Klasse 6 › Erdkunde › Deutschland und Europa
Warum ziehen so viele Menschen in die Stadt?
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Die meisten ziehen nicht in die Stadt, weil sie schöner ist, sondern wegen Arbeit, Ausbildung und kurzer Wege zu Arzt und Laden. Heute lebt weltweit über die Hälfte der Menschen in Städten, in Deutschland etwa drei von vier. Weil Wohnen in der Stadt teuer ist, ziehen viele Familien ins Umland und pendeln. Dörfer verlieren dadurch Kinder, Schule, Laden und Bus.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Weite Wege auf dem Land
Auf dem Land sind Schule, Arzt und Laden oft weit weg. In der Stadt gibt es Arbeit, Ausbildung und Versorgung in der Nähe.
Pendeln
Wer im Umland wohnt und jeden Tag zur Arbeit in die Stadt und zurück fährt, pendelt.
Das zieht in die Stadt
- viele Arbeitsplätze
- Schulen, Ausbildung, Hochschulen
- Fachärzte, Krankenhäuser, Geschäfte
- Bus und Bahn, Kino, Theater, Vereine
Das treibt vom Land weg
- wenige Arbeitsplätze in der Nähe
- weite Wege zur Schule und zum Arzt
- der Bus fährt selten
- Läden und Gasthäuser schließen
Stadt und Umland
- Seit dem 19. Jahrhundert ziehen immer mehr Menschen in die Städte – das heißt Verstädterung. Weltweit lebt heute mehr als die Hälfte der Menschen in Städten, in Deutschland etwa drei von vier.
- Viele Familien ziehen aus der Stadt hinaus ins Umland: Dort ist Wohnen günstiger, und es gibt mehr Platz. Zur Arbeit pendeln sie in die Stadt.
- Morgens wollen alle hinein, abends alle hinaus: Deshalb staut es sich im Berufsverkehr.
Typische Falle: „In der Stadt ist es einfach schöner“
- Meistens zieht man nicht wegen der schöneren Umgebung um, sondern wegen Arbeit, Ausbildung oder Versorgung.
- Die Stadt hat auch Nachteile: hohe Mieten, Lärm, viel Verkehr, wenig Grün.
- Für das Dorf hat das Wegziehen Folgen: Schulen und Läden schließen, der Bus fährt seltener, zurück bleiben oft vor allem ältere Menschen.
Tipp
Frag in deiner Familie: Wer ist wann und warum umgezogen? Schreib die Gründe ins Heft. Du wirst merken: Fast immer steckt ein handfester Grund dahinter.
Üben
6 Aufgaben
Was zieht Menschen in die Stadt? Kreise die Gründe ein.
- Arbeit
- hohe Mieten
- Ausbildung
- Stau
- Fachärzte
- Lärm
- wenig Grün
- Hochschule
Viele junge Menschen ziehen aus dem Dorf weg. Was passiert dort?
- Weniger Kinder: Die Dorfschule muss .
- Weniger Kunden: Der letzte Laden macht .
- Weniger Fahrgäste: Der Bus fährt .
- Im Dorf bleiben vor allem die Menschen.
Stimmt das? Kreuz an.
- Die meisten ziehen in die Stadt, weil es dort einfach schöner ist.
- Viele ziehen in die Stadt, weil sie dort Arbeit oder eine Ausbildung finden.
- Manche Familien ziehen aus der Stadt ins Umland, weil Wohnen dort günstiger ist.
- Wer im Umland wohnt und jeden Tag in die Stadt zur Arbeit fährt, pendelt.
- Weltweit lebt mehr als die Hälfte der Menschen in Städten.
- Wenn viele Menschen wegziehen, fährt der Bus im Dorf öfter.
Leas Mutter pendelt: 25 km zur Arbeit, jede Fahrt dauert 40 Minuten. Rechne.
- Hin und zurück fährt sie am Tag km.
- An 5 Arbeitstagen sind das km.
- Am Tag sitzt sie Minuten im Auto.
