Zum Inhalt springen
Schulpuls App öffnenAppKl. 1 · 2 · 3 · 4 · 5 · 6 · 7

Klasse 6 › Erdkunde › Deutschland und Europa

Warum fahren im Sommer alle ans Meer?

Erdkunde Klasse 6 Deutschland und Europa

Beim Abspielen lädt der Player von YouTube (youtube-nocookie.com). Details in der Datenschutzerklärung.

Kurz gesagt

Im Sommer haben die Schulen Ferien und es ist warm genug zum Baden, deshalb reisen sehr viele Menschen zur gleichen Zeit an die Küste – das ist Tourismus. Er bringt den Orten Arbeitsplätze und Einnahmen, aber auch Stau, Müll und Lärm. Deshalb schützen viele Ferienregionen ihre Natur, etwa mit Nationalparks, und die Bundesländer legen ihre Sommerferien zeitversetzt.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Viele Menschen, ein Strand

Im Sommer ist es warm, die Schulen haben Ferien, und am Meer kann man baden und sich erholen. Deshalb fahren sehr viele Menschen zur selben Zeit an dieselben Orte – das ist Tourismus. Einem Ferienort bringt das Geld und Arbeit, aber auch Stau, Müll und Lärm.

Vorteile für den Ort

  • Arbeitsplätze in Hotels, Restaurants und Läden
  • Einnahmen für den Ort
  • Schwimmbad, Radwege und Busse, die auch Einheimische nutzen

Belastungen

  • Stau, Lärm und Abgase
  • Müll am Strand
  • Wohnungen werden zu Ferienwohnungen – Einheimische finden schwer eine.
  • Tiere und Pflanzen werden gestört, zum Beispiel in den Dünen.

Typische Falle: „Tourismus bringt nur Geld“

  • Tourismus bringt Geld und Belastungen – für Menschen und Natur.
  • Viele Arbeitsplätze gibt es nur in der Saison. Im Winter ist es in vielen Orten ruhig.
  • Deshalb schützen Ferienregionen ihre Natur: Das Wattenmeer an der Nordsee ist Nationalpark, und Dünen darf man nur auf markierten Wegen betreten.
  • Die Bundesländer beginnen ihre Sommerferien zu verschiedenen Zeiten – auch damit nicht alle zugleich auf der Autobahn stehen.

Tipp

Denk an einen Ferienort, den du kennst, und schreib ins Heft je drei Vorteile und drei Belastungen des Tourismus. Frag dich dabei: Wer hat etwas davon, und wen stört es?

Üben

5 Aufgaben
  1. Vorteil oder Belastung für den Ferienort? Schreib Vorteil oder Belastung.

    1. Die Bäckerei verkauft im Sommer doppelt so viel:
    2. Auf der Straße zum Strand ist jeden Samstag Stau:
    3. Der Ort baut mit dem Geld einen neuen Radweg:
    4. Am Abend liegt Müll am Strand:
    5. Familien aus dem Ort finden keine Wohnung mehr:
    6. Jugendliche aus dem Ort bekommen einen Sommerjob:
  2. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Tourismus bringt einem Ferienort nur Geld.
    2. Viele Jobs im Tourismus gibt es nur in der Saison.
    3. In den Dünen darf man überall herumlaufen.
    4. Das Wattenmeer an der Nordsee ist ein Nationalpark.
    5. Nicht alle Bundesländer haben zur selben Zeit Sommerferien.
    6. Wenn viele Feriengäste kommen, werden Wohnungen im Ort billiger.
  3. Ein kleiner Ferienort an der Ostsee (Beispielzahlen): 3000 Einwohner, an einem Sommertag 12000 Gäste.

    1. An diesem Sommertag sind Menschen im Ort.
    2. Auf jeden Einwohner kommen Gäste.
    3. Jeder Mensch macht etwa 1 kg Müll am Tag. Im Sommer sind das kg am Tag.
    4. Im Winter, ohne Gäste, sind es nur kg am Tag.
  4. Hauptsaison oder Nebensaison? Schreib das richtige Wort.

    1. Juli an der Ostsee: Alle Betten sind belegt, der Strand ist voll.
    2. November an der Nordsee: Viele Hotels und Cafés haben geschlossen.
    3. Die Eisdiele am Strand stellt drei Aushilfen ein, weil so viel los ist.
    4. Der Kellner aus dem Strandcafé hat keine Arbeit, bis die Gäste zurückkommen.
  5. Welche Maßnahme hilft gegen welches Problem? Verbinde.

    • Dünen werden zertreten
    • Stau vor dem Strand
    • Müll am Strand
    • Vögel im Watt gestört
    • zu wenig Wohnungen
    • Nationalpark mit Ruhezonen
    • Wege mit Zaun und Schildern
    • Regeln für Ferienwohnungen
    • mehr Mülleimer, Strand reinigen
    • Busse und Bahnen zum Strand

Auf dem Blatt gibt es noch eine Aufgabe zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Tourismus bringt dem Ferienort nur Geld? Nicht nur.

Erklärung

Warum alle ans Meer? Es ist warm, Schulferien, und man kann baden. Darum fahren sehr viele zur selben Zeit an dieselben Orte. Reisen und Urlaub, mit allem, was dazugehört: Das ist Tourismus. Sehr viele Gäste zur selben Zeit am selben Ort: Massentourismus.

Gut für den Ort: Arbeit in Hotels, Restaurants und Läden. Der Ort nimmt Geld ein. Davon haben auch Einheimische was: Radwege, Busse. Aber auch: Stau, Lärm und Abgase. Dazu Müll am Strand und gestörte Tiere in den Dünen.

Wohnungen werden zu Ferienwohnungen. Einheimische finden dann schwer eine. Tourismus bringt also Geld und Belastungen. Für Menschen und Natur. Viele Jobs gibt es nur in der Saison. Im Winter: ruhig. Deshalb schützen Ferienregionen ihre Natur: Das Wattenmeer ist Nationalpark.

Dünen nur auf markierten Wegen betreten. Ihre Pflanzen halten den Sand fest. Und die Länder starten ihre Sommerferien zu verschiedenen Zeiten. Weniger Stau.

Beispiele

Beispiel: ein kleiner Ort an der Ostsee. Zweitausend Menschen wohnen dort. An einem Sommertag kommen zehntausend Gäste dazu. Zusammen: zwölftausend Menschen im Ort. Zehntausend durch zweitausend: Auf jeden Einwohner kommen fünf Gäste.

Pro Kopf etwa ein Kilo Müll am Tag. Im Sommer: zwölftausend Kilo. Im Winter, ohne Gäste: nur zweitausend Kilo. Die Müllabfuhr muss im Sommer sechsmal so viel schaffen. Und die Bäckerei? Sie verkauft im Sommer viel mehr. Ein Vorteil.

Gegenprobe: Brächte Tourismus nur Geld, bräuchte kein Ort Nationalparks oder Regeln.

Dein Zug

Dein Zug: fünfhundert Einwohner, zweitausend Gäste. Wie viele Gäste kommen auf einen Einwohner? Vier.

Zum Schluss

Noch mal: Vorteile sind Arbeit und Einnahmen. Belastungen: Stau, Müll, Wohnungsnot. Merk dir: Ferien und Sonne locken ans Meer. Tourismus bringt auch Belastungen. Zum Üben: Zähl bei einem Ferienort drei Vorteile und drei Belastungen auf. Nächste Frage: Was ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima?

Danach

Erdkunde · Klasse 6 Was ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima?

Mehr aus „Deutschland und Europa“