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Was wissen Apps über mich?

Politik Klasse 7 Vernetzte Welt

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Kurz gesagt

Apps wissen oft mehr, als du eintippst: deinen Standort, deine Likes, deine Suchanfragen und wie lange du etwas ansiehst. Daraus entstehen Werbeprofile – damit verdienen viele kostenlose Apps ihr Geld. Die DSGVO schützt deine Daten: Eine App braucht eine Erlaubnis, in Deutschland willigst du ab 16 selbst ein, und du hast Rechte wie Auskunft und Löschung.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Deine Daten gehören dir

Personenbezogene Daten sind alle Angaben, die zu dir führen: Name, Adresse, Fotos, Handynummer, Standort, aber auch Likes, Suchanfragen und wie lange du ein Video anschaust. Seit dem 25. Mai 2018 schützt sie in der ganzen EU die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Eine App darf deine Daten nur nutzen, wenn ein Gesetz es erlaubt oder du eingewilligt hast. In Deutschland darfst du für Online-Dienste erst ab 16 selbst einwilligen, vorher müssen deine Eltern zustimmen.

Wie eine „kostenlose“ App Geld verdient

Du bezahlst nicht mit Geld, sondern mit deinen Daten und deiner Aufmerksamkeit.

Deine Rechte aus der DSGVO

  • Auskunft: Du darfst fragen, welche Daten eine Firma über dich speichert.
  • Berichtigung: Falsche Daten müssen korrigiert werden.
  • Löschung: Nicht mehr nötige Daten müssen gelöscht werden.
  • Widerruf und Widerspruch: Eine Einwilligung kannst du jederzeit zurücknehmen.
  • Beschwerde bei der Datenschutz-Aufsichtsbehörde. Firmen drohen hohe Bußgelder.

Regeln für Firmen

  • Zweckbindung: Daten nur für den Zweck, für den sie gesammelt wurden.
  • Datenminimierung: nur so viele Daten wie nötig.
  • Transparenz: verständlich erklären, was mit den Daten passiert.
  • Das Grundgesetz schützt dein Recht, selbst über deine Daten zu bestimmen – so das Bundesverfassungsgericht 1983.

Typische Falle

  • Falsch: „Kostenlose Apps kosten nichts.“
  • Viele Anbieter verdienen an Werbung, die nach deinen Daten ausgewählt wird. Frag darum bei jeder Berechtigung: Braucht die App das wirklich, um zu funktionieren?

Üben

4 Aufgaben
  1. Braucht die App diese Berechtigung wirklich? Schreib ja oder nein.

    AppBerechtigungbraucht sie das?
    TaschenlampeKontakte
    NavigationStandort
    WetterMikrofon
    KameraKamera
    PuzzlespielStandort
  2. Ergänze.

    1. Das europäische Datenschutzgesetz heißt kurz .
    2. Selbst in Online-Dienste einwilligen darfst du in Deutschland ab .
    3. Welche Daten eine Firma über dich hat, erfährst du mit dem Recht auf .
    4. Nicht mehr nötige Daten müssen auf Wunsch werden.
    5. Eine Einwilligung kannst du jederzeit .
  3. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Nur was du selbst eintippst, wird über dich gespeichert.
    2. Viele kostenlose Apps verdienen Geld mit Werbung.
    3. Deine Likes können für Werbung ausgewertet werden.
    4. Ein Foto von dir ist kein personenbezogenes Datum.
    5. Eine einmal gegebene Einwilligung gilt für immer.
  4. Welche Datenspur entsteht?

    1. Du nutzt eine Karten-App auf dem Weg zur Schule. Gespeichert wird dein .
    2. Du gibst in der Suchmaschine „Fußballschuhe“ ein. Gespeichert wird deine .
    3. Du markierst ein Katzenvideo mit einem Herz. Das ist ein .

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Kostenlose Apps kosten nichts? Falsch! Du zahlst nur anders.

Erklärung

Der Preis ist null Euro. Bezahlt wird trotzdem: mit deinen Daten. Daten über dich sind alles, was zu dir führt: Foto, Standort, Likes. Auch ohne Tippen hinterlässt du Spuren: jeden Klick, jedes Like. Aus den Spuren wird ein Profil: Was magst du, was kaufst du?

Danach wählt die App Werbung aus, die genau zu dir passt. Firmen zahlen für passende Werbung. So verdient die Gratis-App. Gratis heißt also nicht kostenlos. Du zahlst mit Daten und Aufmerksamkeit. Deine Daten schützt in der ganzen EU die Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO.

Nutzen darf eine App sie nur mit Erlaubnis: per Gesetz oder Einwilligung. In Deutschland willigst du in Online-Dienste erst ab 16 selbst ein. Bis dahin müssen deine Eltern zustimmen. Und du hast Rechte: Auskunft, Berichtigung, Löschung und Widerruf.

Du darfst fragen, was gespeichert ist. Und eine Einwilligung jederzeit zurücknehmen.

Beispiele

Jetzt prüfst du. Bei jeder Berechtigung fragst du: Braucht sie das wirklich? Die Navi-App will deinen Standort. Ohne ihn findet sie keinen Weg. Ja. Die Taschenlampen-App will deine Kontakte. Zum Leuchten braucht sie die nie. Nein. Ein Würfelspiel will deinen Standort. Würfeln geht überall. Nein.

Die Wetter-App will das Mikrofon, also mithören. Fürs Wetter unnötig. Nein. Warum wollen Apps mehr als nötig? Jede Angabe macht dein Profil genauer. In den Einstellungen deines Handys schaltest du Berechtigungen jederzeit wieder aus. Webseiten fragen nach Cookies. Alles, was nicht nötig ist, darfst du ablehnen.

Was ist über dich gespeichert? Eine kurze E-Mail an den Anbieter reicht.

Dein Zug

Dein Zug: Eine Vokabel-App will deine Kontakte. Braucht sie die? Nein, Vokabeln lernst du ohne.

Zum Schluss

Noch mal der Weg: App, Daten, Profil, Werbung. Und dafür fließt Geld. Merk dir: Apps kennen deine Spuren. Gratis-Apps bezahlst du mit Daten. Zum Üben: Prüf bei einer App drei Berechtigungen. Frag jedes Mal: Braucht sie das wirklich? Nächste Frage: Ab wann ist man in Deutschland arm?

Danach

Politik · Klasse 7 Ab wann ist man in Deutschland arm?

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