Klasse 6 › Politik › Wirtschaft und Konsum
Warum kann man sich nicht alles kaufen, was man will?
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Weil Geld, Zeit und Rohstoffe knapp sind, Wünsche aber nicht. Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Wohnen und Kleidung musst du decken, alles darüber hinaus ist ein Wunsch – und du musst auswählen. Genau dabei hilft ein einfacher Plan: Einnahmen aufschreiben, feste Ausgaben abziehen, den Rest auf Wünsche und Sparen verteilen.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Knapp heißt: nicht genug für alles
Wünsche hat jeder Mensch unendlich viele. Geld, Zeit und Rohstoffe sind dagegen begrenzt – Fachleute sagen: knapp. Deshalb musst du dich entscheiden, und jede Entscheidung bedeutet auch Verzicht: Was du für das eine ausgibst, fehlt für das andere.
Bedürfnisse und Wünsche
- Grundbedürfnisse: Essen, Trinken, Wohnen, Kleidung, Schlaf.
- Soziale Bedürfnisse: Freundschaft, dazugehören, ernst genommen werden.
- Wünsche darüber hinaus: das neueste Handy, Schuhe in der Lieblingsfarbe.
- Grundbedürfnisse muss man decken, Wünsche kann man aufschieben.
So machst du einen Monatsplan
- Einnahmen aufschreiben: Taschengeld und was du sonst bekommst.
- Feste Ausgaben abziehen, zum Beispiel für Vereinsbeitrag oder Fahrkarte.
- Einen festen Betrag fürs Sparen zurücklegen, bevor du etwas ausgibst.
- Vom Rest die Wünsche bezahlen – und aufschreiben, wofür er weggeht.
Erst sparen, dann ausgeben: Was übrig bleiben soll, legst du vorher zur Seite.
Freie und knappe Güter
- Freie Güter kosten nichts und sind für alle da, zum Beispiel Luft und Sonnenlicht.
- Knappe Güter muss man herstellen, sie kosten Geld – Brot, Schuhe, Handys.
- Fast alles, was du kaufen kannst, ist ein knappes Gut.
- Auch Zeit ist knapp: Ein Nachmittag lässt sich nur einmal verplanen.
Typische Falle
- Falsch: „Bedürfnis und Wunsch sind dasselbe.“
- Richtig: Ohne Essen geht es nicht, ohne neues Handy schon.
- Falsch: „Geld ist immer genug da, wenn man nur will.“ Knappheit gilt für jeden Haushalt.
Tipp
Schreib eine Woche lang jede Ausgabe auf, auch die kleinen. Fast alle unterschätzen, wie viel sie für Kleinigkeiten ausgeben.
Üben
5 Aufgaben
Du bekommst 20 Euro Taschengeld im Monat. Rechne.
- Einnahmen 20 €, Ausgaben 14 €: Es bleiben €.
- Du legst jeden Monat 5 € zurück – nach 6 Monaten sind es €.
- Ein Spiel kostet 45 €. Bei 5 € im Monat dauert es Monate.
- 3 € für ein Eis und 8 € für ein Buch: zusammen €.
- Von 20 € bleiben nach 11 € Ausgaben noch €.
Was ist das? Schreib Grundbedürfnis, Wunsch oder freies Gut hinein.
- Essen und Trinken brauchst du zum Leben:
- Neue Turnschuhe in der Lieblingsfarbe:
- Ein Dach über dem Kopf:
- Die Luft zum Atmen kostet nichts:
- Das neueste Handy, obwohl deines noch funktioniert:
Stimmt das? Kreuz an.
- Essen und Trinken sind Grundbedürfnisse.
- Ein Wunsch und ein Grundbedürfnis sind dasselbe.
- Luft ist ein freies Gut.
- Wer sich anstrengt, hat immer genug Geld für alles.
- Jede Entscheidung fürs Kaufen bedeutet auch einen Verzicht.
- Man spart am besten, was am Monatsende übrig bleibt.
Was bedeuten diese Wörter? Verbinde.
- Einnahmen
- Ausgaben
- Sparen
- Knappheit
- das Geld, das wieder weggeht
- es gibt weniger, als alle wollen
- das Geld, das hereinkommt
- Geld für später zurücklegen
Rechne mit dem Monatsplan.
- Mia bekommt 25 € im Monat. Der Verein kostet 5 €, 6 € spart sie. Für Wünsche bleiben €.
- Ben bekommt 30 € im Monat. Die Fahrkarte kostet 12 €, 8 € spart er. Für Wünsche bleiben €.
- Ela spart jeden Monat 7 € für Kopfhörer, die 56 € kosten. Sie braucht Monate.
- Nils hat 18 € für Wünsche. Er geht ins Kino für 9 € und kauft ein Comic für 6 €. Übrig sind €.
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Wunsch ist gleich Bedürfnis, und Geld reicht immer? Leider nein.
Erklärung
Wünsche hat jeder Mensch unendlich viele. Geld, Zeit und Rohstoffe sind dagegen begrenzt. Fachleute sagen: knapp. Also musst du dich entscheiden. Und jede Entscheidung heißt auch Verzicht. Was du für das eine ausgibst, fehlt für das andere.
Grundbedürfnisse: Essen, Trinken, Wohnen, Kleidung, Schlaf. Ohne sie geht es nicht. Dazu soziale Bedürfnisse: Freundschaft, dazugehören, ernst genommen werden. Und Wünsche darüber hinaus: das neueste Handy, Schuhe in der Lieblingsfarbe. Grundbedürfnisse muss man decken. Wünsche kann man aufschieben.
Ohne Essen geht es nicht, ohne neues Handy schon. Freie Güter kosten nichts, etwa Luft und Sonnenlicht. Knappe Güter muss man herstellen. Sie kosten Geld: Brot, Schuhe, Handys. Auch Zeit ist knapp: Ein Nachmittag lässt sich nur einmal verplanen.
Damit das Geld reicht, hilft ein Plan.
Beispiele
Beispiel: 20 Euro Taschengeld im Monat. Das sind die Einnahmen. Feste Ausgabe zuerst: 4 Euro Vereinsbeitrag. Bleiben 16. Dann sparen, bevor du etwas ausgibst: 5 Euro. Bleiben 11. Für Wünsche: Eis für 3 Euro, Buch für 8. Zusammen genau 11.
Und Kino für 9 Euro? Geht nur, wenn du aufs Buch verzichtest. So sieht der Plan aus: 4 fest, 5 gespart, 11 für Wünsche. Ein Spiel für 45 Euro? Mit 5 Euro im Monat: 9 Monate. Schreib auf, wofür das Geld weggeht. Die Kleinigkeiten überraschen fast jeden.
Nach 6 Monaten mit je 5 Euro: 30 Euro im Sparschwein.
Dein Zug
Dein Zug: 20 Euro Taschengeld, 14 Euro Ausgaben. Wie viel bleibt übrig? 6 Euro.
Zum Schluss
Noch mal: Bedürfnisse muss man decken, Wünsche kann man aufschieben. Merk dir: Geld ist knapp, Wünsche nicht. Darum musst du auswählen. Zum Üben: Stell einen Monatsplan für 20 Euro Taschengeld auf. Nächste Frage: Darf ich mit zwölf einfach etwas kaufen?
Danach




