Klasse 6 › Erdkunde › Deutschland und Europa
Warum wohnt fast niemand in der Innenstadt?
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Die Innenstadt hat eine besondere Aufgabe: Hier wird eingekauft, gearbeitet und verwaltet. Weil viele Geschäfte und Büros in diese beste Lage wollen, sind Mieten und Grundstücke dort besonders teuer, sodass sich Wohnen dort nur wenige leisten können. Tagsüber sind deshalb viele Menschen in der Innenstadt unterwegs, abends und nachts dagegen nur wenige.
Das Wichtigste zum Nachlesen
1 Min. Lesen
Die Mitte hat eine Aufgabe
Die Innenstadt ist nicht nur die Mitte der Stadt, sie hat eine besondere Aufgabe: Hier wird eingekauft, gearbeitet und verwaltet. Weil viele Geschäfte und Büros in die beste Lage wollen, sind Mieten und Grundstücke dort am teuersten. Wohnen können sich das nur wenige leisten.
Wofür eine Stadt da ist
- wohnen und arbeiten
- sich versorgen: einkaufen, zum Arzt
- sich bilden: Schule, Bücherei
- sich erholen: Park, Sport, Kino
- unterwegs sein: Straßen, Bus, Bahn
Viertel einer Stadt
- Innenstadt: Läden, Büros, Rathaus, Banken
- Wohnviertel: Wohnhäuser, Schulen, kleine Läden
- Gewerbegebiet: Firmen, Lager, große Märkte, meist am Rand
- Stadtrand: Einfamilienhäuser, mehr Grün
Typische Falle: „Innenstadt heißt nur Mitte“
- Die Innenstadt ist ein Viertel mit einer Aufgabe: einkaufen, arbeiten, verwalten.
- Geschäfte zahlen dort hohe Mieten, weil viele Kunden vorbeikommen. Familien können da oft nicht mithalten.
- Tagsüber sind viele Menschen in der Innenstadt, abends und nachts nur wenige.
- Oft steckt alles in einem Haus: unten der Laden, darüber Büros, ganz oben ein paar Wohnungen.
Tipp
Zeichne dein Ortszentrum ins Heft und markiere mit drei Farben: Wohnen, Arbeiten, Einkaufen. Schau dabei auch nach oben – in den oberen Stockwerken steckt oft etwas anderes als im Erdgeschoss.
Üben
6 Aufgaben
Welche Aufgabe der Stadt passt? Ergänze.
- Wohnung:
- Büro:
- Bäcker: sich
- Schule: sich
- Park: sich
- Bahnhof: sein
Schreib Innenstadt, Wohnviertel oder Gewerbegebiet.
- Fußgängerzone, Kaufhaus, Rathaus:
- Wohnblöcke, Spielplatz, Grundschule:
- Lagerhallen, Werkstätten, Autohäuser:
- Banken, Büros, Modegeschäfte:
- Speditionen mit großen Lkw-Plätzen:
Stimmt das? Kreuz an.
- Innenstadt heißt nur: Das ist die Mitte der Stadt.
- In der Innenstadt sind die Mieten meist höher als am Stadtrand.
- Tagsüber sind in der Innenstadt mehr Menschen als nachts.
- Gewerbegebiete liegen meist mitten in der Altstadt.
- Geschäfte zahlen in der Innenstadt viel Miete, weil dort viele Kunden vorbeikommen.
Beispielstadt: Ein Laden in der Innenstadt kostet 50 € Miete je m² im Monat, eine Wohnung 10 €. Rechne.
- 80 m² als Wohnung kosten € im Monat.
- Dieselben 80 m² als Laden kosten € im Monat.
- Der Laden zahlt -mal so viel wie die Familie.
Eine Einkaufsstraße in einer Beispielstadt: Rechne.
- In der Straße wohnen 120 Menschen. Tagsüber kommen 1800 Beschäftigte dazu. Tagsüber sind dann Menschen dort.
- In der Straße wohnen 120 Menschen, 1800 arbeiten dort. Auf einen Bewohner kommen Beschäftigte.
- Mittags gehen in einer Stunde 3000 Menschen durch die Straße, nachts um elf nur 150. Mittags sind es -mal so viele.
- Ein Haus in der Innenstadt hat 4 Stockwerke. Unten ist ein Laden, darüber sind 2 Stockwerke Büros. Zum Wohnen bleiben Stockwerke.
Was findest du in welchem Teil der Stadt? Verbinde.
- Innenstadt
- Wohnviertel
- Gewerbegebiet
- Stadtrand
- Firmen, Lager, große Märkte
- Läden, Büros, Rathaus
- Einfamilienhäuser, viel Grün
- Wohnhäuser, Schulen, kleine Läden
Was im Video gesagt wird
Abschrift
Einstieg
Innenstadt? Heißt doch nur: Mitte der Stadt. Nicht ganz.
Erklärung
Eine Stadt hat Aufgaben: wohnen, arbeiten, sich versorgen. Dazu: sich bilden, sich erholen und unterwegs sein. Jede Aufgabe hat ihr Viertel. Innenstadt: Läden, Büros, Rathaus, Banken. Im Wohnviertel: Wohnhäuser, Schulen und kleine Läden.
Am Rand: Gewerbegebiete mit Firmen und Lagern. Dazu Einfamilienhäuser und Grün. Von innen nach außen: Innenstadt, Wohnviertel, Stadtrand. Innenstadt heißt also nicht nur Mitte. Sie ist ein Viertel mit Aufgabe. Warum? Ein Laden braucht Kunden. In der Mitte kommen die meisten vorbei.
Darum zahlen Läden dort viel Miete. Beispielstadt: fünfzig Euro je Quadratmeter. Eine Wohnung bringt viel weniger. Familien können da nicht mithalten. Oft in einem Haus: unten der Laden, darüber Büros, ganz oben Wohnungen. Tagsüber ist die Innenstadt voll. Alle kaufen ein und arbeiten.
Abends machen Läden und Büros zu. Dann wird es leer. Gewerbegebiete brauchen billige Fläche und schnelle Straßen. Die gibt es am Rand.
Beispiele
Beispiel: sechzig Quadratmeter mitten in der Stadt. Wer zahlt mehr? Als Wohnung: sechzig mal zehn Euro. Sechshundert Euro im Monat. Als Laden: sechzig mal fünfzig Euro. Dreitausend Euro im Monat! Der Laden zahlt fünfmal so viel. Wer bekommt die Fläche? Der Laden.
Eine Einkaufsstraße: Hier wohnen hundert Menschen. Tagsüber arbeiten zweitausend hier. Tagsüber sind also zweitausendeinhundert Menschen da. Nachts nur die hundert. Mittags gehen in einer Stunde viertausend vorbei. Nachts um elf nur zweihundert. Viertausend geteilt durch zweihundert: mittags zwanzigmal so viele.
Gegenprobe: Wäre die Mitte nur zum Wohnen da, wäre sie nachts voll.
Dein Zug
Dein Zug: hundert Quadratmeter. Laden fünfzig, Wohnung zehn Euro. Wie viel mehr zahlt der Laden? Viertausend Euro.
Zum Schluss
Noch mal: Innenstadt heißt Läden und Büros. Wohnen findet meist woanders statt. Merk dir: Die Innenstadt gehört Läden und Büros. Wohnen ist zu teuer. Zum Üben: Zeichne dein Ortszentrum und markiere Wohnen, Arbeiten, Einkaufen. Nächste Frage: Woher kommt die Milch im Supermarkt?
Danach