- In 5 Tagen sitzt sie Minuten im Auto.
- Das sind Stunden und Minuten.
Wohin zieht die Person? Schreib Stadt oder Umland.
- Paul hat einen Ausbildungsplatz in der Großstadt. Der Bus aus seinem Dorf fährt nur zweimal am Tag. Wohin zieht er?
- Familie Kaya wohnt in einer kleinen Stadtwohnung. Sie möchte mehr Platz und einen Garten, aber kaum mehr zahlen. Wohin zieht sie?
- Frau Berg ist 78 und fährt kein Auto mehr. In ihrem Dorf gibt es keinen Arzt und keinen Laden mehr. Wohin zieht sie?
- Herr Lange arbeitet in der Stadt, möchte aber im Grünen wohnen. Eine halbe Stunde Fahrt am Morgen stört ihn nicht. Wohin zieht er?
Was bedeutet das? Verbinde.
- Verstädterung
- Umland
- Pendler
- Berufsverkehr
- Landflucht
- fährt täglich zur Arbeit und zurück
- Menschen ziehen vom Land weg
- Gemeinden rund um eine Stadt
- immer mehr Menschen leben in Städten
- morgens hinein, abends hinaus
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
In die Stadt, weil sie schöner ist? Meistens nicht.
Erklärung
Weltweit in Städten: neunzehnhundertfünfzig knapp ein Drittel. Zweitausendachtzehn über die Hälfte. Für zweitausendfünfzig schätzt man: gut zwei Drittel. In Deutschland wohnen etwa drei von vier Menschen in Städten. Vom Dorf in die Stadt: Verstädterung. Sie begann im neunzehnten Jahrhundert.
Grund Nummer eins: Arbeit. In Städten gibt es viel mehr Arbeitsplätze. Grund zwei: Ausbildung. Viele Schulen und Hochschulen liegen in Städten. Auf dem Land sind Wege weit: zur Schule, zum Arzt, zum Laden. Der Bus fährt manchmal nur alle paar Stunden. Verpasst? Warten.
Gegenprobe: einfach schöner? Die Stadt hat auch Nachteile: hohe Mieten, Lärm, Stau. Man zieht meist für Arbeit, Ausbildung und Versorgung. Nicht fürs Schöne. Aber Wohnen in der Stadt ist teuer. Viele Familien ziehen ins Umland. Morgens in die Stadt, abends zurück: Das heißt pendeln.
Morgens wollen alle rein, abends alle raus. So entsteht Stau.
Beispiele
Beispiel: Leas Mutter pendelt, fünfundzwanzig Kilometer zur Arbeit. Vierzig Minuten. Hin und zurück: zweimal fünfundzwanzig. Fünfzig Kilometer am Tag. Fünf Arbeitstage mal fünfzig: zweihundertfünfzig Kilometer pro Woche. Zeit: zweimal vierzig Minuten. Achtzig Minuten im Auto, jeden Tag.
Fünf Tage mal achtzig Minuten: vierhundert Minuten in einer Woche. Das sind sechs Stunden und vierzig Minuten. Fast ein ganzer Schultag! Und das Dorf? Ziehen Familien weg, fehlen Kinder. Die Schule schließt. Weniger Kunden: Der letzte Laden macht zu. Die Wege werden noch weiter.
Der Bus fährt seltener, mehr ziehen weg. So kann ein Kreislauf entstehen.
Dein Zug
Dein Zug: Dreißig Kilometer zur Arbeit, fünf Tage, hin und zurück. Wie viele Kilometer? Dreihundert.
Zum Schluss
Noch mal: Stadt lockt mit Arbeit, Ausbildung. Dorf verliert Schule, Laden, Bus. Merk dir: Menschen ziehen vor allem für Arbeit und Ausbildung in Städte. Zum Üben: Nenn drei Gründe für den Zuzug und zwei Folgen für das Dorf. Nächste Frage: Warum wohnt fast niemand in der Innenstadt?
Danach




