Klasse 5 › Deutsch › Lesen, Literatur, Medien
Was schreibt man in ein Lesetagebuch?
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In ein Lesetagebuch schreibst du, was dir beim Lesen durch den Kopf geht – nicht die ganze Handlung. Jeder Eintrag beginnt mit Datum, Kapitel und Seiten. Dazu kommen Einträge zu Figuren, Fragen an den Text, Vermutungen, Lieblingssätze in Anführungszeichen mit Seitenzahl und deine begründete Meinung.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Gedanken statt Nacherzählung
In einem Lesetagebuch hältst du fest, was dir beim Lesen eines Buches durch den Kopf geht – nicht die ganze Handlung. Du schreibst über Figuren, stellst Fragen an den Text, notierst Vermutungen, wie es weitergeht, schreibst Lieblingssätze mit Seitenzahl ab und sagst deine Meinung. Jeder Eintrag beginnt mit Datum, Kapitel und Seiten.
Das gehört dazu
- Datum, Kapitel, Seiten
- Fragen an den Text
- Lieblingssatz mit Seite
- deine Meinung
Ein Eintrag zu einem ausgedachten Buch: „Nele und das Leuchtturmgeheimnis“
| Eintrag | Beispiel |
|---|---|
| Kopf | 12. März · Kapitel 3 · S. 25–34 |
| Figur | Nele ist neugierig und gibt nie auf. |
| Frage an den Text | Warum hat der Leuchtturmwärter Angst vor dem Keller? |
| Vermutung | Ich glaube, im Keller ist eine alte Seekarte versteckt. |
| Zitat mit Beleg | „Das Licht drehte sich wie ein langsames Auge.“ (S. 31) |
| Meinung | Das Kapitel war spannend, weil man nicht weiß, wem Nele trauen kann. |
Typische Falle
- Ein Lesetagebuch ist keine Nacherzählung Kapitel für Kapitel.
- Ein Zitat ohne Seitenzahl findet niemand wieder – schreib immer „S. 31“ dazu.
- Vermutungen dürfen sich später als falsch herausstellen – das ist erlaubt.
Tipp
Kleb beim Lesen kleine Zettel an Stellen, die dich überraschen – daraus werden später deine Einträge.
Üben
3 Aufgaben
Welche Art Eintrag ist das? Schreib Figur, Frage, Vermutung oder Zitat.
- Nele ist schlau, aber manchmal zu ungeduldig.
- Wer hat die alte Seekarte im Keller versteckt?
- Ich glaube, der Leuchtturmwärter ist gar nicht böse.
- „Der Nebel kroch wie eine Katze über den Strand.“ (S. 29)
- Opa Hinrich wirkt streng, hilft Nele aber heimlich.
- Vielleicht ist der fremde Junge Neles Cousin.
Stimmt das? Kreuze an.
- Ein Lesetagebuch erzählt jedes Kapitel ganz nach.
- Zu einem Zitat gehört die Seitenzahl.
- Vermutungen dürfen sich später als falsch herausstellen.
- Im Kopf des Eintrags stehen Datum, Kapitel und Seiten.
- Eine eigene Meinung gehört nicht ins Lesetagebuch.
Schreib den Beleg in Kurzform.
- Seite 42 →
- Seite 7 →
- Seiten 12 bis 14 →
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Lesetagebuch heißt: alles nacherzählen? Genau das ist der Fehler.
Erklärung
Wer jedes Kapitel nacherzählt, schreibt nur ab, was schon im Buch steht. Ins Lesetagebuch gehört, was dir beim Lesen durch den Kopf geht. Jeder Eintrag beginnt mit einem Kopf: Datum, Kapitel, Seiten. Dann Einträge zu Figuren: Wie ist Juna? Was mag sie, was nicht?
Fragen an den Text: Warum lügt Herr Brumm? Antworten kommen später. Vermutungen: Ich glaube, der Zug fliegt davon. Falsch liegen ist erlaubt. Lieblingssätze schreibst du ab, in Anführungszeichen und mit Seitenzahl. Die Seitenzahl ist dein Beleg. So findet jeder die Stelle wieder.
Und deine Meinung: Was gefällt dir, was nicht, und warum? Gegenprobe: Steht da nur, was passiert? Dann fehlt noch dein Gedanke. Tipp: Klebe beim Lesen kleine Zettel an Stellen, die dich überraschen.
Beispiele
Zweites Beispiel: ein ganzer Eintrag zu einem anderen Buch. Oben der Kopf: 3. Mai, Kapitel vier, Seite 40 bis 51. Figur: Ole ist schüchtern, aber für den Fuchs wird er mutig. Frage: Warum kommt der Fuchs nur nachts?
Vermutung: Ich glaube, der Fuchs hat Junge im Park. Zitat: Die Augen leuchteten wie zwei Laternen. Dazu Seite 47. Meinung: spannend, weil Ole sich endlich etwas traut. Fertig ist der Eintrag. Kein Satz erzählt nur nach, was passiert.
Nacherzählt hieße es nur: Ole geht in den Park. Kein eigener Gedanke. Eine Woche später willst du das Zitat zeigen? Seite 47 aufschlagen, fertig.
Dein Zug
Dein Zug: Du schreibst einen Satz ab. Was fehlt noch? Anführungszeichen und die Seitenzahl.
Zum Schluss
Nacherzählung: was passiert. Lesetagebuch: was du dabei denkst. Merk dir: Figur, Frage, Vermutung, Zitat mit Seite, Meinung. Keine Nacherzählung. Zum Üben: Schreib zu einem Kapitel drei Einträge. Figur, Frage, Lieblingssatz mit Seite. Nächste Frage: Wie stellt man ein Buch vor?
Danach




