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Klasse 7 › Deutsch › Zeitung und Medien

Wie zitiert man richtig?

Deutsch Klasse 7 Zeitung und Medien

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Kurz gesagt

Richtig zitierst du, wenn du fremde Worte wörtlich übernimmst, in Anführungszeichen setzt und die Quelle angibst – auch bei Texten aus dem Internet. Lässt du etwas weg, zeigst du die Lücke mit […]. Gibst du nur den Sinn in eigenen Worten wieder, ist das ein indirektes Zitat: ohne Anführungszeichen, aber mit Quelle.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Fremdes sichtbar machen

Wenn du Worte oder Gedanken aus einem Text übernimmst, musst du zeigen, dass sie nicht von dir stammen – auch aus dem Internet. Wörtliche Übernahmen setzt du in Anführungszeichen und gibst die Quelle an. Wer fremde Texte als eigene ausgibt, begeht ein Plagiat. Richtig zitiert, stärken fremde Worte dagegen deinen Text.

So zitierst du wörtlich

  1. Stelle genau abschreiben, kein Wort ändern.
  2. In Anführungszeichen setzen: „…“
  3. Lässt du etwas weg, setz […].
  4. Quelle dahinter: (Brandt, S. 2) oder (Z. 12).

Lea Brandt schreibt: „Im Garten […] wachsen jetzt 30 Sorten Gemüse“ (S. 2).

Direkt oder indirekt?

  • Direktes Zitat: wörtlich, mit Anführungszeichen.
  • Indirektes Zitat: sinngemäß in eigenen Worten, ohne Anführungszeichen – die Quelle bleibt Pflicht.
  • „Laut Lea Brandt wachsen dort 30 Sorten (S. 2).“

Die Quellenangabe

  • Buch oder Zeitung: Autorin, Titel, Seite.
  • Internetseite: Adresse und Abrufdatum.
  • Im Text genügt kurz: (S. 2) oder (Z. 12) – vollständig steht sie am Ende.

Typische Falle

  • Was im Internet steht, gehört nicht allen: Auch dort gilt die Quellenpflicht.
  • Auslassungen nie verschweigen, immer […] setzen.
  • Eigene Worte gehören nicht in die Anführungszeichen.

Tipp

Notier dir beim Recherchieren sofort zu jeder Stelle die Quelle. Später weißt du sonst nicht mehr, was von wem stammt.

Üben

3 Aufgaben
  1. Direktes oder indirektes Zitat? Schreib direkt oder indirekt.

    1. Lea Brandt schreibt: „Der Garten ist unser grünes Klassenzimmer“ (S. 2).
    2. Laut Lea Brandt dient der Garten als Klassenzimmer im Freien (S. 2).
    3. Die Autorin betont, im Garten wüchsen 30 Sorten Gemüse (S. 2).
    4. „Jede Klasse gießt einen Monat lang“, heißt es im Artikel (Z. 14).
  2. Welche Angabe gehört zu welchem Teil der Quellenangabe? Verbinde.

    • Autorin
    • Titel
    • Seite
    • Abrufdatum
    • Der Schulgarten blüht
    • abgerufen am 3. Mai 2026
    • Lea Brandt
    • S. 2
  3. Original: „Im Garten hinter der Turnhalle wachsen jetzt 30 Sorten Gemüse.“ (Lea Brandt, S. 2). Ist richtig zitiert? Kreuze an.

    1. Lea Brandt schreibt: „Im Garten hinter der Turnhalle wachsen jetzt 30 Sorten Gemüse“ (S. 2).
    2. Lea Brandt schreibt: Im Garten hinter der Turnhalle wachsen jetzt 30 Sorten Gemüse (S. 2).
    3. „Im Garten hinter der Turnhalle wachsen jetzt 30 Sorten Gemüse.“
    4. Laut Lea Brandt gibt es dort inzwischen 30 Gemüsesorten (S. 2).
    5. „Im Garten wachsen jetzt 30 Sorten Gemüse“ (S. 2).
    6. „Im Garten […] wachsen jetzt 30 Sorten Gemüse“ (S. 2).

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Steht im Internet, also darf ich es einfach kopieren? Falsch!

Erklärung

Sätze aus dem Internet ohne Hinweis ins Referat? Das ist ein Plagiat. Denn auch im Internet hat jeder Text eine Autorin oder einen Autor. Zitieren heißt: Du trennst eigene Worte und fremde Worte, für alle sichtbar. Mira Klein schreibt in der Schülerzeitung: Bald wachsen hier zwölf neue Bäume.

Schritt eins: genau abschreiben, Anführungszeichen drum. Bald wachsen hier zwölf neue Bäume. Schritt zwei: die Quelle dahinter. Von wem ist es, wo steht es? Deine eigenen Worte bleiben draußen. Nur das Übernommene kommt in die Zeichen. Lässt du ein Wort weg, zeigst du die Lücke mit eckigen Klammern.

Nur den Sinn in eigenen Worten? Das ist ein indirektes Zitat. Keine Anführungszeichen, aber die Quelle bleibt. Der Gedanke ist ja fremd. Gegenprobe: Ohne Quelle kann niemand nachprüfen, ob der Satz wirklich so dasteht. Und im Internet? Genau dasselbe. Statt der Seite: Adresse und Abrufdatum.

Beispiele

Neuer Fall: dein Referat über Igel. Kommt bei dir vielleicht nächstes Jahr. Tom Berger schreibt im Internet: Igel brauchen im Herbst Laub und Ruhe. Einfach ins Referat kopieren? Dann stehen Toms Worte unter deinem Namen. Richtig ist: wörtlich übernehmen, Anführungszeichen drum, und der Name dahinter.

Am Ende des Referats steht alles: Autor, Titel, Adresse, Abrufdatum. Warum das Datum? Seiten ändern sich. Am 12. März stand es so. Indirekt geht auch: Laut Tom Berger brauchen Igel im Herbst Ruhe. Und deine eigene Meinung? Die stammt von dir. Sie braucht keine Quelle.

Vor der Abgabe prüfst du: Zeichen, Wortlaut, Lücken, Quelle.

Dein Zug

Dein Zug: Ein Satz aus dem Netz, in Anführungszeichen. Was fehlt noch? Die Quelle.

Zum Schluss

Zitat: fremde Worte, offen gezeigt. Plagiat: fremde Worte, versteckt. Merk dir: Wörtlich, in Anführungszeichen und mit Quelle. Auch aus dem Internet. Zum Üben: Zitier zwei Sätze aus einem Artikel mit Anführungszeichen und Quelle. Nächste Frage: Wann benutzt man den Konjunktiv?

Danach

Deutsch · Klasse 7 Wann benutzt man den Konjunktiv?

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