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Klasse 7 › Biologie › Der Mensch: Abwehr, Blut, Sinne und Nerven

Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Impfung?

Biologie Klasse 7 Der Mensch: Abwehr, Blut, Sinne und Nerven

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Kurz gesagt

Bei der aktiven Impfung bekommt der Körper harmlose Erreger, Teile davon oder ihren Bauplan und bildet selbst Antikörper und Gedächtniszellen: Das dauert ein bis zwei Wochen, hält aber Jahre. Bei der passiven Impfung bekommt er fertige Antikörper: Die wirken sofort, sind aber nach einigen Wochen wieder abgebaut.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Selbst trainieren oder fertige Hilfe bekommen

Bei der aktiven Impfung bekommt der Körper abgeschwächte oder abgetötete Erreger, Teile davon oder ihren Bauplan. Er bildet selbst Antikörper und Gedächtniszellen, ohne krank zu werden – wie ein Training. Bei der passiven Impfung bekommt er fertige Antikörper gespritzt. Die helfen sofort, verschwinden aber nach einigen Wochen wieder.

Aktive Impfung

  • Gespritzt: abgeschwächte oder tote Erreger, Teile davon oder ihr Bauplan
  • Der Körper bildet selbst Antikörper und Gedächtniszellen.
  • Schutz nach etwa ein bis zwei Wochen
  • Hält Jahre, manchmal ein Leben lang; manche Impfungen brauchen Auffrischungen.

Passive Impfung

  • Gespritzt: fertige Antikörper
  • Der Körper bildet selbst nichts, es entstehen keine Gedächtniszellen.
  • Schutz sofort
  • Hält nur einige Wochen bis etwa drei Monate.

Antikörper nach der Impfung

Aktiv: Der Körper braucht ein bis zwei Wochen, dann hält der Schutz lange. Passiv: sofort da, nach einigen Wochen wieder abgebaut.

Wann was?

  • Aktiv: zur Vorbeugung, lange bevor man dem Erreger begegnet – etwa gegen Masern oder Tetanus.
  • Passiv: im Notfall, wenn es schnell gehen muss – etwa nach einer schmutzigen Wunde ohne Tetanusschutz.
  • Tetanus: alle zehn Jahre auffrischen.
  • Jede Impfung steht im Impfpass.

Typische Falle

  • Falsch: Bei jeder Impfung bekommt man fertige Abwehrstoffe, die sofort und für immer wirken.
  • Richtig: Aktiv heißt selbst bilden, langsam, aber lange. Passiv heißt geliehen, sofort, aber kurz.
  • Eine gerötete Einstichstelle oder leichtes Fieber zeigt oft, dass der Körper gerade trainiert.

Tipp

Aktiv ist wie selbst angeln lernen: dauert, reicht aber lange. Passiv ist wie ein geschenkter Fisch: sofort satt, aber bald wieder hungrig.

Üben

2 Aufgaben
  1. Aktiv oder passiv? Schreib aktiv oder passiv.

    1. Gespritzt werden fertige Antikörper:
    2. Der Schutz beginnt nach ein bis zwei Wochen:
    3. Der Schutz hält viele Jahre:
    4. Der Schutz wirkt sofort, aber nur wenige Wochen:
    5. Gespritzt werden abgeschwächte Erreger:
  2. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Jede Impfung gibt fertige Abwehrstoffe, die sofort und für immer wirken.
    2. Die Tetanusimpfung muss alle zehn Jahre aufgefrischt werden.
    3. Eine passive Impfung schützt ein Leben lang.
    4. Nach einer aktiven Impfung bleiben Gedächtniszellen im Körper.
    5. Eine gerötete Einstichstelle bedeutet, dass die Impfung gefährlich war.

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Impfung rein, und du bist sofort für immer geschützt? Falsch.

Erklärung

Es gibt zwei Arten zu impfen: aktiv und passiv. Aktiv: Du bekommst abgeschwächte oder tote Erreger, Teile oder ihren Bauplan. Dein Körper übt daran, ohne krank zu werden. Wie ein Training. Er bildet selbst Antikörper und, ganz wichtig, Gedächtniszellen.

Ein roter Arm oder leichtes Fieber zeigt oft: Dein Körper trainiert gerade. Das dauert. Erst nach etwa ein bis zwei Wochen bist du geschützt. Dafür hält der Schutz Jahre, manchmal ein Leben lang. Manche Impfungen brauchen eine Auffrischung, Tetanus etwa alle zehn Jahre.

Passiv: Du bekommst fertige Antikörper gespritzt. Dein Körper muss nichts tun. Die helfen sofort. Aber dein Körper baut sie wieder ab. Nach einigen Wochen sind sie weg. Gedächtniszellen entstehen dabei keine. Gegenprobe: Geliehene Antikörper lernen nichts. Für immer geht passiv also nie.

Aktiv ist angeln lernen. Passiv ist ein geschenkter Fisch: schnell satt.

Beispiele

Zweites Beispiel: Opa tritt in einen Nagel. Erde gerät in die Wunde. Im Boden leben Tetanuserreger. Opa weiß nicht, ob er je geimpft wurde. Tetanus ist gefährlich. Opa braucht Schutz, und zwar schnell. Aktiv allein wäre zu langsam, das dauert ja ein bis zwei Wochen.

Darum gibt es oft beides: Antikörper für jetzt, Impfung für später. Für den vollen Schutz folgen später noch weitere Impfungen. Ganz natürlich passiv: Babys bekommen Antikörper von der Mutter. Das heißt Nestschutz. Der hält nur einige Monate. Darum werden Babys selbst geimpft.

Im Vergleich: aktiv langsam, aber lange. Passiv sofort, aber kurz.

Dein Zug

Dein Zug: Der Schutz muss heute noch wirken. Aktiv oder passiv? Passiv, mit fertigen Antikörpern.

Zum Schluss

Merk dir: Aktiv trainiert und hält lange. Passiv hilft sofort, aber kurz. Zum Üben: Vergleich aktiv und passiv in einer Tabelle. Was wird gespritzt, wie schnell, wie lange? Nächste Frage: Warum macht Rauchen süchtig?

Danach

Biologie · Klasse 7 Warum macht Rauchen süchtig?

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