dir: Stockwerke gibt es, weil Licht nach unten immer knapper wird. Zum Üben: Schau an einem Baum, wo Moos wächst. Erklär es mit Licht und Feuchtigkeit. Nächste Frage: Ist ein Pilz eine Pflanze?

Danach

Biologie · Klasse 7 Ist ein Pilz eine Pflanze?

Mehr aus „Ökosystem Wald“