Klasse 5 › Physik › Temperatur und Wärme
Wohin verschwindet das Wasser aus der Pfütze?
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Das Wasser der Pfütze verdunstet: Die schnellsten Wasserteilchen reißen sich an der Oberfläche los und fliegen als unsichtbarer Wasserdampf in die Luft. Das passiert bei jeder Temperatur, nicht erst bei 100 °C. Wärme, Wind, eine große Oberfläche und trockene Luft machen das Verdunsten schneller. Sieden ist etwas anderes: Dabei bilden sich bei 100 °C Dampfblasen im ganzen Wasser.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Verdunsten: ohne Kochen zum Gas
Wasser besteht aus winzigen Teilchen, die sich ständig bewegen – manche langsam, manche schnell. An der Oberfläche einer Pfütze reißen sich die schnellsten Teilchen los und fliegen als unsichtbarer Wasserdampf in die Luft. Das heißt Verdunsten. Es passiert bei jeder Temperatur, auch weit unter 100 °C. Sieden ist etwas anderes: Bei 100 °C bilden sich im ganzen Wasser Dampfblasen.
Verdunsten im Teilchenmodell
Die Wasserteilchen verschwinden nicht, sie mischen sich zwischen die Luftteilchen.
Verdunsten oder Sieden?
| Verdunsten | Sieden | |
|---|---|---|
| Temperatur | bei jeder Temperatur | bei der Siedetemperatur, 100 °C |
| Wo? | nur an der Oberfläche | im ganzen Wasser |
| Wie schnell? | langsam | schnell, mit Blasen |
| Beispiel | Wäsche trocknet, Pfütze verschwindet | Wasser im Kochtopf sprudelt |
Schneller verdunstet es bei …
- Wärme: Die Teilchen sind schneller.
- Wind: Er bläst den Dampf weg, neue Teilchen haben Platz.
- großer Oberfläche: Mehr Teilchen sind am Rand.
- trockener Luft: Sie nimmt mehr Wasserdampf auf.
Typische Falle
- Falsch: „Wasser verschwindet nur bei 100 Grad oder versickert.“
- Richtig: Eine Pfütze auf dem Asphalt verdunstet, auch wenn es nur 15 °C warm ist.
- Verdunsten kühlt: Die schnellen, „warmen“ Teilchen gehen weg. Darum frierst du nass nach dem Baden.
Tipp
Merk dir: Verdunsten = leise an der Oberfläche, Sieden = sprudelnd im ganzen Wasser.
Üben
4 Aufgaben
Verdunsten im Teilchenmodell: Ergänze.
- Wasser besteht aus winzigen .
- Beim Verdunsten verlassen die Teilchen das Wasser.
- Das passiert nur an der .
- In der Luft ist das Wasser dann unsichtbarer .
Verdunsten oder Sieden? Kreuz an.
- Nasse Wäsche trocknet auf der Leine.
- Im Wasserkocher steigen große Blasen auf.
- Eine Pfütze ist nach dem Regen verschwunden.
- Das Nudelwasser sprudelt.
- Schweiß auf der Haut wird weniger.
Pfützenversuch: Zwei gleiche Pfützen, eine in der Sonne, eine im Schatten. Nach einer Stunde misst du ihren Durchmesser.
- Sonne: von 90 cm auf 55 cm. Kleiner um cm.
- Schatten: von 90 cm auf 78 cm. Kleiner um cm.
- Schneller verdunstet die Pfütze in der .
- Der Grund: Wasser verdunstet schneller, wenn es ist.
Warum trocknet es hier schneller? Verbinde.
- Wäsche an einem windigen Tag
- ausgebreitetes Handtuch
- Pfütze in der Mittagssonne
- Wäsche in trockener Heizungsluft
- trockene Luft
- Wind
- Wärme
- große Oberfläche
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Die Pfütze ist weg. Versickert oder gekocht? Beides falsch.
Erklärung
Nach dem Regen: eine Pfütze auf dem Asphalt. Nachmittags ist sie weg. Versickert? Kaum, denn Asphalt lässt fast kein Wasser durch. Gekocht? Es waren nur fünfzehn Grad, weit unter hundert. Das Wasser ist verdunstet: Es wurde zu Wasserdampf in der Luft.
Im Teilchenmodell besteht Wasser aus winzigen Teilchen, die sich ständig bewegen. Manche sind besonders schnell. Die reißen sich an der Oberfläche los. Sie fliegen davon und mischen sich zwischen die Teilchen der Luft. Diesen Wasserdampf siehst du nicht. Er ist ein unsichtbares Gas.
Verdunsten passiert bei jeder Temperatur, auch weit unter hundert Grad. Sieden ist anders: Erst bei hundert Grad blubbern Dampfblasen im ganzen Wasser. Gegenprobe: Nasse Wäsche trocknet sogar im Winter auf der Leine. Und Verdunsten kühlt. Darum frierst du nass nach dem Baden.
Die schnellen, warmen Teilchen gehen weg. Zurück bleibt kühleres Wasser.
Beispiele
Versuch: zwei gleiche Pfützen. Eine liegt in der Sonne, eine im Schatten. Den Rand malst du mit Kreide nach. Beide sind achtzig Zentimeter breit. Nach einer Stunde: in der Sonne noch fünfzig, im Schatten siebzig Zentimeter. Die Sonnenpfütze schrumpfte um dreißig, die im Schatten nur um zehn Zentimeter.
Wärme macht die Teilchen schneller. Mehr von ihnen reißen sich los. Auch Wind hilft: Er bläst den Dampf weg, neue Teilchen haben Platz. Kurz: Wärme, Wind, große Oberfläche und trockene Luft machen es schneller. Der Dampf steigt auf, bildet Wolken und fällt als Regen zurück.
Das Wasser verschwindet also nie. Es wechselt nur seinen Ort.
Dein Zug
Dein Zug: Bei zwanzig Grad trocknet Wäsche auf der Leine. Sieden oder Verdunsten? Verdunsten.
Zum Schluss
Verdunsten: immer, an der Oberfläche. Sieden: bei hundert Grad, im ganzen Wasser. Merk dir: Die Pfütze verdunstet, auch weit unter hundert Grad. Zum Üben: Mal zwei Pfützen mit Kreide nach, eine in der Sonne, eine im Schatten. Nächste Frage: Warum hört man im Weltall nichts?
Danach


