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Klasse 6 › Politik › Demokratie und Mitbestimmung

Warum ist eine Wahl geheim?

Politik Klasse 6 Demokratie und Mitbestimmung

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Kurz gesagt

Geheim heißt: Niemand darf erfahren, wie du gewählt hast. Nur so kann dich auch niemand unter Druck setzen, bestechen oder bestrafen – deshalb gibt es die Wahlkabine und den gefalteten Stimmzettel. Geheim ist einer von fünf Wahlgrundsätzen im Grundgesetz: allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim.

Das Wichtigste zum Nachlesen

1 Min. Lesen

Geheim schützt deine freie Entscheidung

Wenn jeder sehen könnte, wo du dein Kreuz machst, könnten dich andere unter Druck setzen: die Chefin, die Nachbarn, die Familie. Darum gehst du allein in die Wahlkabine, faltest den Stimmzettel und wirfst ihn in die Urne. Geheim und frei gehören zusammen – ohne das eine gibt es das andere nicht.

Die fünf Wahlgrundsätze

  • allgemein: Alle Wahlberechtigten dürfen wählen.
  • unmittelbar: Deine Stimme geht direkt an die Kandidaten.
  • frei: Niemand darf dich zwingen oder bedrohen.
  • gleich: Jede Stimme wiegt genau so viel wie jede andere.
  • geheim: Niemand erfährt, wie du gewählt hast.

So läuft eine Wahl ab

  • Vorher kommt die Wahlbenachrichtigung mit der Post.
  • Im Wahllokal zeigst du deinen Ausweis und bekommst den Stimmzettel.
  • In der Wahlkabine bist du allein und machst dein Kreuz.
  • Gefaltet wandert der Zettel in die Wahlurne.
  • Wer nicht hingehen kann, wählt per Briefwahl.

Wer darf wählen?

  • Bundestagswahl: ab 18 Jahren.
  • Europawahl: in Deutschland ab 16 Jahren.
  • Landtags- und Kommunalwahlen: je nach Bundesland verschieden, in manchen ab 16.
  • Frauen dürfen in Deutschland seit 1918 wählen, zum ersten Mal taten sie es 1919.

Typische Falle

  • Falsch: „Wählen durften schon immer alle.“
  • Richtig: Früher hing das Wahlrecht von Geschlecht, Geld und Stand ab.
  • Falsch: „Manche Stimmen zählen mehr.“ Richtig: gleich heißt wirklich gleich.

Tipp

Merk dir die fünf Grundsätze als Reihe: allgemein, unmittelbar, frei, gleich, geheim. Fünf Wörter, fünf Finger – so vergisst du keinen.

Üben

5 Aufgaben
  1. Welcher Wahlgrundsatz steckt dahinter? Schreib allgemein, frei, gleich oder geheim hinein.

    1. In der Wahlkabine sieht niemand, wo du dein Kreuz machst:
    2. Die Stimme einer Professorin zählt so viel wie die eines Lagerarbeiters:
    3. Niemand darf dich zwingen, für eine bestimmte Partei zu stimmen:
    4. Alle Wahlberechtigten dürfen wählen, egal wie viel Geld sie haben:
    5. Dein Chef darf nicht verlangen, deinen ausgefüllten Stimmzettel zu sehen:
  2. Zahlen rund um Wahlen. Trag nur die Zahl ein.

    1. Bei der Bundestagswahl darf man wählen ab Jahren.
    2. Bei der Europawahl darf man in Deutschland wählen ab Jahren.
    3. Der Bundestag wird alle Jahre neu gewählt.
    4. Frauen dürfen in Deutschland wählen seit dem Jahr .
    5. Im Grundgesetz stehen Wahlgrundsätze.
  3. Stimmt das? Kreuz an.

