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Klasse 6 › Erdkunde › Deutschland und Europa

Was ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima?

Erdkunde Klasse 6 Deutschland und Europa

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Kurz gesagt

Wetter ist, was du gerade an einem Ort erlebst, etwa Sonne oder Regen, und kann sich stündlich ändern. Klima ist dagegen das durchschnittliche Wetter an einem Ort über mindestens 30 Jahre und ändert sich nur langsam. Ein einzelner kalter Sommer widerlegt deshalb keine Erwärmung des Klimas, so wie eine einzelne schlechte Note keinen guten Notendurchschnitt widerlegt.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Heute oder dreißig Jahre

Wetter ist, was du heute draußen erlebst: Sonne, Regen, Wind und Temperatur – an einem Ort, zu einer Zeit. Klima ist das durchschnittliche Wetter an einem Ort über mindestens 30 Jahre. Das Wetter kann sich stündlich ändern, das Klima nur langsam.

Wetter

  • jetzt, heute, morgen
  • an einem Ort
  • ändert sich schnell
  • „Heute regnet es bei 14 °C.“

Klima

  • Durchschnitt aus mindestens 30 Jahren
  • für einen Ort oder eine Gegend
  • ändert sich langsam
  • „Im Juli ist es hier im Mittel 18 °C warm.“

Das misst eine Wetterstation

  • Temperatur in Grad Celsius (°C) – im Schatten, 2 m über dem Boden
  • Niederschlag in Millimetern (mm): 1 mm heißt 1 Liter Wasser auf einem Quadratmeter
  • Luftdruck in Hektopascal (hPa), Luftfeuchte in Prozent (%), dazu der Wind nach Richtung und Stärke

Typische Falle: „Ein kalter Sommer widerlegt die Klimaerwärmung“

  • Ein Sommer ist Wetter. Klima ist der Durchschnitt über viele Jahre.
  • Auch wenn es im Mittel wärmer wird, gibt es kalte Sommer – nur seltener.
  • Wie bei Noten: Wer im Schnitt eine 2 hat, schreibt trotzdem mal eine 4.
  • In Deutschland ist es heute im Mittel deutlich wärmer als vor hundert Jahren.

Tipp

Notier eine Woche lang jeden Tag zur selben Uhrzeit Temperatur, Regen und Wind im Heft. Rechne am Ende den Mittelwert aus und vergleich ihn mit dem Klimawert deines Monats aus dem Atlas.

Üben

6 Aufgaben
  1. Wetter oder Klima? Schreib Wetter oder Klima.

    1. Morgen soll es in Kiel regnen:
    2. Am Mittelmeer sind die Sommer meist heiß und trocken:
    3. Gestern hat es gehagelt:
    4. In den Alpen ist es im Durchschnitt kälter als im Tiefland:
    5. Der Juli war dieses Jahr sehr nass:
    6. Im Mittel von 30 Jahren ist der Juli hier der wärmste Monat:
  2. Was wird in dieser Einheit gemessen?

    1. °C:
    2. mm:
    3. hPa:
    4. %:
  3. Lea misst eine Woche lang mittags: 14, 16, 18, 15, 13, 17 und 19 °C.

    1. Zusammen ergeben die sieben Werte .
    2. Der Mittelwert der Woche ist °C.
    3. Der Klimawert für diesen Monat ist 17 °C. Die Woche war Grad kälter.
    4. Beweist diese Woche, dass es keine Klimaerwärmung gibt?
  4. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Ein kalter Sommer beweist, dass es keine Klimaerwärmung gibt.
    2. Klima ist das durchschnittliche Wetter über mindestens 30 Jahre.
    3. Das Wetter kann sich innerhalb von Stunden ändern.
    4. 1 mm Niederschlag heißt: 1 Liter Wasser auf einem Quadratmeter.
    5. Die Lufttemperatur misst man in der prallen Sonne.
  5. 1 mm Niederschlag heißt: 1 Liter Wasser auf 1 m². Rechne.

    1. Es regnet 5 mm. Auf 1 m² fallen Liter.
    2. Es regnet 12 mm. Auf ein Beet mit 3 m² fallen Liter.
    3. Eine Regentonne sammelt das Wasser von 10 m² Dach. Es regnet 20 mm. In die Tonne laufen Liter.
    4. Auf 1 m² sind 8 Liter Regen gefallen. Das sind mm Niederschlag.
  6. Was misst dieses Gerät? Verbinde.

    • Thermometer
    • Regenmesser
    • Barometer
    • Hygrometer
    • Windfahne
    • Luftdruck in hPa
    • Windrichtung
    • Temperatur in °C
    • Luftfeuchte in %
    • Niederschlag in mm

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Kalter Sommer, also keine Klimaerwärmung? Falscher Schluss.

Erklärung

Wetter ist, was du jetzt draußen erlebst: Sonne, Regen, Wolken, Wind. Wetter gilt für Ort und Zeit. Es ändert sich stündlich. Klima ist das durchschnittliche Wetter an einem Ort über mindestens dreißig Jahre. Wetter ändert sich schnell. Klima nur langsam.

Heute Regen, vierzehn Grad: Wetter. Juli im Mittel achtzehn Grad: Klima. Wie bei Noten: Mit Schnitt Zwei schreibt man trotzdem mal eine Vier. Ein kalter Sommer ist Wetter. Klima zeigt erst der Durchschnitt vieler Jahre. Wird es im Mittel wärmer, gibt es trotzdem kalte Sommer. Nur seltener.

In Deutschland ist es im Mittel deutlich wärmer als vor hundert Jahren. Die Wetterstation misst Temperatur in Grad Celsius, im Schatten, zwei Meter hoch. Niederschlag in Millimetern. Ein Millimeter heißt: ein Liter auf einem Quadratmeter. Dazu Luftdruck in Hektopascal, Luftfeuchte in Prozent und der Wind.

Warum im Schatten? In der Sonne heizt sich das Thermometer selbst auf.

Beispiele

Beispiel: Tom misst eine Woche lang mittags die Temperatur. Alle sieben Werte zusammengezählt: hundertfünf. Geteilt durch sieben: Mittelwert fünfzehn Grad. Der Klimawert für diesen Monat: siebzehn Grad.

Die Woche war also zwei Grad kälter als der Klimawert. Beweist das: keine Klimaerwärmung? Nein. Eine Woche ist Wetter. Es regnet zehn Millimeter: zehn Liter auf jedem Quadratmeter. Ein Beet mit vier Quadratmetern bekommt also vierzig Liter.

Gegenprobe: Zeigte ein Sommer das Klima, bräuchte man keine dreißig Jahre.

Dein Zug

Dein Zug: „In der Wüste ist es im Mittel sehr trocken.“ Wetter oder Klima? Klima.

Zum Schluss

Noch mal: Wetter ist jetzt, Klima das Mittel aus dreißig Jahren. Merk dir: Wetter ist heute, Klima ist der Durchschnitt aus dreißig Jahren. Zum Üben: Notiere eine Woche lang das Wetter und vergleich es mit den Klimadaten. Nächste Frage: Wie liest man ein Klimadiagramm?

Danach

Erdkunde · Klasse 6 Wie liest man ein Klimadiagramm?

Passt dazu – Neugier

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