Klasse 6 › Biologie › Lebewesen, Pflanze, Mensch
Was passiert, wenn ein Tier aus der Nahrungskette verschwindet?
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Weil viele Tiere mehrere Arten fressen und mehrere Feinde haben, verknüpfen sich viele Nahrungsketten zu einem Nahrungsnetz, in dem alles zusammenhängt. Fehlt zum Beispiel der Fuchs, vermehren sich Hasen und Mäuse stärker und fressen mehr Gras, bis das Futter knapp wird, während Eulen zunächst mehr Mäuse finden. Fehlt eine Art, verschiebt sich also das Gleichgewicht im ganzen Netz.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Aus Ketten wird ein Netz
In einer Nahrungskette wird ein Lebewesen vom nächsten gefressen: Gras → Hase → Fuchs. Der Pfeil heißt „wird gefressen von“. Viele Tiere fressen mehrere Arten und haben mehrere Feinde – so verknüpfen sich viele Ketten zu einem Nahrungsnetz.
Ein kleines Nahrungsnetz
- Gras → Hase → Fuchs
- Gras → Maus → Fuchs
- Gras → Maus → Eule
Wer macht was?
- Erzeuger: Pflanzen. Sie bauen mit Licht ihre Nahrung selbst auf.
- Verbraucher: Tiere. Sie fressen Pflanzen oder andere Tiere.
- Zersetzer: Pilze, Bakterien, auch Regenwürmer. Sie zerlegen tote Reste zu Mineralstoffen. Die nehmen Pflanzen wieder auf – der Kreislauf schließt sich.
Wenn der Fuchs fehlt
- Hasen und Mäuse haben einen Feind weniger und vermehren sich stark.
- Sie fressen mehr Gras, das Futter wird knapp.
- Die Eulen finden mehr Mäuse.
- Ohne Futter werden später auch Hasen und Mäuse wieder weniger.
Fehlt eine Art, spüren es viele andere.
Typische Falle
- Falsch: Ein Tier weniger stört das Ganze nicht.
- Richtig: Jede Art frisst und wird gefressen. Fehlt sie, verschiebt sich das Gleichgewicht im ganzen Netz.
- Sogar Arten, die gar nicht direkt mit ihr verbunden sind, merken es – zum Beispiel das Gras, wenn der Fuchs fehlt.
Tipp
Zeichne ein Nahrungsnetz mit sechs Arten und streich eine weg. Folge jedem Pfeil, der an ihr hängt: Wer hat jetzt weniger Feinde, wer weniger Futter?
Üben
5 Aufgaben
Bring jede Nahrungskette in die richtige Reihenfolge. Der Pfeil heißt: wird gefressen von.
- Fuchs, Gras, Hase: → →
- Eule, Maus, Gras: → →
- Meise, Eiche, Raupe: → →
- Wolf, Klee, Reh: → →
Wie heißt das Fachwort? Wähle: Erzeuger, Verbraucher, Zersetzer, Nahrungsnetz.
- Pflanzen, die mit Licht Nahrung bilden:
- Tiere, die Pflanzen oder Tiere fressen:
- Pilze und Bakterien, die Reste zerlegen:
- Viele verknüpfte Nahrungsketten:
Füchse fressen Hasen und Mäuse, Eulen fressen Mäuse. Nun verschwinden die Füchse. Schreib „mehr“ oder „weniger“.
- Die Hasen werden .
- Die Mäuse werden .
- Die Eulen finden Futter.
- Vom Gras bleibt übrig.
- Später finden Hasen und Mäuse Futter.
Stimmt das? Kreuz an.
- Ein Tier weniger stört das Nahrungsnetz nicht.
- Viele Tiere fressen mehr als eine Art.
- Der Pfeil in einer Nahrungskette zeigt vom Fresser zum Gefressenen.
- Zersetzer machen aus toten Resten Mineralstoffe für Pflanzen.
- Verschwindet ein Fressfeind, kann sich seine Beute stark vermehren.
- Am Ende einer Nahrungskette steht immer eine Pflanze.
Erzeuger, Verbraucher oder Zersetzer? Schreib das passende Wort.
- Eiche:
- Regenwurm, der tote Blätter in den Boden zieht:
- Fuchs:
- Schimmelpilz auf einem toten Ast:
- Meise, die Raupen frisst:
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Ein Tier weniger? Stört doch keinen. Denkste. Das ganze Netz wackelt.
Erklärung
Eine Nahrungskette: Gras wird gefressen vom Hasen, der Hase vom Fuchs. Der Pfeil heißt: wird gefressen von. Er zeigt immer zum Fresser. Am Anfang stehen Pflanzen: Erzeuger. Sie bauen ihre Nahrung mit Licht selbst. Tiere sind Verbraucher. Sie fressen Pflanzen oder andere Tiere.
Aber viele Tiere fressen mehrere Arten. Und haben mehrere Feinde. So verknüpfen sich viele Ketten zu einem Nahrungsnetz. Alles hängt zusammen. Und was tot ist? Pilze, Bakterien, Regenwürmer zerlegen es: die Zersetzer. Übrig bleiben Mineralstoffe. Die nehmen Pflanzen wieder auf. Der Kreis schließt sich.
Jetzt streichen wir den Fuchs. Was passiert? Hasen und Mäuse haben einen Feind weniger. Sie vermehren sich stark. Sie fressen mehr Gras. Das Futter wird knapp. Die Eulen freuen sich erst mal: Sie finden mehr Mäuse.
Ohne Futter werden später auch Hasen und Mäuse wieder weniger. Fehlt eine Art, spüren es viele andere. Sogar das Gras.
Beispiele
Zweites Beispiel, im Wald: Raupen fressen Eichenblätter, Meisen fressen Raupen. Eiche: Erzeuger. Raupe und Meise: Verbraucher. Der Pilz am toten Ast: Zersetzer. Jetzt verschwinden die Meisen. Was passiert? Die Raupen haben einen Feind weniger. Sie werden mehr.
Mehr Raupen fressen mehr Blätter. Die Eiche wird kahler. Die Meise frisst gar keine Blätter. Trotzdem trifft ihr Fehlen die Eiche. Probe: Die Pflanze steht vorn. Der Pfeil zeigt immer zum Fresser. Stirbt eine Meise, holen sich Zersetzer die Reste. Für neue Eichenblätter.
Dein Zug
Dein Zug: Im Wald verschwinden alle Eulen. Was passiert zuerst mit den Mäusen? Sie werden mehr.
Zum Schluss
Erzeuger bauen auf, Verbraucher fressen, Zersetzer räumen auf. Merk dir: Fehlt eine Art, spürt es das ganze Nahrungsnetz. Zum Üben: Zeichne ein Nahrungsnetz mit sechs Arten und streich eine weg. Nächste Frage: Warum kann man den Arm nur in eine Richtung beugen?
Danach