    1. Du darfst freiwillig erzählen, wen du gewählt hast.
    2. Die Stimme einer reichen Person zählt mehr.
    3. In Deutschland durften früher nicht alle Erwachsenen wählen.
    4. In die Wahlkabine darf man Freunde mitnehmen und sich beraten lassen.
    5. Für die Bundestagswahl muss man volljährig sein.
    6. Wer im Urlaub ist, kann per Briefwahl abstimmen.
  4. Welcher Grundsatz bedeutet was? Verbinde.

    • geheim
    • gleich
    • frei
    • unmittelbar
    • niemand darf dich zwingen
    • deine Stimme geht direkt an die Kandidaten
    • jede Stimme wiegt genau so viel
    • niemand sieht, wo du dein Kreuz machst
  5. Darf die Person wählen? Schreib ja oder nein.

    1. Tom, 17 Jahre, deutscher Pass, Bundestagswahl:
    2. Aylin, 18 Jahre, deutscher Pass, Bundestagswahl:
    3. Ben, 16 Jahre, deutscher Pass, Europawahl:
    4. Mila, 15 Jahre, deutscher Pass, Europawahl:
    5. Frau Weber, 82 Jahre, deutscher Pass, liegt im Krankenhaus, Bundestagswahl:

Auf dem Blatt gibt es noch 2 Aufgaben zum Ankreuzen, Zählen oder Schreiben. Lösungen im Übungsblatt zum Ausdrucken.

Übungsblatt (PDF)In der App üben

Was im Video gesagt wird

Abschrift

Einstieg

Wählen durften schon immer alle, und manche Stimmen zählen mehr? Falsch.

Erklärung

Sähe jeder dein Kreuz, könnten Chefin, Nachbarn oder Familie Druck machen. Darum: allein in die Kabine, Zettel falten, ab in die Urne. Nur so bist du frei. Keiner kann dich bestechen oder bestrafen. Geheim ist einer von fünf Wahlgrundsätzen. Fünf, wie die Finger einer Hand.

Finger eins: allgemein. Alle Wahlberechtigten dürfen wählen. Zwei: unmittelbar. Deine Stimme geht direkt an die Kandidaten. Drei: frei. Niemand darf dich zwingen oder bedrohen. Vier: gleich. Jede Stimme wiegt genau so viel wie jede andere.

Fünf: geheim. Niemand erfährt, wie du gewählt hast. Zählen manche Stimmen mehr? Nein. Arm oder reich: Jeder hat eine Stimme. Und früher? Da hing das Wahlrecht von Geschlecht, Geld und Stand ab. Frauen dürfen in Deutschland seit 1918 wählen. Das erste Mal war 1919.

Heute: Bundestagswahl ab 18, Europawahl ab 16. Sonst je nach Bundesland.

Beispiele

So läuft es: Vorher kommt die Wahlbenachrichtigung mit der Post. Im Wahllokal zeigst du den Ausweis und bekommst den Stimmzettel. In der Kabine bist du allein und machst dein Kreuz. Gefaltet wandert der Zettel in die Wahlurne.

Wer nicht hingehen kann, wählt per Briefwahl. Den Bundestag wählt man alle vier Jahre neu. Fall eins: Der Chef schaut beim Kreuzen zu. Verletzt ist: geheim. Fall zwei: Reiche bekommen zwei Stimmen, alle anderen eine. Verletzt: gleich.

Fall drei: Frauen dürfen nicht wählen. Verletzt: allgemein, wie vor 1918.

Dein Zug

Dein Zug: Lena ist 17. Darf sie den Bundestag mitwählen? Nein, erst ab 18.

Zum Schluss

Früher durften nur manche wählen. Heute alle Wahlberechtigten, jede Stimme gleich. Merk dir: Die Wahl ist geheim, damit du ohne Druck frei wählst. Zum Üben: Prüfe fünf erfundene Wahlen. Welcher Wahlgrundsatz wird jeweils verletzt? Nächste Frage: Was steht ganz vorne im Grundgesetz?

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