Klasse 7 › Geschichte › Leben im Mittelalter
Warum waren Klöster im Mittelalter so wichtig?
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Klöster waren im Mittelalter viel mehr als Orte zum Beten. Mönche und Nonnen lebten nach einer Klosterregel, die den Tag in Gebet, Arbeit und Lesen teilte. Sie bestellten Felder, schrieben im Skriptorium Bücher ab, unterrichteten in Klosterschulen, pflegten Kranke und nahmen Reisende auf. Vieles davon gab es lange fast nur dort.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Mehr als ein Ort zum Beten
In einem Kloster lebten Mönche oder Nonnen in einer festen Gemeinschaft unter einem Abt oder einer Äbtissin. Die bekannteste Klosterregel schrieb Benedikt von Nursia im 6. Jahrhundert: Sie teilte den Tag in Gebetszeiten, Arbeit und Lesen. Klöster waren darum zugleich Bauernhof, Werkstatt, Schule, Bibliothek, Krankenhaus und Gasthaus – oft die wichtigsten Orte weit und breit.
Was ein Kloster alles war
Dazu kamen Felder, Gärten, Mühlen und Werkstätten: Ein Kloster versorgte sich weitgehend selbst.
Ein Tag im Kloster (ungefähr, je nach Jahreszeit)
| Zeit | Was geschah? |
|---|---|
| nachts | Nachtgebet |
| früh | Morgengebet |
| Vormittag | Arbeit |
| Mittag | gemeinsames Essen |
| Nachmittag | Arbeit und Lesen |
| Abend | Abendgebet, Nachtruhe |
Wissen bewahren
- Bücher gab es nur als Handschrift. Im Skriptorium schrieben Mönche und Nonnen sie mit Feder und Tinte auf Pergament ab.
- So blieben viele Texte der Antike erhalten.
- In Klosterschulen lernten Kinder Lesen, Schreiben, Rechnen und Latein.
- Die Äbtissin Hildegard von Bingen schrieb im 12. Jahrhundert Bücher über Heilkunde.
Typische Falle
- Falsch: „Im Kloster haben die Mönche nur gebetet.“
- Sie bestellten Felder, brauten, heilten, lehrten, schrieben Bücher ab und nahmen Gäste auf.
- Klöster besaßen viel Land und waren selbst Grundherren.
Tipp
Stell dir das Kloster als kleine Stadt vor: Frag bei jedem Raum, wer dort was tut und wem das nützt.
Üben
4 Aufgaben
Welcher Ort des Klosters ist gemeint? Schreib ihn auf die Linie.
- Ziffer 1:
- Ziffer 2:
- Ziffer 3:
- Ziffer 4:
Ergänze den Fachbegriff.
- Leiter eines Männerklosters:
- Leiterin eines Frauenklosters:
- Schreibstube des Klosters:
- Schreibstoff aus Tierhaut:
- Vorschriften für das Zusammenleben im Kloster:
Stimmt das? Kreuz an.
- Im Kloster wurde nur gebetet und nie gearbeitet.
- Klöster haben viele Texte der Antike für uns bewahrt.
- Kranke und Reisende fanden im Kloster Hilfe.
- Klöster besaßen kein eigenes Land.
- Bildung gab es nur in Männerklöstern.
Wer fand im Kloster was? Verbinde.
- Kranke
- Reisende
- Kinder
- Arme
- Gelehrte
- Unterricht in der Klosterschule
- Bücher in der Bibliothek
- Pflege im Hospital
- Essen an der Pforte
- ein Bett in der Herberge
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Im Kloster wurde nur gebetet, den ganzen Tag? Leider falsch!
Erklärung
Ein Kloster ist eine Gemeinschaft von Mönchen oder von Nonnen. Ein Abt leitet die Mönche, eine Äbtissin die Nonnen. Im sechsten Jahrhundert schrieb Benedikt von Nursia eine Klosterregel. Später fasste man sie so zusammen: [la]ora et labora[/la], bete und arbeite.
Der Tag war fest geteilt: Gebet, Arbeit und Lesen im Wechsel. Gegenprobe: Nur beten macht nicht satt. Klöster versorgten sich selbst. Mönche bestellten Felder, mahlten Korn, brauten Bier und hielten Vieh. Klöster besaßen viel Land und waren oft selbst Grundherren.
Bücher gab es nur als Handschrift. Im Skriptorium schrieb man sie ab. Mit Feder auf Pergament aus Tierhaut. Ein Buch dauerte oft Monate. So blieben viele Texte der Antike erhalten, die sonst verloren wären. In Klosterschulen lernten Kinder Lesen, Schreiben, Rechnen und Latein.
Kranke pflegte man im Hospital, mit Heilkräutern aus dem Klostergarten. Reisende schliefen in der Herberge, Arme bekamen Essen an der Pforte.
Beispiele
Ein Klostertag, ungefähr: Er beginnt nachts mit Gebet, dann folgt das Morgengebet. Am Vormittag wird gearbeitet: auf dem Feld, im Garten oder im Skriptorium. Mittags isst man gemeinsam, meist schweigend, und hört eine Lesung. Am Nachmittag wieder Arbeit, dazu Lesen und Lernen.
Am Abend das Abendgebet, dann Nachtruhe. Früh, denn die Nacht ist kurz. Das Gebet gab den Takt vor, doch viele Stunden gehörten der Arbeit. Ein berühmtes Beispiel: Hildegard von Bingen, Äbtissin im zwölften Jahrhundert. Sie schrieb Bücher über Heilkunde und Pflanzen. Man kennt sie bis heute.
Schule, Bücher, Pflege, Herberge: Lange gab es das fast nur im Kloster.
Dein Zug
Dein Zug: Wo schrieben Mönche und Nonnen Bücher ab? Im Skriptorium.
Zum Schluss
Nicht nur beten, auch arbeiten. Manche lernen das schon in Klasse 6. Merk dir: Klöster waren Orte von Gebet, Arbeit, Bildung und Versorgung. Zum Üben: Schreib einen Klostertag mit sechs Stationen auf, von Nacht bis Abend. Nächste Frage: Wie wurde man Ritter?
Danach



